Bayern 2

     

Bayerisches Feuilleton Zum 100. Geburtstag von Loriot

Victor von Bülow alias Loriot vor einem Plakat seiner Figur "Wum". (1973) | Bild: picture-alliance / dpa | Göbel

Sonntag, 12-11-2023
8:05 nachm. to 9:00 nachm.

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

"Och nö, Kinder, muss das sein?"
Auf den Spuren des unbekannten Loriot
Von Joana Ortmann
BR 2013

Wiederholung vom Samstag, 8.05 Uhr
Diese Sendung hören Sie auch in der BR Radio App bei Bayern 2 und ist als Podcast verfügbar.

Am 12. November 2023 wäre Loriot 100 Jahre alt geworden.

Was ist geblieben vom 2011 verstorbenen Meister des Aneinandervorbeiredens? Vom Zeichner, Trickfilmer und Fernsehstar, dem Film- und Opernregisseur, Redenschreiber, Schriftsteller und Ehrenprofessor? Ein kaum zu bändigendes Merchandising-Universum. Dicke DVD-Boxen, eine Loriot-App für das I-Phone, ein Weinetikett mit der berühmt-berüchtigten Steinlaus. Dazu: eine Flut von Scherzartikeln wie die Badewanne als Buchstütze oder Möpse aus Softplüsch.

Das alles streift Joana Ortmann in diesem Bayerischen Feuilleton nur flüchtig. Stattdessen widmet sie sich dem unbekannteren Loriot - mit Entdeckungen aus dem Nachlass von Vicco von Bülow. Über Loriot und die Kunst (wenn er nachts nicht schlafen konnte, zeichnete er fast wie Picasso); über Loriot und die Musik (er liebte Wagner, italienische Tenöre und sein weißes Klavier); über Loriot und den Sport (er schaute im Fernsehen am liebsten Boxen); über Loriot und die Frauen (er war unübertroffen in der Kunst der eindeutigen Zweideutigkeit).
"Och nö, Kinder, muss das sein?" Es muss.

Hörkino zum Frühstück statt Frühstücksfernsehen

Das Bayerische Feuilleton erzählt keine Geschichten, die schon 100 Mal erzählt wurden. Alle Spielarten von Geschichte hinter den Geschichten sind möglich. Wir nutzen die Chance für Spott, Scherz, Satire und Ironie. Uns interessieren Themen, in denen sich reale Ortschaften mit Literatur und Kunst verbinden. Wir schätzen Originale in der schönen neuen Medienwelt der "Unauffälligen". Wir bieten radiophone Geschichten mit Gedankenstoff und Spielraum für Gefühle. Als journalistisches Genre hat das Bayerische Feuilleton eine anspruchsvolle Tradition.