ARD-alpha - Ich mach's!


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Maler und Lackierer (Gestaltung und Instandhaltung) Vorsicht - frisch gestrichen!

Maler/-innen und Lackierer/-innen der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung bearbeiten Innenwände, Böden und Decken, sie arbeiten aber auch an Außenfassaden. Sie bereiten den Untergrund vor und bringen zum Beispiel auch Wärmedämmungen an.

Stand: 22.01.2018

Ein denkmalgeschütztes Haus in Weißenburg. Azubi Faton Rudaj und Gesellin Lisa arbeiten gerade im Treppenhaus. Teile der Wand sollen einen grünen Anstrich bekommen. Faton deckt die Treppenstufen gut ab, klebt auch die Ritzen zu, damit das Holz keine Farbspritzer abbekommt. Lisa checkt noch einmal, ob die Farbe passt und trägt sie dann gleichmäßig auf. Die 26-Jährige hat den Kniff inzwischen raus: Sie darf nicht zu viel Farbe auftragen, aber auch nicht zu wenig. Das braucht Übung.

"Ich mach den Beruf, weil er einfach Spaß macht, weil man die Kunden glücklich macht und weil man einfach sieht, was man gemacht hat am Ende des Tages:"

Lisa Göttlicher, Maler und Lackiererin

Faton ist im 3. Lehrjahr und darf heute mal eine rote Linie als Verzierung auf die Wand bringen. Das hört sich einfach an, ist aber eine ganz schöne Herausforderung: Der Strich geht über die ganze Wand und muss natürlich gerade und sauber verlaufen. Da ist die richtige Technik und ein ruhiges Händchen gefragt.

"Wenn wir Fassaden machen, dann siehst Du nach 20 Jahren immer noch wie gut das ausschaut. Dann kannst Du zum Beispiel Deinen Kindern sagen: die Fassade hab ich gemacht."

Faton Rudaj, Azubi, 3. Lehrjahr

In dem Beruf kommt man herum: Lisa und ihre Kollegen fahren immer wieder neue Baustellen an. Neue Umgebungen, neue Anforderungen, neue Herausforderungen.

"Wir arbeiten sehr viel bei Kunden in deren Privaträumen, in deren Privatsphäre und hier ist es auch wichtig, dass unsere Mitarbeiter einen guten Kontakt zu Kunden aufbauen können."

Thomas Lautner, Malermeister und Firmeninhaber

Auf der nächsten Baustelle steht Lisa mit Azubi Max ganz oben auf einem Gerüst. Schwindelfrei muss man in dem Job sein - und wetterfest. Mal ist es kalt, mal heiß. Die beiden streichen das Fachwerk in ochsenblutrot. Ein gutes Gespür für Farben ist wichtig in dem Beruf, farbenblind darf man nicht sein.

"Ich wollte das schon immer machen. Mit 12, 13 hab ich öfter mein Kinderzimmer umgestrichen und dann hab ich auch verschiedene Praktika von der Schule aus gemacht und da war mir schnell klar, dass ich die Ausbildung machen will."

Lisa Göttlicher, Gesellin

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung:

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Maler/-in und Lackierer/-in, Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsform: Dual (Betrieb und Berufsschule)
  • Prüfung: Handwerkskammer
  • Ausbildungsorte: Berufsschule und Handwerksbetriebe
  • Zugang: Es ist keine bestimmte Schulausbildung vorgeschrieben. Die meisten Azubis haben den Hauptschulabschluss.
  • Eignung: handwerkliches Geschick, gutes Gespür für Farben, keine Rot-Grün-Schwäche, Schwindelfreiheit, Kreativität
  • Perspektiven: Die Betriebe suchen gute und motivierte Azubis und ausgelernte Maler/-innen und Lackierer/-innen. Karrieremöglichkeiten: Meister/-in, Polier, Betriebswirt (HwK), Studium
  • Alternativen: Maler und Lackierer Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz oder Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege; Fahrzeuglackierer


Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Team

Maler und Lackierer müssen auch anpacken können. Sie tun sich leichter, wenn sie dabei im Team arbeiten und gemeinsam schwere Teile tragen und heben.

Genauigkeit

Egal ob beim Tapezieren oder beim Muster auf die Wand bringen - es ist genaues und sorgfältiges Arbeiten gefragt.


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