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1866 Das vergessene Schicksalsjahr

War da was? In der Flut von Jahrestagen ist der "deutsche Krieg" von 1866 beinahe untergegangen. Entschieden wurde der Krieg durch die bis dahin größte Schlacht der Weltgeschichte, deren Ausgang den Verlauf der deutschen Geschichte bestimmte - und das Verhältnis von Bayern, "Preißn" und Österreichern für Jahrzehnte vergiftete.

Von: Michael Kubitza

Stand: 02.10.2016

Schlacht bei Königgrätz, 1866. Aufnahmedatum: 03.07.1866 Grafische Darstellung der Schlacht bei Königgrätz, während der die Preußen (re.) unter Generalstabschef von Moltke über die Österreicher (li.) unter L. von Benedek den entscheidenden Sieg im Preußisch-österreichischen Krieg errangen. | Bild: SZ Photo/Süddeutsche Zeitung Photo

Der 3. Oktober markiert den Beginn einer neuen Ära. "Heiß" ist der Krieg nur sieben Wochen im Sommer 1866. Doch erst am 3. Oktober ist er rechtsgültig vorbei. In Wien wird das blutige Machtgerangel zwischen Preußen, Österreich und Italien am Verhandlungstisch beendet. Die politische Landkarte Mitteleuropas sieht ab sofort anders aus.

Begonnen hatte der Krieg - sein deutscher Anteil - sieben Monate zuvor in Berlin, im Ministerrat. Mit großer Mehrheit wird beschlossen: Preußen führt Krieg gegen Österreich!
In Bayern kommt die Nachricht ungefähr so an wie bei Oskar Maria Graf, der seinen Gendarm Birzlinger den neuen Aushang im Gemeindekastl wie folgt erläutern lässt:

"'Da Kaisa und da König vo Preißn hob'ns si z'kriagt ... Da Preiß wui nimma parriern, drum geht's o gega dö Hammeln. Ois muaß eirucka, wos militärpflichtig is' ... Posthalter und Bürgermeisterin schauten ihn an und sagten: 'Soso ..!'"

Oskar Maria Graf, Anno 1866 (in: Die Chronik von Flechting)

Noch zwei Jahre zuvor hatten Österreich, Preußen und Bayern (mitsamt dem Gendarm Birzlinger) als Verbündete gekämpft - im deutsch-dänischen Krieg von 1864, um dessen Beute jetzt gestritten wurde. Gott selbst, so Preußens König Wilhelm I., habe ihm den Weg in den Krieg gewiesen. Nicht ganz unbeteiligt: Bismarck, der schon lange überzeugt ist, dass die beiden Mächte "einer dem anderen die Luft vor dem Munde fortatmen", und Heereschef Helmuth von Moltke, dessen Planspiele auf einen Überraschungskrieg mit Sachsen als erstem Opfer zielten.

Eine Spannung, die sich jetzt entladen will

Einer von vielen Schauplätzen des Krieges: Die Schlacht bei Uettingen, Unterfranken

Allen Beteiligten war klar, dass es nicht wirklich um die Verwaltung der Herzogtümer Schleswig und Holstein ging. "Wie eine tektonische Spannung", so der Historiker Klaus-Jürgen Bremm, hatte sich ein Missverhältnis von politischer Ordnung und innerer Stärke in Mitteleuropa aufgebaut. Auch das missglückte Attentat, das ein radikaler Pazifist am 7. Mai auf Bismarck verübt, kann das folgende Beben nicht aufhalten.

Der Vielvölkerstaat Österreich, der im Deutschen Bund seit 1815 den Vorsitz hatte, war zu groß und zu amorph, um in "Deutschland" aufzugehen, Preußen zu machtbewusst, um auf Dauer die zweite Geige zu spielen. Dazwischen die vielen kleinere Staaten, die es nicht schafften, sich zu einem Machtblock zusammenzuschließen, die aber doch auch da waren.

Preußens Krieg und Bayerns Anteil

Das Königreich Bayern lag mitten im Geschehen - machtpolitisch freilich am Rande des Erdbebengebiets. Als der "deutsche Bruderkrieg" Bayern erreichte, war die entscheidende Schlacht schon geschlagen: Königgrätz, mit 500.000 Soldaten die bis dahin größte der Geschichte. Obwohl die Heere Preußens und der Österreicher mit ihren Verbündeten fast gleich stark waren, war der Ausgang deutlich: Schon Anfang Juli 1866 war die "verderbliche Nebenbuhlerschaft" (Meyers Konversationslexikon 1885) faktisch beendet, Habsburg raus aus dem Reich, die Hohenzollern die alleinige Vormacht des werdenden Deutschland.

Bilder eines Krieges: 1866 - so schnell schossen die Preußen wirklich

Geschlagen, nicht zerschlagen

Bayern, das seit den Napoleonischen Kriegen immer auf der strategisch günstigen Seite gekämpft hatte, stand diesmal als Verbündeter Österreichs auf verlorenem Posten. Seine militärische Bedeutung schätzte die preußische Generalität dabei durchaus richtig ein.

"Das für den Krieg so wenig vorbereitete Bayern ist mit Rüstung, Mobilmachung und Konzentration seiner 40.000 Mann aller Wahrscheinlichkeit nach noch nicht fertig, wenn schon die erste Schlacht zwischen Oesterreich und Preußen geschlagen wird."

Helmuth von Moltke in einer Denkschrift vom 2. April 1866

Am 10. Mai machten die Bayern mobil, am 22. Juni waren sie dann am Start. Doch die Verbündeten fanden buchstäblich nicht zueinander. Einige Schlachten und fast 5.000 bayerische Tote später schlossen Preußen und Bayern am 31. Juli im oberfränkischen Städtchen Gräfenberg einen Waffenstillstand. Die Verhandlungen gingen für Bayern glimpflich ab: Das Königreich zahlte gerade so viel Reparationen wie die Stadt Frankfurt.

Chronologie: Von der Mobilmachung bis zum Frieden von Wien

Krieg ohne Namen

Im bayerischen Sprachgebrauch ist 1866 "der letzte Kriag, wo mia no auf Preißn ham schiaßn derfa." Preußisch-österreichischer Krieg? Deutscher Bruderkrieg? Wie sehr sich die Sicht des preußischen Siegers durchsetzte, zeigt sich darin, dass die damals gängige Bezeichnung "preußisch-deutscher Krieg" schnell außer Gebrauch kam: der Gegensatz zwischen Preußen und Deutschland war spätestens 1871 aufgehoben, die Erinnerung an die Schlacht - anders als etwa Waterloo, die Völkerschlacht bei Leipzig oder Verdun - zur nationalen Sinnstiftung ungeeignet.

Für viele Militärstrategen der Zeit heißt der Krieg von 1866 schlicht "Königgrätz" - ein Superlativ, zugleich episches Schlachtenpanorama und klassische Entscheidungsschlacht, entschieden durch die bessere Strategie, Technik, Logistik. Für das politisch gebildete Bürgertum ist es die (Vor-)Entscheidung der "Deutschen Frage".

Und für die einfachen Soldaten?

Im Lazarett von Königgrätz

"Für die Soldaten aller Armeen blieb der feindliche Soldat einfach nur der Widersacher, der einem unter Umständen ans Leder wollte. Gewiss eine extreme Ausnahme war der bayerische Jäger, der in einem Kissinger Hotelzimmer hoffnungslos von Angreifern umstellt, jeden „preußischen Pardon“ ablehnte und sich lieber totstechen lassen wollte, was dann auch geschah. (...) Gerade Soldaten aus ländlichen Räumen, die es gewohnt waren, sich mit den jungen Leuten der Nachbarorte bei jeder Gelegenheit zu raufen, auch unter Inkaufnahme böser Verletzungen, konnten mit der Idee eines einigen deutschen Volkes wenig anfangen. Entscheidend für sie war stets die Primärgruppe, das Dorf, die Handwerksgemeinschaft und schließlich im Krieg die eigene Korporalschaft."

Klaus-Jürgen Bremm: 1866. Bismarcks Krieg gegen die Habsburger

Spätfolgen: Treffen sich ein Bayer, ein Österreicher und ein Preuße ...

Die meisten, die hier kämpfen, kommen anders aus dem Krieg, als sie hineingezogen waren. Ein Beispiel ist Bayerns Kronprinz Otto, für den die Kriegserfahrung zum Trauma wird, von dem er sich nicht mehr erholt.

"Otto war ein leidenschaftlicher Militär, schon als Kind heißt es bei seiner Mutter, dass er immer leidenschaftlich mit Zinnsoldaten gespielt habe. Nur, wie er dann in den Krieg musste, relativ jung, hat er feststellen müssen, dass eben die richtigen Soldaten keine Zinnsoldaten sind."

Jean Louis Schlim, Historiker und Sammler

Karikatur: der Deutsche Bund wird zu Grabe gegraben

Nach 1866 wächst (Klein-)Deutschland zusammen. Das schlechte Gewissen vieler Deutscher gegenüber den abgeschossenen und ausgeschlossenen Österreichern gerinnt 1914 zur "Nibelungentreue", 1938 zur "Heim-ins-Reich"-Propaganda Hitlers.

Paradox: Zur gleichen Zeit verfestigen sich die zuvor eher latenten Animositäten zwischen Bayern, Österreichern und Preußen zu handfesten Zerr- und Feindbildern, die den katholisch-protestantischen Kulturkampf befeuern und nicht selten rassistische Untertöne tragen. Die Abneigung ist noch in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs spürbar, wo ein Preuße sich schon mal als Thüringer ausgeben muss, um von bayerischen Lazarettärzten behandelt zu werden.

Bazis, Ösis, Piefkes: Fünf Schlaglichter

Ums Amt gebracht: König Otto von Bayern ..............................................

Es sei kein Abschied, denn in Gedanken sei er bei ihnen, beschied König Ludwig II. seine ausrückenden Truppen. An die Front ging er nicht - anders als seine drei Nachfolger.

Marie von Bayern, Söhne Ludwig (l.) und Otto

Kronprinz Otto - nur zwei Jahre jünger als der König - wird mit 18 zum Hauptmann befördert. Das Kriegserlebnis setzt dem psychisch Kranken massiv zu, kostet ihn vielleicht den Thron: "Danach wirkte der Prinz häufiger unkonzentriert, geistesabwesend und zerfahren. Manchmal zitterte er, wie von kalten Schauern geschüttelt. Er sah Dinge und Personen, die nicht vorhanden waren und wandelte sich zu einem ängstlichen und weinerlichen Melancholiker", so Alfons Schweiggert in seiner Biografie "Bayerns unglücklichster König".

Am 16. März 1878 wird Otto entmündigt, an seiner Stelle regiert ab 1886 sein Onkel Luitpold, der 1866 als Kommandeur der 3. Division die Reformbedürftigkeit des bayerischen Heeres erfahren hat. Luitpold kommt weitgehend unbeschadet davon; schlechter ergeht es seinem Sohn und Nachfolger Ludwig.

Unter Schmerzen verbündet: König Ludwig III. ........................................

Zeitgenössische Illustration

Die direkteste Begegnung mit den Preußen hat Ludwig III. Der Vetter und nach 1913 Nachfolger des Märchenkönigs fängt sich bei Königgrätz eine preußische Kugel ein, die ihm zeitlebens schmerzhaft im Bein stecken wird.

Der letzte Wittelsbacher auf dem Thron - von jeher "großdeutsch" eingestellt - heiratet später demonstrativ eine österreichische Prinzessin. Sein Verhältnis zu Wilhelm II. ist mies; als Kronprinz verursacht Ludwig einen diplomatischen Eklat, als er erklärt, die Bayern seien "Verbündete, nicht Vasallen" des Kaisers. Dennoch folgt er Wilhelm 1914 widerspruchslos in den Weltkrieg.

Großmaul und Preußenfresser: Ludwig Thoma .......................................

Ludwig Thoma

Noch ist nicht erwiesen, wo es das erste Mal auftauchte. Sicher ist: Nach 1867 ist das Wort vom "Saupreiß" in aller Munde, auch in der Zeitung. Zu den hungrigsten Preußenfressern zählt der im Jahr nach dem deutschen Krieg geborene Ludwig Thoma. "Der Preuße" tritt bei ihm meist in der Rolle des arroganten Besserwissers oder servilen Untertanen auf, besonders gern als Militarist - ein Bild, das nicht nur in Bayern auf größte Resonanz stößt.

In seinen Provinzpossen "Nachbarsleute" (1913) schildert Thoma die "Dürnbucher Revolution, welche sich Anno 67 durch den Preußenhaß zugetragen hat." Anlass ist ein Militärgesetz, das das bayerische Heer (in Kriegszeiten) dem preußischen Oberbefehl unterstellt; Leidtragender ist der einzige Preuße im Ort - "ein windiger Buchbindergeselle, der hat das Maul so preußisch spitzen können, daß es einem siedig heiß geworden ist." Die Szene ist erfunden, aber nicht weit hergeholt.

Verhasster Taktgeber: Johann Gottfried Piefke ........................................

Johann Gottfried Piefke | Bild: Hauptstaatsarchiv Stuttgart

Die österreichische Variante des "Saupreiß" ist der "Piefke". Der erste so geschmähte ist der Militärmusiker Johann Gottfried Piefke, Komponist des "Königgrätzer Marsches" - heute besser bekannt als Sauflied mit dem Text "Wir ham den Kanal noch lange nicht voll". Damals feierte der Marsch den Triumph über Österreich.

Ob sein Name sich tatsächlich bei einer Militärparade in Gänserndorf bei Wien zum Schimpfwort wurde, als das Publikum "Die Piefkes kommen!" gerufen haben soll, ist umstritten. Unstrittig: wann immer sich Ösis über den Nachbarn im Norden (einschließlich Bayern) mokieren, ist der "Piefke" nicht weit - zuletzt bei den "Anti-Piefke-Demos" gegen zu viele deutsche Studenten an österreichischen Unis. Längst legendär: Felix Mitterers TV-Groteske "Die Piefke-Saga".

Stets zu Diensten: die Adenauers ...............................................................

Typisch deutsch? Adenauer als Gartenzwerg

Die Beschleunigung der deutschen Geschichte zeigt sich in zwei Generationen einer rheinischen Bauers- und Bäckersfamilie. Der Vater opfert als Feldwebel im Dienst Preußens bei Königgrätz seine Gesundheit (obwohl die Militärmacht Preußen in der Gegend nur unwesentlich beliebter ist als in Bayern, was etwa der Kölner Karneval zum Ausdruck bringt). Später wird reüssiert er als Kanzleirat. Der Sohn dieses Johann Conrad Adenauer gelangt als Oberbürgermeister von Köln zu Macht und Popularität und wird erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Der "Alte" und sein Senior: Ihre Lebenszeit überspannt mit Deutschem Bund, Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Zeit und Bundesrepublik nicht weniger als fünf politische Aggregatzustände eines Gemeinwesens.

"1866 war man noch Preuße, Bayer oder Sachse – und danach erst Deutscher gewesen. Bei Bismarcks Tod 1898 hatte sich diese Rangfolge bereits eindeutig umgekehrt."

Klaus-Jürgen Bremm: 1866. Bismarcks Krieg gegen die Habsburger

Ausstellungstipp

Das Armeemuseum Ingolstadt widmet dem Thema eine umfassende Sonderausstellung Nord gegen Süd. Der Deutsche Krieg 1866

Zum Weiterlesen

Klaus-Jürgen Bremm: 1866. Bismarcks Krieg gegen die Habsburger, Theiss Verlag 2016.


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Barbara, Samstag, 01.Oktober 2016, 20:15 Uhr

6. Die größten Kriegstreiber waren doch immer Männer!

Napoleon, Hitler, Friedrich der Große z. B. waren lauter größenwahnsinnige Kriegstreiber! Natürlich gab es auch vorbildliche Herrscher, wie z. B. Kaiser Heinrich, unter dessen Regierungszeit es keinen einzigen Armen im Reich gab. Zur Zeit des Kaiser Augustus gab es keinen einzigen Krieg!

Barbara, Samstag, 01.Oktober 2016, 15:58 Uhr

5. Es waren immer Männer, die Kriege geführt haben.

Da hat sich bis heute nichts geändert! Wie beim Hahnenkampf: jeder will "der Stärkere" sein!

  • Antwort von Schorsch, Samstag, 01.Oktober, 17:32 Uhr

    @Barbara: So ist das ja nun wirklich nicht. Es gibt auch genügend blutrünstige Frauen, man denke nur an Katharina die Große. Aber Frauen neigen naturgemäß weniger zum Schwert, sondern eher zum Gift.

  • Antwort von Willem Riemersma, Samstag, 01.Oktober, 17:55 Uhr

    Weil beinahe ausschliesslich Männer solche Posten innehatte. Um über Krieg oder Frieden zu entscheiden.
    Eine Statistik in dem Falle das es nur Frauen gewesen wären, ist nicht da. Weil nicht historisch.
    Aber wenn sie da waren, scheuten auch sie den Befehl zum Krieg nicht. Man denke an Cleopatra, Katharina der Grosse, die Englische Tudors.
    Aber mein Gefühl sagt, dass Sie letztenendes warscheinlich recht haben. In jeder Frau, oder Mutter oder nicht, steckt von wegen Biologie ein Kern an Mütterlichkeit, erkannt und gewollt, oder nicht.
    Aber, wehe dem, der ihre Kinder bedroht! Das Muttertier verteidigt sie rücksichtslos.
    Nur, Angriff ohne Not, nein , dass denke ich nicht, dass Frauen das machen würden. Darin bin ich mit Ihnen einig. Meistens, zumindest.

  • Antwort von Schorsch, Samstag, 01.Oktober, 18:38 Uhr

    Königinnen sind keine Muttertiere und wenn doch, so wie Maria Theresia, dann versagen sie auf voller Linie. Gefühle sind ganz schlechte Ratgeber für eine Regentschaft. Das sieht man ja auch schon an der aktuellen Kanzlerin, die (angeblich) vor Mitgefühl geradezu wabert und Deutschland ins Unglück führt.

  • Antwort von Willem riemersma, Samstag, 01.Oktober, 19:30 Uhr

    Muss ich ihnen recht geben das Königinnen keine Muttertiere sind. Und versagen können. War hier auch sinnbildlich gemeint. Hätte ich näher explizieren sollen.
    Aber ich sprach von Mütterlichkeit, und Sie Sprachen vom Kriege führen. Das heisst Angriffskriege, weil nur die "Starkere" solche kriege führen können, wie Sie implizit angaben. Solche Kkriege 'traue' ich Frauen generell nicht zu. Aber eine genügend zu kwantifizieren historischen Prüfung gibt 's nicht.
    Es muss also bei einme Gedankenexsperiment bleiben.
    Ich danke Sie für diese zur nähere Reflexion ausladenden Gedankenaustausch. Solche Themen verdienen eigentlich mehr Zeit und Gespräch.
    Hoffentlich findet ihre Frau Bundeskanzlerin Merkel dafür die Zeit, oder nimmt Sie einfach die Zeit. Um nicht nur aus Mitgefühl zu handeln, aber auch mit nüchternen Fakten und rationelle Überlegungen Herz und Verstand in richtiger Balance zu bringen. Für Euch, und indirekt auch für uns, als Ihren Nachbarn in die Niederlande.

seppl, Samstag, 01.Oktober 2016, 14:15 Uhr

4.

Sinnloser Krieg wie 1870/71, 1914-18, 1939-45.

  • Antwort von Münchner1977, Samstag, 01.Oktober, 19:27 Uhr

    Kriege sind unterm Strich immer sinnlos.
    Viel schlimmer ist aber, dass wir heute, also die " Menschheit" nicht viel weiter ist im 21. Jahrhundert. Heute meuchelt man wieder Hunderttausende dahin, nur weil der Glauben nicht passt. Oder aus anderen schwachsinnigen Gründen. Wir Zentraleuropäer wissen gar nicht wie gut es uns geht. Und was uns ein vereinigte Europa überhaupt gebracht hat. Oder will sich heute einer noch vorstellen auf Franzosen schießen zu müssen......

Miiich, Samstag, 01.Oktober 2016, 09:13 Uhr

3. Die Verhandlungen gingen für Bayern glimpflich ab ?

"Das Königreich zahlte gerade so viel Reparationen wie die Stadt Frankfurt". Eine mehr als gewaltige Summe für die nun preußische Stadt Frankfurt !
Immerhin waren es damals 30.000.000 Gulden aus Bayern , sowie das Bezirksamt (heute Landkreis) Gersfeld in der Rhön, das Bezirksamt Orb und die Exklave Kaulsdorf . Das (damals wesentlich größere) Österreich zahlte 40.000.000 Taler (=70.000.000 Gulden) .Aber dem Königreich Hannover (=Niedersachsen) und Kurhessen erging es noch schlimmer. Sie wurden gänzlich von der Landkarte getilgt und zur preußischen Provinz degradiert.
Am schlimmsten und gewichtigsten für Bayern war aber das aufgezwungene Schutz und Trutzbündnis mit Preußen, dass die Bayerische Armee im "Verteidigungsfall" unter den Befehl des Preußischen Königs stellte. Ein erster, gewaltiger Souveränitätsverlust.
Diesen "Verteidigungsfall" provozierte Bismarck bereits 4 Jahre später von Langer Hand geplant mit seiner "Emser Depesche" um sein Preußen-Deutschland 1871 vollenden zu k

drnachdenga, Samstag, 01.Oktober 2016, 08:59 Uhr

2. 3. Oktober

Ist der Friedensschluss vom 3. Oktober 1866 die Grundlage für die Wahl des Tags der Deutschen Einheit am gleichen Datum? Ich frage mich seit langen, wieso Kohl und Co. genau dieses Datum gewählt haben.

  • Antwort von Herbert, Samstag, 01.Oktober, 12:07 Uhr

    Soviel ich weiß, war der 3.Oktober reiner Zufall. Die Wiedervereinigung sollte so schnell wie möglich, beim frühestmöglichen Datum, über die Bühne gehen. Das war dann der 3.Oktober.

  • Antwort von Chaim, Samstag, 01.Oktober, 13:50 Uhr

    Dritter Oktober
    @drnachdenga
    @Herbert
    Hätten Sie geschwiegen, hätte man Sie für kluge Menschen gehalten.

  • Antwort von Rosl, Samstag, 01.Oktober, 14:48 Uhr

    drnachdenga: Ich denke auch, daß Kohl diesen historischen 3. Oktober im Sinn hatte. Kohl ist zwar geborener Bayer -- die Pfalz wurde Bayern schließlich erst 1946 von den Siegermächten abgenommen --, er ist aber ein Verfechter des Nationalstaats. Nicht zu vergessen, daß erst im Dritten Reich die bayerischen Pässe eingedeutscht wurden, vorher stand als Staatszugehörigkeit "Bayer" im Paß, dann "Deutscher".
    So paradox ist die Geschichte: Die heutigen Linken beschimpfen zwar die "Nationalisten", die die traditionellen deutschen Werte bewahren wollen, wollen aber unbedingt den deutsche Nationalstaat erhalten. In der deutschlandweiten, von den Bayern getragenen sozialen Hängematte lebt es sich eben gut.

    Chaim: Unterlassen Sie Ihre sinnlosen Kommentare, Sie stören den intelligenten und gebildeten Gedankenaustausch.

  • Antwort von Miiich, Samstag, 01.Oktober, 15:36 Uhr

    @ Rosl: Bessa hed ma´s ned schreim kinna :)