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Wien 1900 - Aufbruch in die Moderne Monumentales Kulturprojekt im Wiener Leopold Museum

Samstag, 21.12.2019
20:15 bis 21:00 Uhr

  • Video bereits in der Mediathek verfügbar

ARD-alpha
Osterreich 2019

Eine derart umfangreiche Präsentation der eigenen jüngeren Kunstgeschichte hat die europäische Kulturmetropole Wien noch nicht gesehen. Unter dem Titel "Wien 1900 - Aufbruch in die Moderne" wagt das renommierte Leopold Museum im Wiener Museumsquartier seit Frühjahr dieses Jahres seine bislang größte Ausstellung mit einem wahren Mammutprogramm.

Auf insgesamt drei Etagen des weitläufigen Gebäudes geben über 1600 Kunstobjekte Aufschluss über die kulturelle Dynamik der Donaumetropole um das Jahr 1900, wie aber auch über die damals in vielerlei Hinsicht extremen politischen, wirtschaftlichen, sozialen und religiösen Gegensätze. Ein Großteil der Exponate kommt als Leihgabe aus diversen österreichischen Museen, etwa ein Drittel liefern internationale Kunsthäuser zu, der Rest ist "Hausbestand".

Für sämtliche Mitarbeiter des Leopold Museums entwickelte sich die Umsetzung dieses kulturellen Großprojekts zu ihrer bisher größten beruflichen Herausforderung. Wie organisiert man so eine Mega-Schau mit zugelieferten millionenteuren Kunstwerken aus aller Welt? Wie entwickelt man ein dramaturgisches Konzept?

Wie sind die Kunstwerke verpackt, wenn sie ankommen und welche versicherungstechnischen Auflagen gelten beim Auspacken? Was geschieht, wenn man dabei Transportschäden feststellt? Ist sich das Museumsmanagement über die Anordnung der Kunstwerke von Beginn an einig oder gibt es hier bis zum Ende kreativen Spielraum, vielleicht auch neue Inspirationen beim "Work in Progress"? Wie sieht die vorbereitende Öffentlichkeitsarbeit aus? Schließlich: wird die überaus aufwändig gestaltete und auf den Zeitraum von fünf Jahren angelegte Ausstellung so viel öffentlichen Zuspruch finden, dass am Ende auch die Kasse stimmt?

ARD-Chefkorrespondent Michael Mandlik hat für ARD-alpha in einer Langzeitbeobachtung die Vorbereitungen zu diesem in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Kulturprojekt begleitet. Seine Dokumentation zeigt, wie sehr die um die damalige Jahrhundertwende präsente, aufgeschlossen-liberale Wissenschafts- und Kulturszene Wiens das demokratiepolitische Bewusstsein ganz Europas beeinflusst, mehr noch, maßgeblich geprägt hat.

Autor: Michael Mandlik
Redaktion: Martin Posselt