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Auszogene, Küachl, Krapfen in der Oberpfalz Bäckermeister Altmann über die Schulter geschaut

Für Leute, die viel zu Fuß unterwegs oder schwer arbeiten, sind Fett und Zucker nach wie vor höchstwillkommene Betriebsstoffe. Küachl und Krapfen kommen ins Spiel. Für sie braucht man Hefeteig. Und den muss man gehen lassen. Erfahrungen aus der Backstube bei Bäckermeister Altmann in Schönhofen.

Author: Thomas Muggenthaler

Published at: 4-2-2017 | Archiv

Bäckermeister Altmann in Schönhofen | Bild: BR / Thomas Muggenthaler

In der Bäckerei Altmann in Schönhofen bei Regensburg. Bäckermeister Werner Altmann hat bereits Teigstücke vorbereitet, aus denen werden seine beliebten Küachl. Aber zuerst muss er die Teigstücke ausziehen, damit sie die richtige Form bekommen, aussehen wir Küachl eben.

"Wir haben einen Hefeteig vorbereitet, jetzt wird er mit den Händen ausgezogen. So dass die Küachl in der Mitte dünn werden."

Werner Altmann

Die Bäckerei in Schönhofen

Sein Rezept verrät uns Werner Altmann natürlich nicht. Betriebsgeheimnis. Denn natürlich hat jeder Bäckermeister sein ganz eigenes Rezept, jeder Bäcker schwört auf seine Zutaten. Die grundsätzlichen Zutaten sind aber bei allen Bäckern gleich, wenn Küachl gemacht werden. Das ist klar.

"Mehl, Milch, Butter, Zucker, Eier, und natürlich Hefe. Bei den Anteilen variiert natürlich jeder.“"

Bäckermeister Altmann

Die ausgezogene Küachl müssen kann er aber nicht so einfach liegen lassen. Werner Altmann deckt sie zu und das hat seinen Sinn. Denn nur so werden sie nicht hautig und er kann den Teig ziehen, ohne dass er reißt.

Auszogne, Krapfen, Küachl: Beim Bäckermeiser Altmann in Schönhofen

Saison am Kiata

Derzeit macht Werner Altmann nur am Wochenende Küachl, Saison haben seine Küachl an Kirchweih am Kiata, Ende September.

Und gute Küachl müssen natürlich frisch sein. Da heißt es noch früher aufstehen als sonst. Werner Altmann hat führt das traditionelle Leben eines Bäckers. Das heißt: früh aufstehen sehr, sehr früh.
Bis die Küachl wieder gefragt sind an der Kirchweih, dauert es noch. Jetzt steht zuerst der Fasching an. Da haben die Menschen Appetit auf Krapfen.

Werner Altmann in der Backstube

Schönhofen ist wirklich schön gelegen im Tal der Schwarzen Laaber: Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein - bis auf die Tatsache, dass vor Jahren das so genannte Schloss von Schönhofen, ein massiver Bau im Zentrum des Ortes einem Ausstellungsgebäude für Autos weichen musste. Bei Kletterern ist der Ort beliebt wegen seiner Kreidefelsen, einige Leute kommen aber auch wegen dem Landbrot von Werner Altmann nach Schönhofen.

Inzwischen hat der Bäckermeister alle Küachl ausgezogen. Jetzt kommen sie ins heiße Fett, und man kann zuschauen, wie der helle Teig Farbe annimt. Nach ein paar Minuten sind die Küachl fertig, fehlt nur noch der Puderzucker.

Dann schaut der Vater vorbei. Von ihm stammt das Rezept der beliebten Küachl der Bäckerei Althammer. Irgendwann hatte er es auf jeden Fall heraus, was es für ein gelungenes goldbraunes Küachl alles braucht. Gefragt sind sie jedenfalls, weiß die Verkäuferin.


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