BR Fernsehen - Lebenslinien


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Lebenslinien - Hildegard Stolper, Vorsitzende des Passauer Frauenhauses Die starke Frau von Passau

Seit dem Jahr 2000 engagiert sich Hildegard Stolper für das Passauer Frauenhaus, erst als ehrenamtliche Helferin, später als Vorsitzende. Sexuelle Gewalt und Demütigungen hat sie als junge Frau selbst erlebt. Das vergisst sie später auch als erfolgreiche Geschäftsfrau niemals. Dem unermüdlichen Einsatz der überzeugten Katholikin ist es zu verdanken, dass in Passau ein neues Frauenhaus steht.

Stand: 17.11.2020 | Archiv

Nach ihrer Scheidung sitzt die damals 40-jährige Hildegard auf einem Berg Schulden und würde sich am liebsten vor Scham verkriechen. Doch die Geschäftsfrau und gläubige Katholikin schwört sich: "Wenn ich wieder auf die Beine komme, dann helfe ich anderen Frauen!"

Filminfo

Originalitel: Die starke Frau von Passau (D, 2020)
Regie: Steffi Illinger
Redaktion: Christian Baudissin
Länge: 45 Minuten
VT-UT, 16:9, stereo

Sie baut eine Handelsfirma auf, zahlt die Schulden ab und engagiert sich bald beim Passauer Frauenhaus, schließlich als dessen Vorsitzende. Oft fährt sie nachts los, um misshandelte Frauen abzuholen. Sie sammelt Spenden und kümmert sich sogar darum, wie das Leben für Betroffene nach dem Frauenhaus weitergeht.

Hildegard Stolper im Lager ihrer ehemaligen Firma, mit der es ihr gelang, alle ihre Scheidungskosten abzuzahlen.

Bald erkennt sie, dass die Einrichtung viel zu klein ist. Mit ihrer Beharrlichkeit bewirkt sie, dass in Passau ein neues, größeres Frauenhaus gebaut wird – auch mit Unterstützung des Passauer Bischofs Stephan Oster und der BR Sternstunden.

Ihre eigenen Erfahrungen haben Hildegard besondere Überzeugungskraft verliehen: Als junge Frau hat sie selbst Gewalt erlebt sowie eine sehr schwierige, demütigende Ehe. Heute widmet sie sich ausschließlich dem Frauenhaus – und besonders liegen ihr traumatisierte Kinder am Herzen, die dort ebenso untergebracht sind.


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