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Asthma Was ist Asthma eigentlich?

Das Atmen fällt plötzlich schwer, die Luft wird knapp, Husten schüttelt den Körper - so fühlt sich ein Asthmaanfall an. „Unter Asthma bronchiale, kurz Asthma, versteht man eine chronische, also dauerhaft bestehende Entzündung der Atemwege, die zu anfallsartiger Atemnot, zu unterschiedlich stark ausgeprägter Einengung der Atemwege und zu einer Überempfindlichkeit der Bronchien führt,” definiert der Lungenfachmann Prof. Heinrich Worth.

Von: Patricia Stuchlik

Stand: 31.03.2020

Junge Frau mit Asthmaspray | Bild: picture-alliance/dpa

Man unterscheidet eine allergische Form, bei der der Patient beispielsweise auf Gräser, Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben reagiert und eine nicht-allergische Form, deren Ursachen bis heute nicht genau bekannt sind. In sehr vielen Fällen spielen aber Virusinfekte eine große Rolle. Die Schleimhaut der Bronchien von Asthmakranken neigt dazu anzuschwellen. Dadurch verengt sich der Kanal, durch den die Luft in die Lunge hinein- und hinausgeht. Das führt zu den asthmatypischen Beschwerden wie pfeifenden Atemgeräuschen, Luftnot und quälenden Husten.

Asthma oder chronische Bronchitis?

Asthma und chronische Bronchitis haben häufig ähnliche Symptome. Deshalb verwechseln oft Laien und manchmal sogar Hausärzte die beiden Krankheiten miteinander. Es gibt aber deutliche Unterschiede:

Merkmale der chronischen Bronchitis:

  • nur im Erwachsenenalter
  • Krankheitsbeginn meist ab dem 50. Lebensjahr
  • beginnt mit Husten und Auswurf
  • Ursache meist Zigarettenrauch
  • kein Zusammenhang mit Allergien erkennbar

Merkmale von Asthma bronchiale:

  • entsteht oft schon beim Kind oder Jugendlichen
  • steht oft in Zusammenhang mit Allergien
  • typische Symptome: anfallsartig auftretende Atemnot, pfeifendes Atemgeräusch, Ausatmung ist stärker behindert als Einatmung, Beschwerden bei körperlicher Anstrengung
  • Phasen, in denen keine oder nur geringe Beschwerden auftreten

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