ARD-alpha

Newton Plastikmüll – Eine pharaonische Aufgabe

Plastikmüll am Strand der Nordsee | Bild: colourbox.com

Montag, 21.10.2019
14:30 bis 15:00 Uhr

ARD-alpha
2019

Moderation: Matthias Euba

Dass unsere Meere immer mehr mit Plastik zugemüllt werden, ist inzwischen neben dem Klimawandel eines der großen Umweltthemen unserer Zeit. Nehmen wir das Mittelmeer: über 600.000 Tonnen Plastikmüll landen dort jedes Jahr im Wasser. Das entspricht etwa 563 Plastikflaschen, die jede Sekunde ins Meer geworfen oder geschwemmt werden.

Von den 24 Millionen Tonnen Plastikmüll, die in den Anrainerstaaten des Mittelmeers produziert wird, können nur knapp drei Viertel des Mülls angemessen entsorgt werden. Wer aber sind die größten Umweltsünder? Laut einem Bericht des WWF nimmt Ägypten bei den Mittelmeeranrainerstaaten den Spitzenplatz der Meeresverschmutzer ein.

Dort wird gerade einmal die Hälfte des Plastikmülls eingesammelt, der Rest wird verbrannt, landet auf den Straßen, in den Bewässerungskanälen und oft am Ende im Mittelmeer. Und obwohl Ägypten der größte Plastik-Umweltsünder am Mittelmeer ist, verbrauchen wir Österreicher – pro Kopf – mehr Plastik als die Hundert Millionen Ägypter.

Unser Korrespondent Karim El-Gawhary ist in Alexandria und im Touristenort Hurghada der Frage nachgegangen, woher der viele Plastikmüll kommt und warum die Müllentsorgung im Land am Nil so schlecht funktioniert.

Doch es gibt auch Beispiele, dass der Umweltgedanke auch in Ägypten langsam Verbreitung findet und in Sachen Einweg-Plastikmüll doch ein – zaghaftes - Umdenken stattfindet. Dabei wirkt der Einfluss des Tourismus durchaus positiv auf das Umweltbewusstsein. Karim El-Gawhary mit einer Reportage über Umweltsünden und die Versuche sie abzustellen.

Redaktion: Gábor Toldy