BR Fernsehen - Polizeiruf 110


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Polizeiruf 110 Klick gemacht

Hauptkommissar Friedl Papen ist neu in der Dienststelle. Aber im Job hat er Erfahrung und die braucht er auch für diesen Fall. Bei einem Einsatz in Afghanistan kommen deutsche Soldaten durch einen Anschlag ums Leben. Wäre er vermeidbar gewesen?

Stand: 20.07.2011 | Archiv

Als sich Kriminalhauptkommissar Friedl Papen bereits am Vorabend seines offiziellen Amtsantritts an seinem neuen Arbeitsplatz einrichten möchte, platzt er mitten in eine Vernehmung. Mit viel Feingefühl und Verhörgeschick gelingt es ihm, einen alten Mann des Mordes zu überführen. Ein Einstieg nach Maß.

Info:

Originaltitel: Polizeiruf 110: Klick gemacht (D, 2009)
Regie: Stephan Wagner
Darsteller: Jörg Hube, Stefanie Stappenbeck, August Schmölzer, Dirk Borchardt
Länge: 90 Minuten
16:9, Dolby Surround, Videotext, Audiodeskription

Doch damit nicht genug. Mitten in der Nacht wird der schlaflose Papen zu seinem ersten Einsatz gerufen: Entführung eines Militärangehörigen. Auf dem Nachhauseweg von einer Kasernenfeier wurde das Ehepaar Darkow nachts von einem vermummten Täter brutal niedergeschlagen und der Oberleutnant Rolf Darkow entführt. Weitere Details erfährt Papen am Tatort vom Hauptmann der Feldjäger, Uli Steiger, der sich als eine hübsche Mittdreißigerin entpuppt. Sie ist von nun an Papens Verbindungsglied zur Truppe und klärt ihn auf, dass in Kundus vor einem halben Jahr ein Sprengstoffanschlag auf einen Bundeswehr-Konvoi unter der Einsatzleitung von Oberleutnant Darkow verübt wurde. Dabei verloren drei deutsche Soldaten ihr Leben.

Oberst Steiger (P. Faßnacht) und Uli Steiger (S. Stappenbeck)

Ein Untersuchungsausschuss hatte jedoch keine Schuld verantwortlicher Befehlshaber festgestellt. Während Hauptkommissar Papen den Polizeiapparat mit Spezialisten und Suchmannschaften auf Hochtouren arbeiten lässt, suchen er und Hauptmann Steiger die Opfer und Hinterbliebenen des Anschlages auf. Für die Zeit des Überfalls auf Darkow haben die meisten ein wasserdichtes Alibi. Als der Link zu einem Internetvideoclip an das Verteidigungsministerium geschickt wird, nimmt die Entführung eine neue Dimension an.

Wer spielt wen?

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Jörg Hube ist Kriminalhauptkommissar Friedrich Papen

Jörg Hube besuchte die Otto-Falckenberg-Schule und das Mozarteum Salzburg. In den 70er-Jahren gehörte er dem Kabarett "Die Hammersänger" an. 25 Jahre spielte er in den Münchner Kammerspielen. 1975 entstand seine Kabarettfigur "Herzkasperl". In 32 Folgen verkörperte Hube in der "Löwengrube" Vater und Sohn Grandauer. Er arbeitete mit Edgar Reitz ("Heimat, eine deutsche Chronik") und Franz Xaver Bogner ("Das ewige Lied") genauso wie mit Matthias Kiefersauer ("Das große Hobeditzn"). Sowohl als Kabarettist wie als Schauspieler erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.

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Stefanie Stappenbeck ist Hauptmann Ulrike Steiger

Stefanie Stappenbeck wurde in Potsdam geboren und schon als Kind von Talentsuchern des DDR-Fernsehens entdeckt. Bereits mit 18 Jahren holte Intendant Thomas Langhoff sie ans Deutsche Theater in Berlin. 1995 und 1999 wurde sie von "Theater heute" als beste Nachwuchsschauspielerin nominiert. Für ihre Rolle in "Dunkle Tage" unter der Regie von Margarethe von Trotta erhielt sie den Nachwuchspreis Deutscher Fernsehpreis 1999 sowie die Goldene Kamera. Seither war Stefanie Stappenbeck u. a. in "Die Manns - Ein Jahrhundertroman", "Hotte im Paradies", "Jena Paradies" und "Komm näher" zu sehen.

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August Schmölzer spielt Helmut Wegener

August Schmölzer absolvierte erst eine Lehre als Koch, bevor er seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz begann. Der Charakterdarsteller spielte u. a. am Theater in der Josefstadt in Wien, dem Staatstheater Stuttgart, an den Münchner Kammerspielen sowie dem Münchner Residenztheater. Steven Spielbergs Holocaust-Drama "Schindlers Liste" brachte ihm den internationalen Durchbruch. Zu seinen jüngsten Produktionen zählen u. a. "Vom Ende der Eiszeit", "Afrika, mon amour", "Die Erntehelferin" und "Liebe und andere Gefahren".

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Dirk Borchardt spielt Rolf Darkow

Dirk Borchardt steht im Fernsehen und im Kino immer seinen Mann - vor oder hinter der Kamera. Als Kind wollte er eigentlich Feuerwehrmann, Polizist oder Ritter werden. Seine Ausbildung erhielt er an der Schule für Darstellende Künste in Berlin. Danach war er u. a. am Volkstheater Rostock, der Vagantenbühne Berlin und am Stadttheater Trier engagiert. 1996 gab Dirk Borchardt sein Fernsehdebüt in "Jugendanwalt Wolkenstein". Es folgten die Kinofilme "Gierig" und "Wege in die Nacht". Weitere erfolgreiche Produktionen mit ihm sind u. a. "Hotte im Paradies", "Der Untergang" und "1. Mai das Ende vom Lied".

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Bjarne Ingmar Mädel spielt Jünnemann

Er verbindet feingeistigen Spaß mit authentischem Ernst. Mädel verschrieb sich anfangs allein dem Theater. Seine Ausbildung erhielt er an der Schauspielschule in Potsdam. Am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg spielte er fünf Jahre. In "Der Ermittler" feierte er 2001 sein TV-Debüt. Drei Jahre später gelang ihm mit dem Totalversager Ernie Heisterkamp in der Satire "Stromberg" der Durchbruch. Dazwischen lagen drei Kino- und diverse Fernsehfilme. In der Serie "Mord mit Aussicht" überraschte er als einfältiger Dorfpolizist. Inzwischen hat Mädel mit "Der kleine Mann" seine eigene Serie erhalten.

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Simon Licht spielt Edgar May

Durch sein markantes Gesicht und seine anhaltende Präsenz im Fernsehen prägt sich Simon Licht schon seit 15 Jahren bei einem breiten Publikum ein. Er absolvierte seine Schauspielausbildung am Konservatorium in Wien. Bis heute hat er es auf 70 Produktionen gebracht hat. Unter anderem war er zu sehen in "Gefangen im Jemen", "Tatort: Bluthunde", "Rosa Roth: Täusche deinen Nächsten wie dich selbst", "Ein Toter führt Regie" oder "Stromberg". Im Kino spielte er u. a. in Oskar Roehlers "Elementarteilchen" und "Lulu & Jimi". In "Der Baader Meinhof Komplex" war er als Horst Mahler zu sehen.

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Heinz-Josef Braun spielt Karras

Heinz-Josef Braun ist ein Allround-Künstler. Er ist Schauspieler, Maler, Vorleser, Musiker, Komponist, Drehbuchautor und Produzent eigener Kabarett Programme. Zunächst studierte er an der Kunstakademie München Malerei, um dann als Bassist bei der Gruppe "Haindling" zur Musik zu wechseln. 1985 begann er eine Schauspiel-, Stimm- und Gesangsausbildung. Seine erste Rolle im Film spielte er in "Xaver und sein außerirdischer Freund". Er war in der "Löwengrube" und in "Café Meineid" zu sehen. In "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" trat er genauso auf wie im "Komödienstadel" oder in "Wer früher stirbt, ist länger tot".

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Regisseur Stephan Wagner

Regisseur Stephan Wagner gab sein Langfilmdebüt 1998 mit dem Kinofilm "Kubanisch rauchen", einer Gangstergeschichte. Seither hat Wagner überwiegend fürs Fernsehen gearbeitet und dabei ganz unterschiedliche Facetten seines Könnens gezeigt. Unter seiner Regie entstand das bewegende Sozialdrama "In Sachen Kaminski". In "Mütter, Väter, Kinder", mit Katja Flint in der Hauptrolle, zeigt Wagner sein komödiantisches Talent. 2007 hat Stephan Wagner bereits den "Polizeiruf 110 - Eine Maria aus Stettin" gedreht.

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Autor Christian Jeltsch

Christian Jeltsch gehört zu den gefragtesten Autoren der deutschen Fernsehlandschaft. Als Autodidakt fing er Anfang der 90er-Jahre an, seither hat er auch zahlreiche Drehbücher für "Polizeiruf 110" und "Tatort" geschrieben. Von ihm stammt das Buch zum ersten gemeinsamen "Polizeiruf 110" mit Edgar Selge und Michaela May "Gelobtes Land". Jeltsch wurde mehrfach für seine Arbeit ausgezeichnet. Er erhielt u. a. den Marler Fernsehpreis für Menschenrechte, den Bayerischen Fernsehpreis, den deutschen Fernsehpreis, den deutschen Fernseh-Krimi-Preis und den Adolf-Gimme-Preis.

Sendungsinfo

Der BR-Polizeiruf 110 "Klick gemacht" läuft am Freitag, 20.1.2012, um 23.15 Uhr im ERSTEN.


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