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Zum Weltumwelttag USA - Auf der grünen Welle "Länder-Menschen-Abenteuer"

Ron Finley setzte sich mit seiner Idee durch, Lebensmittel auf dem Grünstreifen zwischen Gehweg und Straße anzubauen. | Bild: © SWR/SWR/Oliver Staubi, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung bei Nennung "Bild: SWR/SWR/Oliver Staubi" (S2). SWR-Pressestelle/Fotoredaktion, Baden-Baden, Tel: 07221/929-22287, Fax: -929-22059, foto@swr.de.

Montag, 05.06.2017
15:15 bis 16:00 Uhr

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2016

An den Traumstränden Kaliforniens hatte der Surfer Kevin Whilden einen Idee, die ihm tatsächlich auf einer Welle entgegen schwamm: ein Stück Styropor. Weggeworfen irgendwo und als Strandgut in Kalifornien gelandet. Styropor ist die Basis für Surfboards. Also warum den Müll nicht recyceln und daraus Surfboards bauen. "Waste to Waves" - den Müll wieder auf die Welle bringen. Die US-Amerikaner zählen zu den weltweit größten Ressourcen-Verschwendern. Aber es gibt eine Gegenbewegung, auch wenn sie nach wie vor eine zarte Pflanze ist. Immer mehr Menschen engagieren sich mit originellen und effektiven Ideen für den Umweltschutz trotz heftiger und mächtiger Gegner in Wirtschaft und Politik. Die Nachfrage nach Bioprodukten aus der Landwirtschaft steigt. Ron Finley ist noch einen Schritt weiter gegangen: Warum Öko-Produkte im Supermarkt kaufen, warum nicht im milden kalifornischen Klima Gemüse und Früchte auf dem Grünstreifen zwischen Gehweg und Straße ziehen? Prompt drohte die Stadtverwaltung von Los Angeles mit einem empfindlichen Bußgeld. Ron hielt dagegen - mit einem schlagenden Argument: "Wenn ich meinen Müll auf dem Grünstreifen abstellen darf, warum darf ich dort nicht Gemüse und Obst anbauen?" Müll oder Lebensmittel! Ron gewann die Schlacht. Die Stadt änderte das Gesetz, und seitdem dürfen die Bürger von Los Angeles auf den Grünstreifen alles außer Drogen anbauen. David Hertz ist einer der bekanntesten Architekten der USA. Nicht zuletzt, weil eines seiner Häuser ein Spielort der bekannten US-Serie "Californication" ist. David ist aber vor allem für seine energieeffiziente Architektur bekannt, die er um ein entscheidendes Element erweitert hat: Eine Maschine, die der Luft Feuchtigkeit entzieht und so Wasser produziert. Damit ist komplett autarkes Wohnen möglich und der ökologische Fußabdruck unter dem Aspekt "Besser Wohnen" noch kleiner. "Noch kleiner" hat sich auch das Tiny-House-Movement im wahrsten Sinne des Wortes auf die Fahnen geschrieben, um die Naturzerstörung durch Selbstbeschränkung zu verringern. Sie wohnen in winzigen Häusern von 40 Quadratmeter und schwimmen damit mit auf der neuen "Grünen Welle" in den USA.

Redaktion: Gábor Toldy