ARD-alpha

W wie Wissen Tatort Meer

Moderator Dennis Wilms. | Bild: BR/SWR/Stephanie Schweigert

Mittwoch, 14.03.2018
16:30 bis 17:00 Uhr

  • Untertitel

ARD-alpha
2018

Moderation: Dennis Wilms

Der Mensch braucht das Meer – und sicherlich nicht umgekehrt. Ausgebeutet, zugemüllt – so missbrauchen wir unsere Lebensgrundlage. WwieWissen ist mit Biologen unterwegs, deren Anliegen es ist, Tiere und damit den Lebensraum Meer zu schützen.

Ende der 1960er Jahre hatte die Norwegische Fischindustrie die Heringsbestände nahezu leer gefischt. Damit wurde auch den Orcas und anderen Walen ihre Nahrungsgrundlage entzogen. Zudem wurden Orcas als Jagdrivalen zu hunderten getötet. In den 1980ern dachte man um und erließ drastische Maßnahmen zum Schutz des Wals – und des Herings. Wir begleiten die Orca-Forscherin Eve Jourdaine. Sie erforscht, wie die Wale den Hering jagen und wie viele sie fressen.

Das Ergebnis ist eine nachhaltige Fangquote für den Hering, der auch den Orcas eine Lebensgrundlage bietet. Wir kennen zwar den Sound von Walen, das Schnattern, Schnalzen und Pfeifen von Delfinen. Aber von Fischen?! Korallenbänke wie in Südostasien sind Hotspots der Artenvielfalt und ein Paradies für Meeresbiologen. Steve Simpson zeigt, wie sich Clownfische untereinander unterhalten, wie sie Warnrufe ausstoßen, wenn Gefahr droht. Doch durch den zunehmenden Lärm von Booten und Schiffen verstummen die Fische. Lärm - eine unvermutete und unterschätzte Umweltverschmutzung.

Der größte Fisch im Meer, der Walhai, ist ein faszinierendes Tier. Biologe Jonathan Green möchte herausfinden, wo der Walhai seinen Nachwuchs zur Welt bringt. Nur so kann er versuchen, diese Region und den Weg, den die trächtigen Walhaie dorthin nehmen, schützen zu lassen.

Er befestigt eine Kamera an der Flosse eines Walhais. Doch der Fisch taucht zu tief und die Sicht der Kamera verdunkelt sich. Auch die Verfolgung eines trächtigen Weibchens mittels eines Unterwasserbootes misslingt dem Biologen. Dabei findet er am Meeresgrund aber Hinweise, dass sich die Region für die Niederkunft durchaus eignen würde.

Alarm an der deutschen Ostseeküste. In den letzten Monaten sind 37 tote Kegelrobben gefunden worden. Für Michael Dähne, Meeresbiologe und Kurator am Deutschen Meeresmuseum in Stralsund, sind die Todesfälle in Rätsel, er vermutet erst einen Virus. Sektionen der toten Körper zeigen aber: die Tiere waren kerngesund. Wie sind sie ums Leben gekommen? Noch ist die Zahl der verendeten Tiere keine Bedrohung für die Population.

Mittlerweile leben wieder geschätzt 30.000 Kegelrobben in der Ostsee, nachdem die Art in den 80er Jahren akut vom Aussterben bedroht war. Neben den Sektionen, um der Todesursache auf den Grund zu gehen, versuchen Dähne und seine Kolleginnen in den nächsten Wochen und Monaten die Population zu erfassen.

Bei gutem Wetter werden sie die Liegeplätze der Tiere ansteuern und sie fotografieren.

- Orcas und Heringe

- die Sprache der Clownfische

- die Kinderstube des Walhais

- mysteriöser Tod der Kegelrobben

Redaktion: Carola Richter