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Campus Reportage Lernen für das Leben - Mittelschulen auf neuen Wegen

Die Mittelschule wird oft verächtlich "Resteschule" genannt - eine Schule, die von denen besucht wird, die es nicht auf andere Schulformen geschafft haben. Wie kann sie trotzdem Schüler auf das Leben vorbereiten?

Von: Andrea Roth

Stand: 23.05.2018

Die Chancen für die Abgänger von Hauptschulen müssen nicht unbedingt schlecht sein. Die "Hauptschulinitiative" der Bayerischen Staatsregierung stellt Berufsorientierung und - Sicherung der Ausbildungsreife in den Mittelpunkt der Schulaktivitäten. Sie möchte die Mittelschule wieder zu einem attraktiven schulischen Angebot machen.

Zentrale Elemente der Initiative sind individuelle Förderung und Sicherung der Kernkompetenzen. Zum Beispiel mit der Modularisierung: In Kernfächern wie Deutsch oder Mathematik werden die Klassenverbände aufgehoben und die Schüler in Gruppen verschiedener Niveaustufen eingeteilt, die ihren Fähigkeiten entsprechen. Sie erhalten Lernangebote, die individuell auf sie zugeschnitten sind.

Lernen für den Beruf

Praktischer Unterricht mit gemeinsamen Kochen

Auch die umfassende Berufsvorbereitung spielt eine zentrale Rolle: Sie setzt überall an: In der dachten Klasse machen die Schüler bereits Betriebspraktika, sie gehen zu Informationstagen des Arbeitsamtes, machen Schnuppertage an Berufsschulen. In der Schule werden sie mit Einzelgesprächen, Bewerbungstrainings und Wirtschaftskunde unterstützt.

Ganztagsschulen für mehr Förderung

Zunehmend sollen auch Ganztagsschulen und - angebote eingeführt werden. Für viele Schulleiter und Lehrkräfte eine Notwendigkeit. Denn Förderung - braucht Zeit und Personal. Auch die sozialen Kompetenzen, deren Fehlen häufig von den Unternehmen moniert wird, können in Ganztagsschulen vermittelt und geschult werden.


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