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Gedanken zum Jahresbeginn Mit Äbtissin M. Petra Articus OCist

Wie kann das Leben gut werden? Welche Wege versprechen Erfüllung und Glück? Fragen wie diesen spürt Äbtissin M. Petra Articus zu Jahresbeginn nach. Sie möchte "lebendige Glücksbringer" treffen und deren "Rezept" für ein gelingendes Leben erforschen.

Stand: 07.01.2019 | Archiv

Ufer des See Gennesaret | Bild: Erwin Albrecht/BR

Auf ihrem Weg durch das Heilige Land findet die Äbtissin der Landshuter Zisterzienserinnen-Abtei Seligenthal Menschen, die dem Leben guttun. Diese sind ganz unterschiedlich begabt und veranlagt. Es sind Frauen und Männer, junge und ältere, gebildete und einfache. Sie alle sind zum Segen für ihre Mitmenschen geworden, weil sie ihren eigenen Lebensentwurf in Einklang gebracht haben mit dem, was Gott ihnen zugetraut hat, mit dem, wozu sie berufen waren.

Auf der Suche nach dem Geheimnis des Lebens

Ihren Lebenswegen folgt Äbtissin M. Petra Articus am See Gennesaret, in Nazaret und in der Judäischen Wüste südöstlich von Jerusalem und kommt dabei dem Geheimnis des Lebens mehr und mehr auf die Spur.

Weitere Informationen:

Manuskript Format: PDF Größe: 23,51 KB

Äbtissin M. Petra Articus

Äbtissin M. Petra Articus vor dem See Gennesaret

1999 wurde M. Petra Articus zur 43. Äbtissin der Zisterzienserinnenabtei Seligenthal in Landshut gewählt. Petra Articus wurde in Husum geboren und wuchs in Niederbayern auf. In Deggendorf besuchte sie die Schule der Englischen Fräulein.

1969 trat Petra Articus in das Kloster ein. Mehr als 25 Jahre unterrichtete sie in Seligenthal. Viele der Schwestern dort sind als Lehrerinnen und Erzieherinnen in den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen der Schulstiftung Seligenthal tätig. Nach dem Abschluss des Kindergärtnerinnen-Seminars in Landshut und einem Studium der Sozialpädagogik wirkte Petra Articus im Internat der Abtei Seligenthal in Landshut als Erzieherin.   

Ende 2000 durch die Abtei unter Leitung von Äbtissin Petra gegründet, hat diese Stiftung die Trägerschaft für einen Kindergarten, eine private Grundschule mit Hort, ein Gymnasium mit Ganztagsbetreuung, eine Wirtschaftsschule und eine Fachakademie für Sozialpädagogik.

2004 wurde mit der Generalsanierung der Klosteranlage begonnen. Für ihr soziales und pädagogisches Engagement sowie für die Generalsanierung wurde Äbtissin Petra 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. 2013 erhielt sie den Bayerischen Verdienstorden, den höchsten Orden des Freistaats.

Kontakt:

Zisterzienserinnen-Abtei Seligenthal
Bismarckplatz 14
84034 Landshut
www.seligenthal.de

Die Drehorte

See Gennesaret

Der See Gennesaret

Mehr als 200 Meter liegt der See Gennesaret im Norden Israels unter dem Meeresspiegel und ist damit der am tiefsten gelegene Süßwassersee der Erde.

Seinen hebräischen Namen "Yam Kinneret", auf Deutsch "Harfenmeer", verdankt er seiner Form, die, aus der Vogelperspektive betrachtet, an dieses Musikinstrument erinnert.

Die Gegend um den See Gennesaret war von besonderer Bedeutung im Leben Jesu. Hier begann er der biblischen Überlieferung zufolge sein öffentliches Wirken, und an den Ufern des Sees ereigneten sich viele der Geschichten und Wunder, von denen die Evangelien erzählen.

Judäische Wüste

Die Judäische Wüste

Unmittelbar südöstlich von Jerusalem und Hebron beginnt die Judäische Wüste, eine Fels- und Steinwüste von bizarrer Schönheit. Sie erstreckt sich über einen Höhenunterschied von 1.200 Metern bis hinunter zum Jordangraben, an den Rand des Toten Meeres, und im Süden bis zur Negevwüste.

Markante Gebirgszüge mit steilen Felswänden und Wadis, aber auch sanfte Dünen prägen die einzigartige Hügellandschaft, in der nomadische Beduinenstämme mit ihren Tieren leben. Politisch gehört die nur 25 Kilometer breite Judäische Wüste überwiegend zum Westjordanland. Nur ein kleiner Teil im Südosten, am Toten Meer, ist israelisch.

Verkündigungsbasilika

Nazaret

Eine der wichtigsten Pilgerstätten des Heiligen Landes ist die heute christlich- arabische Stadt Nazaret in Galiläa im Norden Israels. Nach dem Bericht der Evangelien lebte hier die Heilige Familie: Maria und Josef, bei denen Jesus aufwuchs und lebte, bevor er sein öffentliches Wirken an den Ufern des Sees Gennesaret begann.

Nazaret war der Überlieferung  zufolge auch der Ort, an dem der Erzengel Gabriel Maria erschien, um ihr die Geburt des Gottessohnes anzukündigen. Über der Grotte der Verkündigung und den Resten älterer Kirchen erhebt sich heute die 1969 geweihte Verkündigungsbasilika.


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