Bayern 2

     

IQ - Wissenschaft und Forschung Tornados, Twister, Windhosen

Ein Tornado auf einem Feld in der Abendsonne. | Bild: stock.adobe.com/rasica

Donnerstag, 12-5-2022
6:05 nachm. to 6:30 nachm.

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BAYERN 2

Tornados, Twister, Windhosen
Die Macht der Wirbelwinde
Von Roana Brogsitter
Diese Sendung hören Sie auch in der BR Radio App und ist als Podcast verfügbar.

Sie haben einen Rüssel, mit dem sie alles aufsaugen, was sich ihnen in den Weg stellt: Häuser, Autos, Bäume, Menschen. Trotzdem sind Tornados - auch Twister oder Windhosen genannt - eines der faszinierendsten Wetterphänomene. Mit einer Rotationsgeschwindigkeit von bis zu 500 km/h ziehen sie übers Land und hinterlassen wenige Meter bis zu vier Kilometer breite und bis zu 350 Kilometer lange Schneisen der Verwüstung. Doch wie entstehen sie genau? Bisher war man davon ausgegangen, dass sich die tödlichen Wirbel in oder kurz unter einer Gewitterwolke bilden, neue Studien zeigen aber, dass sie in Bodennähe entstehen. Tornado-Forschung ist extrem kompliziert. Wenn die richtigen Zutaten - niedrig hängende Gewitterwolken, sehr feuchte Luft, große Temperaturunterschiede und starke Windscherung - zusammenkommen, können sich Twister quasi überall zusammenbrauen und das innerhalb von 30 bis 90 Sekunden. Für Warnungen bleibt kaum Zeit. Wetterdienste und Forscher arbeiten deshalb mit Sturm-Jägern zusammen, die ihnen in Echtzeit ihre Beobachtungen und Bilder zuliefern - besonders aus den USA mit im Schnitt 1.200 Tornados pro Jahr. Aber auch in Deutschland fegen jedes Jahr 30 bis 60 übers Land und kosten Leben. 

Redaktion: Matthias Eggert

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