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Dr. Christine Ganslmayer Wie hat Luther die Bibel übersetzt?

Was die erhalten gebliebenen Übersetzungsmanuskripte Luthers über seinen Umgang mit der Bibel aussagen.

Stand: 12.04.2018

Luthers Bibelübersetzung ist ein epochaler Schlüsseltext, dessen Entstehung als gut erforscht gilt. Allerdings hat die moderne Wissenschaft Luthers Übersetzungsmanuskripte zum Alten Testament noch nicht untersucht. Dabei beinhalten diese Texte weit mehr als den intendierten Drucktext, nämlich Selbstkorrekturen Luthers, deren Analyse Aufschluss über Textgenese, Sprachgebrauch, fremdsprachliche Kompetenzen und Strategien bei der Übersetzung geben kann. Sie erlauben quasi einen Blick über die Schulter des Reformators beim Übersetzen.

Dr. Christine Ganslmayer ist wissenschaftliche Assistentin und Akademische Oberrätin am Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Von 2011 bis 2015 arbeitete sie am EKD-Projekt „Revision der Luther-Bibel“ mit. Für ihre Dissertation über „Wortbildung im Mittelalter“ wurde sie mit dem Staedtler-Promotionspreis(2007) und dem Theodor-Frings-Preis der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und der Universität Leipzig (2014) ausgezeichnet. Christine Ganslmayers Forschungsgebiete sind: Historische deutsche Sprachwissenschaft und Sprachwandel; Variationslinguistik und Sprachkontaktforschung; Lexikologie und Wortbildung.


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