Bayern 2

     

Notizbuch Naturschätze im Allgäu in Gefahr

Donnerstag, 6-7-2017
10:05 vorm. to 12:00 nachm.

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Rot-Kreuz-Schwestern wollen keine Leiharbeiterinnen sein
Wie sind Rot-Kreuz-Schwesternschaften organisiert, welchen Status haben ihre Mitglieder?
Die jüngste Reform des Arbeitnehmer-Überlassungsgesetzes - und wie es dazu kam, dass Rot-Kreuz-Schwestern davon ausgenommen wurden

Landschaftspflege - wie Landwirte und die Natur gewinnen
Kollegengespräch mit Tobias Chmura

Tierische Beziehungskiste: Fledermaus und Rotes Höhenvieh
Einmaliges Artenschutz- und Landschaftspflegeprojekt in der Oberpfalz

Nah dran: Naturschätze im Allgäu in Gefahr - an den letzten Orten unbekannter Arten
Von Georg Bayerle

Pfeffersprays und Co. ... Das Geschäft mit dem Selbstschutz boomt

Gespräch mit Arno Helfrich, Leiter des Kriminalkommissariats 105 für Prävention und Opferschutz

Wochenserie "Jeden Tag hin und zurück - Arbeitswege"

Moderation: Mathias Knappe
11.00 Nachrichten, Wetter
11.56 Werbung
Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Nah dran: Naturschätze im Allgäu in Gefahr - An den letzten Orten unbekannter Arten

Sie heißen Afterskorpion oder Gletscherglasschnecke, manche sind nur millimetergroß und praktisch nur mit der Lupe zu entdecken. Aber sie bevölkern eine der wildesten Naturlandschaften Deutschlands, die Allgäuer Hochalpen. Jenseits der "Big-Five" von Steinbock, Adler, Hirsch, Gämse und Bartgeier gibt es vor allem auf der Ebene der Kleinlebewesen hunderte von Tierarten, von denen "man" nichts weiß und die teilweise nicht nur in ihren Lebensraumzusammenhängen, sondern auch als Arten an sich noch unentdeckt sind. Da geht tatsächlich ein Skorpion wie aus dem Bilderbuch mit seinen Greifzangen auf die Jagd. Schnecken winden sich in klaffenden Spalten in der Felswand. Der Lehrer und Amateurforscher Alfred Karle-Fendt hat schon neue Schneckenarten beispielsweise in den Felsen auf 2000 Meter Höhe gefunden. Als Alpinist klettert er dafür in steilste Felsen und als Mitarbeiter des Bayerischen Schmetterlingsatlas kennt er Hunderte von Falterarten, deren Plätze er nicht verraten will. Denn wie beim Elfenbein gibt es einen Schwarzhandel mit solchen seltenen Faltern und Käfern, bei dem teils Summen in vierstelliger Höhe für ein Exemplar gezahlt werden. Mit ihm unterwegs zeigt sich: der Lebensraum Gebirge birgt heute noch ähnlich wie der Regenwald viele unbekannte Lebewesen; und noch immer gibt es kein vollständiges Bild des alpinen Ökosystems, denn immer noch tauchen neue Arten auf.