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Planet Wissen Mehr als Show: Wie Hypnose heilen kann

Hypnose: Ein Pendel schwingt vor dem Gesicht einer Frau mit geöffneten Augen. Es geht nicht um Show- oder Bühnenhypnose und auch nicht um die angstbesetzte Vorstellung, sich Macht und Willen eines manipulativen Hypnotiseurs auszusetzen. Die medizinische Hypnose zeichnet sich durch einen gut ausgebildeten Hypnotherapeuten aus, der seinen Patienten auf Augenhöhe begegnet. Sie sind während der Hypnose nie ganz weggetreten oder gar bewusstlos, sondern in einem entspannten Wachzustand, der es ihnen erlaubt, ihre Aufmerksamkeit auf wenige Dinge zu fokussieren. Sie tauchen in eine alternative Wirklichkeit ein, in der sie Ressourcen und Möglichkeiten vor sich sehen, die sie in der realen Welt nicht haben. Beispielsweise kann jemand mit Prüfungsangst auf Situationen in seiner Biografie zugreifen, in denen etwas gelungen ist, z.B. beim Fußballspielen als Kind. Diese Vorstellung von Kraft, Stärke und Stolz kann er dann mit in die anstehende Prüfung nehmen, die er im besten Fall ohne große Aufregung meistert. Mit inneren Bildern und Fantasien lernen Patienten, mit ihren Problemen oder Symptomen fertig zu werden. Bildgebende Verfahren zeigen, dass die Suggestionen, die während der Hypnose entstehen, tatsächlich zu Veränderungen im Gehirn führen.   | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 31.01.2019
18:15 bis 19:15 Uhr

ARD-alpha
2018

Moderation: Jo Hiller

Ob beim Zahnarzt, in der Psychotherapie oder im Operationssaal: Der Einsatz von Hypnose im medizinischen Bereich ist auf dem Vormarsch. Ihre Wirksamkeit ist bei chronischen Schmerzen, Neurodermitis, Angst- und Schlafstörungen erwiesen. Dabei braucht es nicht immer einen Hypnotiseur, auch Selbsthypnose ist erlernbar.
Planet Wissen beleuchtet die Wirkungen und Möglichkeiten der klinischen Hypnose. Im Studio: Der Psychologen und Hypnotherapeuten Prof. Dirk Revenstorf und der Mediziner Prof. Ernil Hansen.

Redaktion: Jeanne Rubner