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Historiendrama von Edgar Reitz Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht

Jakob Simon wächst in der Zeit der großen Massenauswanderungen aus dem Hunsrück auf. Während der Kirmeszeit schwängert sein Bruder Gustav Simons heimliche Liebe und wandert mit ihr aus. Jakob aber muss bei seinen Eltern bleiben. "Die andere Heimat" ist der Vorläufer zu Edgar Reitz' "Heimat"-Serien, entstanden unter Beteiligung des BR.

Stand: 18.11.2020

Filmszene aus: "Die andere Heimat" | Bild: Concorde

Vor dem Hintergrund des ländlichen Deutschland Mitte des 19. Jahrhunderts, als ganze Dörfer getrieben von Hungersnot und Armut ins ferne Südamerika emigrierten, erzählt Edgar Reitz in seinem neuen Kinofilm "Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht" eine bewegende Familien- und Liebesgeschichte.

Filminfo

Originaltitel: Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht (D, 2013)
Regie: Edgar Reitz
Drehbuch: Edgar Reitz, Gert Heidenreich
Darsteller: Jan Dieter Schneider, Antonia Bill, Maximilian Scheidt, Marita Breuer, Rüdiger Kriese
16:9, Stereo, VT-UT

Jakob, ein für einen Bauernjungen ungewöhnlich romantisch veranlagter Charakter, träumt sich in eine bessere Welt, in ein Paradies in den Urwäldern Brasiliens. Er schmiedet Pläne, mit seiner großen Liebe, der Tochter einer Edelsteinschleiferfamilie aus seinem Dorf, auszuwandern, unter seltsamen Fremdlingen zu leben, ihre Sprache zu erlernen und große Abenteuer zu erleben.

Die Rückkehr seines Bruders Gustav aus dem preußischen Militärdienst gibt den Anstoß zu Ereignissen, die die Liebe zwischen Jakob und Jettchen erschüttern und Jakobs Leben in eine völlig andere Richtung lenken.

Der Treck auf dem Weg durch den Hunsrück.

In einprägsamen Zeitbildern vom Auszug der Hunsrückbauern in endlosen Kolonnen hochbeladener Pferde-Fuhrwerke, die sich durch die Täler des Hunsrück ziehen, wird hier von einer Epoche erzählt, in der Deutschland ein Auswanderungsland war und die Menschen auf der Suche nach einer anderen Heimat all ihren Mut und ihren Glauben an die Zukunft zusammenrafften, um ins Unbekannte aufzubrechen.

Gedreht an Originalschauplätzen im Hunsrück und unterstützt von der regionalen Bevölkerung folgt der Film dem Geist der weltberühmt gewordenen "Heimat"-Trilogie und eröffnet ein filmisches Panorama, das mit größtmöglicher Authentizität den einfachen Leuten und ihren Geschichten folgt.


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