Jetzt Kids Rich Brian

Info Rich die Rampensau startete mit 11 seine Twitter-Karriere, versuchte sich mit 12 bereits als Rapper. Als Rich Chigga - Chinese meets Nigga - eckte er aber an. Sein Debütalbum "Amen" veröffentlichte er also als Rich Brian.

Vorgestellt // Moop Mama Guerilla-Attacke auf den Pophimmel

Moop Mama sind zurück mit ihrem dritten Studioalbum. Mit der neuen Platte erfinden sie eine neue Kunstform und schießen sich in den Logenbereich der deutschen Pop-Landschaft.

Von: Florian Kreier

Stand: 28.05.2016 | Archiv

Musik für ...

... den Festival-Sommer. Schon die ersten Auskopplungen "Lösch das Internet" und "Die Erfindung des Rades" geben die Richtung vor: dicke Bässe und Bläsersätze und dazu Kenos Raps, die gleichermaßen in den Kopf und die Beine gehen. Das Gleichgewicht zwischen Party und Message halten die Münchner Brass-Hopper dabei wie gewohnt sicher.

Wikipedia weiß noch nicht, dass …

… die Münchner eine neue Kunstform erfinden: das Pressereisen-Spektakel. Für ihre Platte sind Moop Mama eine Woche durch Deutschland auf selbstgebauten BMXen unterwegs. Guerilla-Presse-Tour nennen sie das, wohl nicht ohne Augenzwinkern – denn mit Guerilla hat so eine Promo-Tour normalerweise nicht viel zu tun… es sei denn, sie sagen damit dem gegenwärtigen Boulevard-Bullshit den Kampf an. Zutrauen würden wir es ihnen.

Ihr Problem ist …

... mit ihrem neuen Album gehen Moop Mama einen weiteren Schritt in Richtung Pop. HipHop-Puristen werden das nicht unbedingt feiern, aber das hat die Rap-Kapelle wohl noch nie wirklich interessiert. Was Keno in Sachen Raptechnik und Wortgewandtheit abliefert, spricht sowieso für sich. Auch organisch-martialische Beats sowie die komplexen Bläser-Arrangements weichen diesem Realness-Totschläger elegant aus. Die Gratwanderung zwischen Underground und Mainstream ist sogar derart geschickt, dass ein ganz anderes Problem auf die Münchner zukommen könnte: eine Konzertliste, die länger ist als ihre Fahrrad-Kolonne.

Ihre neue Platte wird …

… seit Monaten sehnsüchtig erwartet - vielleicht auch wegen der schon angekündigten Feature-Gäste: Megaloh, die eigentlich aufgelösten Blumentopf und fucking Jan Delay. Das Beste ist aber: Die Dichte an schiebenden Beats und catchy Mitsing-Hooks ist so hoch, dass man über die Features auch gar kein Wort mehr verlieren muss. Es ist sogar so: Mit dem dritten Album "M.O.O.P.topia" sind Moop Mama aus dem deutschen Pophimmel nicht mehr wegzudenken. Congrats dafür!