Bayern 2

Notizbuch Die Bamberger Gärtner

Donnerstag, 27.04.2017
10:05 bis 12:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

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Nah dran: Die Bamberger Gärtner - Wwrtschaften im Weltkulturerbe
Von Kirsten Zesewitz

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Moderation: Oliver Buschek

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Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Nah dran: Die Bamberger Gärtner - Wirtschaften im Weltkulturerbe

Bamberg hat eine über 500 Jahre alte Gärtnertradition - das Viertel östlich der Regnitz ist bis heute geprägt durch die typischen eingeschossigen Gärtnerhäuser, durch deren große Haustore man zunächst in die Tenne und dann in den schmalen langen Garten gelangt. Hier tut sich inmitten der engen städtischen Bebauung plötzlich eine unerwartete Weite auf - ein Reich von Gemüsebeeten, Gewächshäusern und Blumenkübeln.
Dieses Erbe war ein ausschlaggebendes Argument für die Bewerbung zum Weltkulturerbe in den 1990er Jahren. Aber wie arbeitet und wirtschaftet es sich heute, angesichts riesiger Gewächshäuser und maschinell zu bearbeitender Gemüseäcker als kleinstrukturierter Bamberger Gärtnerbetrieb?
Kaum zwanzig Gärtner gibt es noch im historischen "Gärtnerviertel" - im 19. Jahrhundert waren es über 500, die Süßholzwurzeln und Bamberger Zwiebeln wurden einst bis nach England exportiert. Die Probleme sind vielfältig: begrenzte Flächen, veraltete Technik und Infrastruktur, Konkurrenz durch Bau- und Supermärkte - und letzten Endes auch die ausbleibende Kundschaft, die nicht mehr wie früher ins Gärtnerviertel fährt, um Blumenzwiebeln und Gemüse einzukaufen. Ja selbst auf dem berühmten Grünen Markt stehen kaum städtische Bamberger Gärtner - zu teuer sind die Standgebühren.
Wie sich einige Gärtner dennoch behaupten und so eine Tradition fortführen, die Bamberg weltweit berühmt gemacht hat - davon erzählt Kirsten Zesewitz im Notizbuch "Nah dran".