BR Fernsehen

Drama mit Thekla Carola Wied Liebe auf Bewährung

Karoline (Mariella Ahrens, rechts) will ihrer Mutter Juliane (Thekla Carola Wied) ihre Pläne ausreden, wieder in ihren alten Beruf zurück zu kehren. | Bild: ARD Degeto/Conny Klein

Samstag, 13.04.2024
12:05 bis 13:35 Uhr

  • Untertitel

BR Fernsehen
Deutschland 2004

Eigentlich ist Juliane Willbrand, eine gut situierte, attraktive Witwe, zu beneiden. Sie bewohnt ein wunderschönes Haus und hat eine überaus vernünftige Tochter, Karoline, großgezogen. Trotzdem vermisst Juliane, die ihr Leben ganz selbstverständlich der Familie gewidmet hat, nach dem Tod ihres Mannes das Gefühl, gebraucht zu werden.

Um etwas Nützliches zu tun, beschließt Juliane trotz erheblicher Bedenken ihrer Tochter, nach 20 Jahren in ihren Beruf als Bibliothekarin zurückzukehren und findet schließlich einen Job in einer Gefängnisbibliothek. Als Juliane ihren Schulkameraden, den Gossenpoeten Harry Rowohlt, für eine Knastlesung gewinnt, beginnen die Häftlinge ihre Bibliothek zu entdecken.

Der künstlerisch begabte Albert Tieck wird Julianes erster Stammleser. Die vorsichtige Annäherung an den sensiblen, zurückhaltenden Mann erleidet jedoch einen Rückschlag, als der Direktor ihr die ganze Wahrheit über Albert offenbart: Der Möbelschreiner hatte, um einen Versicherungsschaden vorzutäuschen, seine Fabrik in Brand gesteckt.

Dass seine Frau dabei ums Leben kam, hat Albert jedoch vor Juliane verschwiegen, aus Angst, dass sie sich schockiert abwenden könnte. Trotz der Enttäuschung über diesen Vertrauensbruch geht Juliane erneut auf Albert zu, überredet sogar den Gefängnispsychologen, ihm einen Tag Hafturlaub zu gewähren. Als Albert diese Möglichkeit scheinbar zur Flucht nutzt, bricht für Juliane eine Welt zusammen.

Besetzung

Rolle: Darsteller/Darstellerinnen:
Juliane Willbrandt Thekla Carola Wied
Albert Tieck Helmut Griem
Gefängnisdirektor Michael Greiling
Karoline Leiser Mariella Ahrens
Psychologe Hans Peter Hallwachs
Hannes Andreas Schmidt
Scheng Sven Pippig

Autor/Autorin: Bernd Böhlich
Regie: Bernd Böhlich
Redaktion: Therese Sepp