09:48 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 16.01.2019 09:48 Uhr

Brexit-Vetrag ist im britischen Unterhaus gescheitert

London: Das Brexit-Abkommen ist im britischen Unterhaus klar gescheitert. 432 Abgeordnete stimmten dagegen und nur 202 dafür. Das war die größte Niederlage für eine Regierung im britischen Parlament in der modernen Geschichte des Landes. Nach ihrem Scheitern erklärte Premierministerin May, dass sie ihre künftigen Schritte mit den Abgeordneten absprechen werde. Unklar blieb aber, welche das sein könnten. Das Parlament gab der Regierung bis kommenden Montag Zeit, um einen Plan B vorzustellen. Zuvor muss sich May allerdings heute Abend vorraussichtlich einem Misstrauensvotum stellen. Den Antrag hatte Oppositionsführer Corbyn gestellt. May hat zwar keine Mehrheit, es wird jedoch damit gerechnet, dass sie die Vertrauensfrage übersteht.

Quelle: B2/KL/Dig 16.01.2019 09:00

Deutsche Politiker fordern Klarheit von britischer Regierung

Berlin: Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat die Politiker in Großbritannien dazu aufgefordert, jetzt ihre Position zu klären. Im Morgenmagazin von ARD und ZDF sagte er, einen ungeregelten Austritt wolle die Mehrheit offensichtlich nicht. Jetzt müssten die Briten klarstellen, was sie wollen, das wäre ein wichtiges Signal für die Märkte, für Arbeitsplätze und für die wirtschaftliche Entwicklung. Ähnlich argumentierte die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Europaparlament, Keller. Im BR sprach sie sich dafür aus, den Briten mehr Zeit zu geben und den Ausstiegstermin Ende März zu verschieben. Allerdings müsse klar sein, wofür die Verlängerung genutzt werden soll. Bundesaußenminister Maas sagte, man brauche eine Lösung und zwar schnell. Das Parlament in London müsse entscheiden, wie man aus dieser verfahrenen Situation herauskomme.

Quelle: B2/KL/Dig 16.01.2019 10:00

Kohleregionen bekommen langfristig mehr Geld

Berlin: Die vom geplanten Kohleausstieg betroffenen Regionen können langfristig mit mehr Geld vom Bund rechnen. Das sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff nach einem Spitzentreffen der Kohleländer mit Bundeskanzlerin Merkel und mehreren Ministern. Konkrete Ergebnisse brachte das Treffen aber nicht. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke forderte Zukunftssicherheit für die Kohleregionen. Notwendig seien gut bezahlte Arbeitsplätze, zusätzliche Infrastruktur mit Schiene und Straße, Wissenschaft und Kultur. Dann könne die Lausitz eine EU-Modellregion für Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaftswachstum werden, so Woidke. Die Kohlekommission soll ein entsprechendes Konzept vorlegen. Sie hatte bei dem Spitzentreffen den Stand der Dinge dargestellt und will ihre Arbeit bis 25. Januar beenden.

Quelle: B2/KL/Dig 16.01.2019 09:00

Kenais Präsident erklärt Angriff in Nairobi für beendet

Nairobi: Kenias Präsident Kenyatta hat den Angriff auf einen Hotelkomplex in Nairobi heute früh für beendet erklärt. Man habe alle Terroristen - Zitat - neutralisiert, sagte Kenyatta. 14 Menschen seien bei der islamistischen Attacke getötet worden, 700 habe man retten können. Gestern waren Bewaffnete in den Hotelkomplex in einem vornehmen Viertel Nairobis eingedrungen und hatten um sich geschossen. Die islamistische Terrorgruppe Al-Shabaab hat sich zu dem Anschlag bekannt. Sie kämpft seit Jahren in Somalia um die Vorherrschaft und verübt immer wieder Anschläge auch im Nachbarland Kenia.

Quelle: B5 16.01.2019 09:15

Regierung will Fluglärm-Grenzwerte erst später senken

Berlin: Die Grenzwerte für Fluglärm sollen offenbar später als geplant gesenkt werden. Wie die "Rheinische Post" berichtet, will die Bundesregierung die entsprechende Reform erst 2021 auf den Weg bringen. Dann sollen die Grenzwerte rund um Flughäfen um ein bis drei Dezibel sinken. In dem Fluglärmbericht, den das Kabinett heute berät, heißt es dem Blatt zufolge, dass eine vorherige Absenkung nicht empfohlen werde.

Quelle: B5 16.01.2019 06:15

Pflegebeitrag wird laut Studie erneut steigen müssen

Berlin: Der Beitrag zur Pflegeversicherung wird wohl weiter steigen müssen, um die wachsenden Kosten der alternden Gesellschaft zu decken. Das zeigt der "Süddeutschen Zeitung" zufolge eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Experten haben errechnet, dass der Pflegebeitragssatz im Zeitraum zwischen 2025 und 2045 auf 4,25 Prozent angehoben werden muss. Zu Beginn dieses Jahres ist er gerade auf 3,05 Prozent des Bruttolohns gestiegen. Die Forscher gehen davon aus, dass die Zahl der Pflegebedürftigen von zuletzt 3,3 Millionen in 16 Jahren auf fünf Millionen anwachsen wird.

Quelle: B5 16.01.2019 06:15

Seehofer weist Söders Forderung nach Neuanfang in Berlin zurück

Berlin: CSU-Chef Seehofer hat Forderungen seines designierten Nachfolgers Söder nach einem Neustart in Berlin zurückgewiesen. Seehofer sagte der "Augsburger Allgemeinen", die große Koalition arbeite gut und produziere viel Positives fürs Land. Ein Neuanfang könne sich also allenfalls auf Stilfragen beziehen, denn inhaltlich arbeite man in der Regierung bereits voll an der Realisierung des Koalitionsvertrages. Ministerpräsident Söder, der am Samstag zum neuen CSU-Chef gewählt werden soll, hatte unter anderem erklärt, die große Koalition müsse Probleme lösen und aufhören, sich in Profilstreitereien zu verheddern.

Quelle: B5 16.01.2019 06:15

Lage in den Schneekrisen Bayerns entspannt sich weiter

Garmisch-Partenkirchen: In den bayerischen Schnee-Regionen entspannt sich die Lage weiter. Nur noch in drei Landkreise gilt der Katastrophenfall. In zwei weiteren, nämlich Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen, wurde er gestern beendet. Dort konnten mittlerweile viele Straßen- und Gebäudesperrungen aufgehoben werden. Schüler in den beiden Landkreisen können heute wieder in den Unterricht. Auch die Lifte in den Skigebieten Sudelfeld, Spitzingsee-Tegernsee und Brauneck fahren wieder. Ebenso läuft der Zugverkehr im Oberland größtenteils wieder bis auf die Strecke Bayrischzell und Schliersee.

Quelle: B2/KL/Dig 16.01.2019 06:00

Deutsche Handballer nach 25:25 gegen Frankreich in WM-Hauptrunde

Berlin: Bei der Handball-WM hat Deutschland im Vorrundenspiel gegen Frankreich ein Unentschieden erzielt. Am Ende hieß es 25 zu 25. Die Franzosen erzielten den Ausgleichstreffer in der letzten Spielsekunde. Dennoch stehen die deutschen Handballer vorzeitig in der Hauptrunde der Weltmeisterschaft. Im letzten Vorrundenspiel spielen sie morgen gegen Serbien.

Quelle: B5 15.01.2019 22:15

Das Wetter: Teils bewölkt, teils sonnig, 2 bis 6 Grad

Das Wetter in Bayern: In Alpennähe und im Süden Niederbayerns freundlich, an den Alpen oft sonnig. Sonst meist bewölkt bei 2 bis 6 Grad. In der Nacht im Norden Frankens vereinzelt Regen. Tiefstwerte um minus 1 Grad. Morgen vereinzelt Regen, im Bergland Schnee. Windig bei 2 bis 7 Grad. Freitag und Samstag teils sonnig, teils bewölkt. An den Alpen und im Bayerischen Wald Freitagvormittag letzte Schneeschauer. In den Nächten 0 bis minus10, tagsüber minus 2 bis plus 3 Grad.

Quelle: B2/KL/Dig 16.01.2019 10:00