BR Fernsehen - Dokumentarfilm


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Filmessay Was heißt hier Ende? Der Filmkritiker Michael Althen

Der 2011 verstorbene Michael Althen war einer der renommiertesten deutschen Filmkritiker. Er schrieb über 30 Jahre Filmkritiken und arbeitete als Filmredakteur für die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zweimal wurde er für Filmarbeiten mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

Stand: 18.06.2015

Michael Althen in Venedig | Bild: Beatrix Schnippenkoetter

"Was heißt hier Ende?" beschreibt die Suche nach Spuren, Splittern und Spiegelungen des Schaffens von Michael Althen. Der Filmkritiker hat mit offenen Sinnen Filme gesehen und sich liebend gern von ihnen verführen lassen.

Filminfo

Originaltitel: Was heißt hier Ende? Der Filmkritiker Michael Althen (D, 2014)
Regie:
Dominik Graf

Umgekehrt wiederum hatten seine Texte, seine Sprache, all die Begegnungen mit ihm, großen Einfluss auf andere - auf Kritiker, Filmemacher und Kinogänger gleichermaßen, darunter sicherlich Tom Tykwer, Christian Petzold, Stephan Lebert, Romuald Karmakar, Doris Kuhn oder Claudius Seidl.

Auch internationale, lange vor Michael Althens Schreiben schon etablierte deutsche Filmgrößen wie Bernd Eichinger und Wim Wenders haben sich für seinen Blick auf ihre eigenen Werke interessiert, den Austausch mit ihm gesucht.

Teresa und Artur, die Kinder von Michael Althen, in einem Lokal beim Gespräch mit Dominik Graf

Diesen Wechselwirkungen zwischen einem einzigartigem Kritiker und der Branche spürt der Filmessay "Was heißt hier Ende?" nach und erforscht, welchen Niederschlag Michael Althens Blick in der deutschen Filmlandschaft gefunden hat.

Regisseur Dominik Graf

Gleichzeitig ist dieser Film natürlich auch eine einzigartige Liebeserklärung an das Kino - denn so gekonnt wie Althen hat es niemand sonst hierzulande verstanden, die Magie des Films ins Leben zu übertragen. Persönliche Erinnerungsexpeditionen zu Michael Althen - verwoben mit Textzitaten, Fotografien und Filmausschnitten - stellen immer wieder die Verbindung zu zeitgenössischen Kulturschaffenden her, deren Leben und Arbeiten durch Althen bereichert wurde.

Kinostart

18. Juni 2015


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