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Stellenabbau bei Airbus Helicopters Werk in Donauwörth nicht betroffen

Vor wenigen Tagen kündigte Airbus Helicopters einen umfangreichen Stellenabbau an. Der Hubschrauberhersteller will mehrere hundert Jobs streichen. Das Programm betrifft aber nur die französischen Standorte. Im bayerischen Werk in Donauwörth sollen keine Arbeitsplätze wegfallen. Allerdings wird dort umgebaut, vor allem in den Forschungsabteilungen.

Von: Stephan Lina

Stand: 30.10.2016

Werk in Donauwörth | Bild: picture-alliance/dpa

In Donauwörth war die Verunsicherung in den vergangenen Monaten groß. In der Belegschaft war von einem Abzug ganzer Entwicklungsabteilungen die Rede. Tatsächlich wird die Forschung umgebaut. So sollen dutzende Ingenieure frei werden. Experten, die sich bisher mit sogenannten dynamischen Systemen beschäftigt haben - also zum Beispiel dem Rotorkopf - sollen künftig an anderen Technologien arbeiten. Das teilte Wolfgang Schoder, Deutschlandchef von Airbus Helicopters, mit:

"Wir wollen Redundanzen, also Doppelungen, auflösen, die wir heute an den beiden Standorten in Donauwörth und Marignane haben. Damit wollen wir nicht Arbeitsplätze abbauen, sondern Arbeitsplätze frei machen, um damit in neue Technologien, in unsere Zukunft und in unsere Wettbewerbsfähigkeit zu investieren"

. Wolfgang Schoder, Airbus Helicopters

Konkret will man in Donauwörth am sogenannten City-Airbus forschen. Dahinter steckt die Idee einer Art Lufttaxi. Das wäre ein kleiner Hubschrauber, der zunächst mit Pilot und später autonom Passagiere durch Großstädte fliegt, um den Straßenverkehr zu entlasten. Für ein solches Konzept sieht man im Airbus-Konzern weltweit großes Interesse, vor allem in asiatischen Metropolen. Erste Prototypen könnten schon in wenigen Jahren fliegen.


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