BR Fernsehen - Lebenslinien


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Lebenslinien - Von der Floristin zur Spargelbäuerin Vroni rettet den Spargelhof

Vroni, geboren in Abensberg, entstammt einer Familie von Spargelbauern – wollte aber nie in die Landwirtschaft einsteigen. Als jedoch ihr Vater stirbt, nimmt die 30-jährige Floristin die Herausforderung an und behauptet sich gegen manchen gestandenen Bauern. Mit Unterstützung ihrer Mutter und Schwester gelingt es ihr, den Betrieb erfolgreich weiterzuführen – und sogar, wie schon der Vater, umweltbewusst und ohne Plastikfolie Spargel anzubauen.

Published at: 9-1-2023 | Archiv

Vroni Röll kommt 1989 in Abensberg zur Welt. Von klein auf müssen sie und ihre jüngere Schwester Christina auf dem Hof mithelfen. Ihr Vater wünscht sich noch einen Sohn, doch nach zwei schweren Geburten kann ihre Mutter keine weiteren Kinder bekommen.

Filminfo

Originalitel: Vroni rettet den Spargelhof (D, 2023)
Regie: Birgit Deiterding
Redaktion: Sonja Hachenberger
Länge: 45 Minuten
VT-UT, 16:9, stereo

Vroni kämpft darum, ihrem Vater zu beweisen, dass auch sie als Mädchen die schwere Arbeit am Hof stemmen kann. Selbst einmal Bäuerin zu werden, war jedoch nie ihr Plan.

Nach dem Schulabschluss beginnt sie mit fünfzehn Jahren eine Ausbildung als Floristin in einer Gärtnerei. Sie verliebt sich in den Sohn des Chefs. Als die Beziehung immer schwieriger wird, stürzt Vroni in eine Magersucht. Vier Jahre kämpft sie darum, wieder gesund zu werden. Erst die Trennung und eine neue Arbeit helfen ihr, die Krankheit zu überwinden.

Vroni Röll (vorne rechts) und ihre Familie.

Als sie einen neuen Mann kennenlernt, scheint ihr Glück perfekt. Doch Anfang 2016 erkrankt ihr Vater schwer an Krebs. Schnell wird Vroni klar, dass sie für ihn einspringen muss. Von heute auf morgen kündigt sie ihre Stelle und kehrt auf den elterlichen Hof zurück.

Sie beißt sich durch und stellt sich der schweren Arbeit, immer in der Hoffnung, dass ihr Vater bald wieder gesund wird. Als er stirbt, bricht für Vroni eine Welt zusammen. Doch sie gibt nicht auf, auch wenn ihr viele nicht zutrauen, als junge Frau einen solchen Betrieb zu leiten.


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