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Straßenbauer/-in Asphaltieren und Pflastern

Straßenbauer arbeiten sowohl im Neubau als auch in der Sanierung und Instandsetzung. Sie planen und koordinieren ihre Arbeit, stimmen sich mit den am Bau Beteiligten ab, richten Baustellen ein und müssen bei allen Arbeiten auf ihre Sicherheit achten.

Stand: 15.09.2020

Der Airbus A380 brettert über die Startbahn. 421 Tonnen wiegt das derzeit größte Passagierflugzeug der Welt. Beim Start und der Landung ist die Belastung enorm und hier zeigt sich ob Rolf Hans gute Arbeit abgeliefert hat. Der Straßenbauer asphaltierte mit seiner Kolonne die Startbahn am Frankfurter Flughafen. Nachts waren die Männer vor allem im Einsatz, um den Flugbetrieb nicht zu stören. Alle paar Minuten setzt ein Flugzeug auf die Asphaltdecke auf - und es gab bislang gab es keine Probleme. Rolf Hans ist stolz auf sein Werk.

"Wenn man nach der schweren tagelangen Arbeit  über die Straße fährt und sieht, dass sie glatt geworden ist, dann ist es auch ein gutes Gefühl fürs Herz - also für mich zumindest."

Rolf Hans, Straßenbauer

Straßenbauer fertigen Verkehrswege aller Art. Dazu arbeiten sie mit unterschiedlichen Baustoffen und schweren Maschinen. Frauen findet man kaum in diesem Beruf, sagt der Berufsschullehrer Leo Stenger. Der Großteil seiner Schüler hat den Hauptschulabschluss, wie der 20-jährige Yergeniy. So wie sein Vater will er als Straßenbauer arbeiten. Während der Ausbildung lernt er den Umgang mit verschiedenen Materialien. Mathe, Physik und Chemie gehören zu den wichtigen Fächern.

Lärm, Staub und Hitze

Arbeiten bei Staub und Hitze

Yergeniy liebt große Maschinen, der Lärm und Staub der Baustelle stört ihn nicht. Selbst bei 35 Grad im Schatten schuftet er auf der Baustelle und das manchmal bis spät in die Nacht. Im Winter und bei schlechtem Wetter geht es dafür ruhiger zu. Die Mühen lohnen sich, im Vergleich mit seinen Freunden in anderen Berufen verdient Yergeniy deutlich mehr. Als Polier will er später eine Baustelle leiten und vielleicht sogar im Ausland arbeiten.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Straßenbauer/-in
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule
  • Zugang: Rechtlich ist keine schulische oder berufliche Vorbildung vorgeschrieben. Die meisten Auszubildenden haben Hauptschulabschluss.
  • Prüfung: die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem mündlichen Teil
  • Ausbildungsorte: Berufsschule, Firma und wechselnde Baustellen
  • Eignung: Freude an körperlicher Arbeit, auch bei Hitze, Kälte und Regen
  • Perspektiven: Geprüfter Polier, Meister, Techniker
  • Alternativen: Kanalbauer, Gleisbauer, Straßenwärter, Asphaltbauer/Asphaltbauerin, Gleisbauer/Gleisbauerin, Kanalbauer/Kanalbauerin, Baugeräteführer/Baugeräteführerin, Straßenwärter/Straßenwärterin

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Verdienstmöglichkeiten

Im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen verdienen Straßenbauer sehr gut. Sie müssen dafür aber auch viele Stunden arbeiten. Bei schlechtem Wetter oder im Winter werden die Überstunden abgefeiert.


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