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Chronologie Kampf um einen Nationalpark Steigerwald

Seit 2007 tobt im Steigerwald zwischen Gegnern und Befürwortern der Streit um einen möglichen Nationalpark. Ein "Nachhaltigkeitszentrum" sollte eine Kompromisslösung sein. Doch die Gemüter hat das nicht beruhigt.

Stand: 29.08.2016

  • März 2007
    Buchenwald im Steigerwald | Bild: BR

    März 2007

    Idee eines Nationalparks – und gleich massiver Widerstand

    Die Idee eines Nationalparks Steigerwald kommt auf, als das Bundesamt für Naturschutz den Buchenbeständen dort eine hohe Qualität bestätigt. Der Wald soll unter Schutz gestellt werden, um am Auswahlverfahren für den Titel "Weltnaturerbe" teilnehmen zu können. Der Bamberger Landrat Günther Denzler (CSU) sieht darin eine Möglichkeit, die Region zu entwickeln. Doch gleich am Anfang regt sich massiver Widerstand. Die Gegner haben Angst, dass ihnen das Holz aus den Staatsforsten ausgeht und damit Arbeitsplätze bedroht sind.

  • April 2008
    Buchen im Staigerwald | Bild: picture-alliance/dpa

    April 2008

    Bund Naturschutz trotz Widerstände für Naturpark

    Der Bund Naturschutz will um die Ausweisung eines Nationalparks im nördlichen Steigerwald kämpfen. Es geht um das 11.000 Hektar große Gebiet. Betroffen sind aus Unterfranken die Landkreise Haßberge, Kitzingen und Schweinfurt, aus Oberfranken der Landkreis Bamberg und aus Mittelfranken der Landkreis Neustadt/Aisch-Bad-Windsheim. Das Gebiet ist nur dünn besiedelt und gehört überwiegend dem Freistaat Bayern.

  • April 2008
    Lex Steigerwald | Bild: picture-alliance / dpa

    April 2008

    Gegner formieren sich: Verein "Unser Steigerwald"

    Der Verein "Unser Steigerwald" will verhindern, dass ein Nationalpark kommt. Landwirte und Waldbesitzer fürchten um ihre Existenz, sollte der in Europa einzigartige Buchenwald ein streng geschütztes Areal werden. Jäger dürften beispielsweise nicht mehr jagen wie bisher und die Wildschweine würden den Landwirten noch größere Probleme bereiten, so die Kritiker. Auch die eingeschränkte Holznutzung in einem möglichen "Nationalpark Steigerwald", der eine Fläche von 11.000 Hektar fassen würde, wird kritisiert. Unter den Gründungsmitgliedern sind zahlreiche Bürgermeister aus Ober- und Unterfranken.

  • April 2008
    Alte Buchenbestände im Steigerwald. Die typische Buchenwald-Landschaft des Steigerwalds ist weltweit eine Rarität.  | Bild: picture-alliance/dpa

    April 2008

    Befürworter formieren sich: Freundeskreis Pro Nationalpark

    Der Zoff um einen Nationalpark Steigerwald geht in die nächste Runde: Nachdem sich die Gegner in einem Verein zusammengeschlossen haben, ziehen die Fürsprecher nach: Mehrere Umweltgruppen gründen einen "Freundeskreis Pro Nationalpark". Die Verbände vertreten in den sechs Landkreisen, in denen der Steigerwald liegt, rund 15.000 Mitglieder und wollen gemeinsam für einen Nationalpark Steigerwald werben. Der Steigerwald wäre mit seinen schützenswerten Buchenbeständen der erste Nationalpark in Franken.

  • Februar 2009
    Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf (CSU) | Bild: CSU Kitzingen

    Otto Hünnerkopf (CSU)

    Februar 2009

    Machbarkeitsstudie wird abgelehnt

    Der Bayerische Landtag setzt den Plänen für einen Nationalpark Steigerwald ein vorläufiges Ende. Der Ausschuss für Umwelt und Gesundheit lehnt die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für den von Umweltverbänden geforderten Nationalpark Steigerwald ab. Für ein Haus, das man nicht wolle, müsse man keinen Plan erstellen, sagt der CSU-Abgeordnete Otto Hünnerkopf. Der Antrag der Grünen wird damit abgelehnt. Die Studie sollte unter Einbeziehung der örtlichen Bevölkerung neben einer Eignung als Naturschutzgebiet auch die Vor- und Nachteile für die regionale Wirtschaft und den Tourismus bewerten.

  • Mai 2009
    2011: Drei-Franken-Treffen am Dreifrankenstein: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann | Bild: picture-alliance/dpa

    Joachim Herrmann (CSU) beim Drei-Franken-Treffen am Dreifrankenstein im Jahr 2011

    Mai 2009

    Kategorisches "Nein" des Innenministers zu Nationalpark Steigerwald

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bekräftigt das "Nein" zu einem Nationalpark Steigerwald. Er möchte, dass der Steigerwald "Naturpark" bleibt. Unterstützung bekommt der Innenminister von den Gegnern eines Nationalparks, die beim Drei-Franken-Treffen gegen die Pläne der Naturschützer demonstrieren.

  • Juli 2009
    Protest gegen den Nationalpark Steigerwald  | Bild: BR

    Juli 2009

    Nein zum Nationalpark

    Die Staatsregierung hat sich entschieden. Im Steigerwald wird es keinen Nationalpark geben. Grund für das Nein zum Nationalpark ist laut Staatsregierung der Widerstand vor Ort. Die meisten Kommunen und Bauern in dem fränkischen Waldjuwel wollen die land- und forstwirtschaftliche Nutzung nicht einschränken. Das aber wäre zwingend bei der Ausrufung eines Nationalparks. Das Alternativkonzept von Agrarminister Helmut Brunner (CSU) sieht nun die Errichtung eines "Zentrum für Nachhaltigkeit Wald" vor. Es soll im Jahr 2013 eröffnet werden.

  • Oktober 2009
    Ebrach im Steigerwald | Bild: Uwe Kraußer

    Ebrach im Steigerwald

    Oktober 2009

    Naturschützer öffnen Infobüro in Ebrach

    Der Freundeskreis Nationalpark Steigerwald eröffnet ein Informationsbüro in Ebrach. Mit dem Büro wollen die Naturschützer vor Ort über einen Nationalpark Steigerwald, aber auch über Ausflugsziele und die Natur vor Ort aufklären. Daneben gibt es Infos über mögliche Wanderrouten im Steigerwald, den schon bestehenden Naturpark und rund um die weitläufigen Buchenwälder, die als wichtiges Naturerbe gelten.

  • Februar 2011
    Schild mit der Aufschrift "Hände WEG vom Steigerwald" | Bild: BR

    Februar 2011

    Unterschriftenaktionen pro und contra Nationalpark

    Obwohl sie mehr als 30.000 Unterschriften für einen Nationalpark Steigerwald gesammelt haben, können Naturschützer Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) keine Zusage für das Projekt abringen. Dafür brauche es breite Unterstützung, sagt Söder. Die gebe es aber nicht. Auch die Gegner sammeln Unterschriften. Der Verein "Unser Steigerwald" übergibt 27.000 Unterschriften gegen die Schaffung des Nationalparks an Ministerpräsident Horst Seehofer.

  • Februar 2011
    Holzverarbeitung im Steigerwald | Bild: BR

    Holzverarbeitung im Steigerwald

    Februar 2011

    Steigerwald erhält Zentrum für Nachhaltigkeit

    Bayerns Forstminister Helmut Brunner (CSU) stellt in Gerolzhofen die Pläne für ein "Zentrum Nachhaltigkeit Wald" mit Sitz im Steigerwald vor. Im Januar hatte das bayerische Kabinett beschlossen, drei Millionen Euro für das Zentrum bereitzustellen. Laut Brunner soll das Infozentrum Tagungs- und Veranstaltungsort sein und daneben waldpädagogische Angebote unterbreiten. Wo und wann das neue Zentrum eröffnet werden soll, ist noch unklar. Laut Brunner unterstreiche das Projekt die Haltung der Staatsregierung, den Steigerwald auch künftig bewirtschaften zu wollen.

  • Juni 2011
    Die Entdeckung der Langsamkeit: Mit Eseln durch den Steigerwald.  | Bild: BR

    Juni 2011

    Grüne sehen Nationalpark als Wirtschaftsmotor

    Die Grünen legen eine neue Studie vor. Das Ergebnis: Eine Aufwertung des Naturparks Steigerwald zum Nationalpark brächte Investitionen im dreistelligen Millionenbereich. Während schätzungsweise mehrere Dutzend Stellen in der Forstindustrie wegfallen würden, kämen mindestens 100 bis 200 neue Arbeitsplätze allein im Nationalpark dazu, weitere im Tourismus. Kritiker bezweifeln hingegen, dass ein Nationalpark neue Arbeitsplätze in der Tourismusbranche schafft. Er locke allenfalls ein paar zusätzliche Waldexperten an – nicht aber Urlaubermassen.

  • Oktober 2011
    Handthal im Steigerwald | Bild: BR

    Handthal im Steigerwald

    Oktober 2011

    Zentrum für Nachhaltigkeit kommt nach Handthal im Landkreis Schweinfurt

    Das sogenannte "Zentrum für Nachhaltigkeit Wald" wird in Handthal (Lkr. Schweinfurt) gebaut. Der Ort mit 126 Einwohnern und sechs Gasthäusern hat sich gegen neun Bewerber durchgesetzt und bekommt das Infozentrum für rund drei Millionen Euro. Das Nachhaltigkeitszentrum kostet nach Angaben des bayerischen Kabinetts bis zu 3,5 Millionen Euro.

  • Mai 2012
    Steigerwald bei Ebrach - junge Kröte auf einer mit Moos bewachsenen Buche | Bild: picture-alliance/dpa

    Steigerwald bei Ebrach

    Mai 2012

    "Mini-Nationalpark" als Kompromiss?

    Der Bund Naturschutz will weiter einen Nationalpark. Die Staatsregierung hat diese Pläne bereits abgelehnt. Nun legt der Umweltverband nach und fordert zumindest ein Mini-Naturschutzgebiet im Steigerwald. Die kleinere Lösung sieht ein mindestens 1.000 Hektar großes nutzungsfreies Naturschutzgebiet im oberfränkischen Teil vor. Die Gemeinde Ebrach und der Landkreis Bamberg sprechen sich ebenfalls dafür aus. Der Vorschlag liegt nun bei der Regierung von Oberfranken, die prüfen muss, ob das Gebiet des ehemaligen Klosterwaldes als schützenswert gilt.

  • November 2013
    Erste Waldführung des Vereins "Nationalpark Steigerwald" in Handthal | Bild: BR-Mainfranken/Achim Winkelmann

    November 2013

    Naturwald statt Nationalpark

    Das Landratsamt Bamberg will ein großes Gebiet im Steigerwald unter Schutz stellen. Angrenzende Waldbesitzer wehren sich dagegen – der Bund Naturschutz stellt sich hinter das Projekt. Der Wald mit einer Fläche von 775 Hektar liegt zwischen Ebrach (Lkr. Bamberg) und der Gemeinde Rauhenebrach (Lkr. Haßberge). Künftig soll dort unter anderem die Waldbewirtschaftung und das Befahren mit Fahrzeugen aller Art verboten sein. Auch die Schädlingsbekämpfung mit chemischen Mitteln, das Anbringen von Schrifttafeln oder das Verlegen von Leitungen wird untersagt.

  • Dezember 2013
    Rudolf Handwerker, Landrat des Landkreises Haßberge | Bild: Landratsamt Haßfurt

    Dezember 2013

    Welterbe statt Nationalpark

    Landrat Rudolf Handwerker (Lkr. Haßberge) möchte, dass der Steigerwald in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wird und hofft auf Zustimmung in der Bevölkerung. In einem offenen Brief plädiert der Landrat für die Bewerbung des Steigerwalds als Weltnaturerbe. Bereits fünf deutsche Buchenwaldgebiete sind dort seit 2011 verzeichnet. Der Steigerwald habe dieselbe Qualität wie diese Weltnaturerbestätten.

  • April 2014
    Günther Denzler (CSU), Ex-Landrat Bamberg | Bild: picture-alliance/dpa

    April 2014

    Naturschutzgebiet zum Abschied

    Der Bamberger Landrat Günther Denzler (CSU) weist kurz vor Ende seiner Amtszeit im Nordwesten der Steigerwald-Gemeinde Ebrach ein 775 Hektar großes Schutzgebiet aus. Naturschützer sind begeistert, doch es regt sich Widerstand. Nach dem Verein "Unser Steigerwald" will auch die Stadt Gerolzhofen im Landkreis Schweinfurt gegen das Naturschutzgebiet "Der Hohe Buchene Wald" vorgehen. Die Verordnung wird kurzzeitig außer Vollzug gesetzt. Dies bezeichnen die Grünen im Landtag "als Akt reiner Willkür". Das Naturschutzgebiet bleibt aber bestehen.

  • Mai 2014
    Kathi Petersen (SPD) | Bild: BayernSPD

    Mai 2014

    Erneut Machbarkeitsstudie gefordert

    Die Schweinfurter SPD-Landtagsabgeordnete Kathi Petersen spricht sich für mehr Bürgerbeteiligung in der Diskussion um den Nationalpark Steigerwald aus. Sie fordert von der Bayerischen Staatsregierung eine Machbarkeitsstudie.

  • Juni 2014
    Über den Wipfeln des Steigerwalds | Bild: BR

    Juni 2014

    Umfrage: Mehrheit stimmt für einen Nationalpark

    Eine Mehrheit der befragten Personen aus der Steigerwaldregion befürwortet einen Nationalpark. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage, die der Bund Naturschutz beauftragte. Die Befürwortung aus den Städten liegt bei über 70 Prozent, in den Landkreisen dagegen nur bei 38 Prozent. Würde die Brennholzversorgung der örtlichen Bevölkerung gesichert, würden sich auch hier mehr Menschen für einen Nationalpark aussprechen, ergibt die Umfrage weiter.

  • Juni 2014
    Erste Waldführung des Vereins "Nationalpark Steigerwald" in Handthal | Bild: BR-Mainfranken/Achim Winkelmann

    Erste Waldführung des Vereins "Nationalpark Nordsteigerwald"

    Juni 2014

    Verein "Nationalpark Nordsteigerwald" gründet sich

    In Untersteinbach, einem Ortsteil von Rauhenebrach (Lkr. Haßberge), gründet sich derweil der Verein "Nationalpark Nordsteigerwald". Die Mitglieder wollen dafür kämpfen, dass der Nationalpark doch noch realisiert wird.

  • September 2014
    Zentrum Nachhaltigkeit Wald in Handthal | Bild: BR-Studio Franken/Markus Klingele

    September 2014

    Nachhaltigkeitszentrum wird eröffnet

    Nach zwei Jahren Bauzeit eröffnet der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner das Nachhaltigkeitszentrum. Rund drei Millionen Euro hat der Freistaat hier investiert, damit Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Kursen, bei Führungen und Erlebnisangeboten möglichst viel über Umweltschutz und schonenden Umgang mit Ressourcen rund um das Thema Wald und Forst erfahren können. Naturschützer kritisieren, dass sich das Zentrum nur auf den Wirtschaftswald konzentriert und dass die Vorzüge eines Schutzgebietes komplett ausgeklammert werden.

  • März 2015
    Buchenwald im Steigerwald | Bild: BR

    März 2015

    Schutzgebiet im Steigerwald Geschichte?

    Das Bayerische Umweltministerium und der Landtag haben eine Änderung des Naturschutzgesetzes abgesegnet. Nur noch die Bezirke dürfen Flächen von über zehn Hektar schützen. Damit ist wohl auch das aktuelle Schutzgebiet im Steigerwald Geschichte, denn die Gesetzesänderung soll auch rückwirkend gelten – eine rechtsstaatlich fragwürdige Entscheidung.

  • Mai 2015
    Buchen im Staigerwald | Bild: picture-alliance/dpa

    Mai 2015

    Notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht

    Es ist offiziell: Die Bezirksregierung Oberfranken will das Schutzgebiet Steigerwald abschaffen. Sie hat ein Aufhebungsverfahren eingeleitet. Die Gegner des Schutzgebiets befürchten wirtschaftliche Verluste, weil der Wald nur noch eingeschränkt genutzt werden könne. Der Bund Naturschutz droht, alle möglichen Rechtsmittel auszuschöpfen, um die Aufhebung zu verhindern, "notfalls durch alle Instanzen bis zum Bundesverwaltungsgericht".

  • Juni 2015
    Buchen im Steigerwald | Bild: picture-alliance/dpa

    Juni 2015

    Schützen und Nützen

    Die Fraktionen der SPD und Grünen im Bayerischen Landtag wollen eine Machbarkeitsstudie zu einem möglichen Nationalpark Steigerwald. CSU und Freie Wähler lehnen einen Nationalpark und verhinderten in der Abstimmung im Umweltausschuss die Studie. Nach dem Grundsatz "Schützen und Nützen" wollen Freie Wähler und CSU den Holzeinschlag im Steigerwald gewährleisten und sprechen sich deshalb erneut gegen Nationalpark und Schutzgebiet aus.

  • August 2015
    Steigerwald bei Ebrach - junge Kröte auf einer mit Moos bewachsenen Buche | Bild: picture-alliance/dpa

    August 2015

    Naturschutzgebiet wird aufgelöst

    Im langen Streit um das Schutzgebiet im Steigerwald müssen die Naturschützer eine Niederlage hinnehmen: Der "Hohe Buchene Wald" bei Ebrach mit 800 Hektar steht ab September nicht mehr unter Naturschutz. Die endgültige Entscheidung hat aber nicht der Bezirk getroffen, sondern das Umweltministerium. Der Naturschutzbeirat des Bezirks hatte sein Veto eingelegt.

  • August 2015
    Steigerwald | Bild: BR

    August 2015

    Bund Naturschutz klagt

    Der Bund Naturschutz (BN) bezeichnet die Aufhebung des knapp 800 Hektar großen Schutzgebiets im Steigerwald durch die Regierung von Oberfranken als rechtswidrig. Nun wollen die Naturschützer gegen die Aufhebung gerichtlich vorgehen. Bei einer Auflösung des Schutzgebietes drohe der Einschlag dicker, alter Bäume im großen Stil, die noch zu tausenden im Schutzgebiet vorkämen, befürchtet der BN.

  • August 2015
    Buchenwald im Steigerwald | Bild: BR

    August 2015

    Kein Holzeinschlag

    Der Bund Naturschutz und der Landesbund für Vogelschutz haben einen Eilantrag gegen den Holzeinschlag im ehemaligen Schutzgebiet "Hoher Buchener Wald" vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht gestellt. Sie befürchten, dass ab September im Gebiet großflächig abgeholzt werden könnte. Die Staatsforsten geben Entwarnung: Abholzung sei nicht geplant und teile des Walds würden in ein bestehendes Schutzkonzept integriert. Die Naturschützes halten das für einen "Marketing-Gag".

  • Oktober 2015
    Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf sitzt auf der Regierungsbank im Landtag | Bild: picture-alliance/dpa/Sven Hoppe

    Oktober 2015

    Naturschutzgebiet rechtswidrig?

    Der Steigerwald erfülle nicht die Voraussetzungen für ein Naturschutzgebiet, sagte die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) im Umweltausschuss des Landtages. Von der Opposition gab es scharfe Kritik.

  • Oktober 2015
    Schild mit der Aufschrift "Hände WEG vom Steigerwald" | Bild: BR

    Oktober 2015

    UNESCO-Titel statt Nationalpark?

    Weltkulturerbe oder Weltnaturerbe im Steigerwald? Beide Optionen bleiben laut Bayerns Umweltministerin Ulrike Schaft vorerst auf dem Tisch. Ein Nationalpark Steigerwald hingegen war kein Thema bei der Regionalkonferenz in Bamberg. Befürworter des Nationalparks halten wenig von den Plänen, einen UNESCO-Titel anzustreben.

  • April 2016
    Buchen im Steigerwald | Bild: picture-alliance/dpa

    April 2016

    Klage gegen die Schutzgebiet-Aufhebung

    Der Verein "Nationalpark Nordsteigerwald" will gegen die Aufhebung des Schutzgebietes "Hoher Buchener Wald" klagen. Auch andere Umweltverbände wie der Bund Naturschutz hatten die Aufhebung kritisiert und schon im Vorjahr mit Klagen gedroht.

  • Juli 2016
    demonstration befürworter | Bild: picture-alliance/dpa

    28. Juli 2016

    Gerichtshof lehnt Klage ab

    Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München lehnt die Anträge von Bund Naturschutz (BN) und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) ab. Mit der schriftlichen Begründung des Urteils ist frühestens im September zu rechnen, so ein Sprecher des Gerichtshofs. Die Naturschutzverbände wollen nun Revision beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig einlegen.

  • August 2016
    Baumwipfelpfad Steigerwald  | Bild: Bayerische Staatsforsten/Hertel

    August 2016

    Dritter Nationalpark: JA. Steigerwald: NEIN

    Umweltministerin Ulrike Scharf erläutert in München, wo ein dritter bayerischer Nationalpark entstehen könnte. Dass dieser kommt, hatte das Kabinett Ende Juli bei der Klausur der Staatsregierung am Tegernsee entschieden. Gleichzeitig hat Ministerpräsident Horst Seehofer dabei den Steigerwald ausdrücklich als Standort ausgeschlossen. Stattdessen sind nun die Rhön und der Spessart im Gespräch.


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