ARD-alpha

Die Geschichte der Homöopathie Das Prinzip der Potenzierung

Samuel Hahnemann (Stephan Lewetz) in seinem Labor. | Bild: BR/INTER/AKTION GmbH

Donnerstag, 18.07.2019
17:45 bis 18:15 Uhr

  • Untertitel

ARD-alpha
2010
Folge 3 von 6

Nachdem Samuel Hahnemann im Jahre 1810 zum ersten Mal die Grundlagen seiner neuen Heilmethode veröffentlicht hat, stellt er seine Lehre an der Universität Leipzig vor. Neun Jahre lang unterrichtet er dort die Homöopathie. Zudem forscht er weiter an der 'Potenzierung' genannten Verdünnung, die ein homöopathisches Medikament ausmacht. Er gerät in heftige Auseinandersetzungen mit Schulmedizinern und Apothekern seiner Zeit. Diese halten Hahnemanns Lehre für Humbug und glauben nicht, dass solche stark verdünnten Ausgangsstoffe irgendeine Wirkung haben können. Doch ist es nicht nur die Verdünnung, die ein homöopathisches Mittel wirksam machen soll: Hahnemann fordert, dass seine Medikamente nach dem aufwändigen Verfahren der Potenzierung hergestellt werden müssen. Das heißt, die Ausgangsstoffe werden nicht einfach nur verdünnt, sondern in einer genau festgelegten Abfolge von Verreiben im Mörser, Auflösen in Alkohol und Schütteln der Verdünnung produziert. Damit soll dem Wirkstoff Energie zugefügt werden. Diese Energie soll die Lebenskraft des geschwächten Patienten anregen und ihm so zur Selbstheilung verhelfen. Heutzutage werden homöopathische Medikamente - nach den Vorschriften Hahnemanns - von Pharma-Unternehmen hergestellt.

Redaktion: Werner Reuß

Der Arzt Samuel Hahnemann trifft Ende des 18. Jahrhunderts auf eine Medizin, die den Menschen mehr schadet als hilft, und entdeckt die Wirkung von extrem verdünnten Arzneien. Unsere Reihe zeichnet das bewegte Leben Hahnemanns nach und schildern die Entwicklungsgeschichte der Homöopathie.