Bayern 2

     

IQ - Wissenschaft und Forschung Tödlicher Lärm

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Dienstag, 25.04.2023
18:05 bis 18:30 Uhr

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BAYERN 2

Tödlicher Lärm
Was passiert, wenn es im Meer zu laut wird?
Von Sarah Bioly
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"Stiller Ozean" nannte der Entdecker Ferdinand Magellan einst den Pazifik. Doch still war es im Meer noch nie. Regen prasselte auf die Wasseroberfläche, Wellen schlugen übereinander - und unter diese Geräusche mischten sich die Walgesänge.
Ähnlich wie Fledermäuse orientieren sich viele Meerestiere über die Echolokation. So erfassen sie ihre Umgebung und finden Nahrung. Seit der Mensch den Ozean befährt, hat sich das Klangbild unter Wasser verändert. Sprengungen, Sonare, Schallkanonen, immer mehr Schiffe, die über die Ozeane rauschen, immer mehr Offshore-Windanlagen, bei denen Pfähle in den Boden gerammt werden. Der menschengemachte Lärm überlagert die Kommunikation der Meerestiere. Wale verlieren die Orientierung und verirren sich. Manche stranden. Manche tragen bleibende Gehörschäden davon. Davon ist auch der einzige an Deutschlands Küsten heimische Wal - der Schweinswal - betroffen. Sein Bestand gilt in der zentralen Ostsee als stark gefährdet. Schutzkonzepte mit Grenzwerten für den Unterwasserlärm sollen helfen. Doch reicht das?

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