Bayern 2

radioThema Kaisers Geburtstag

Franz Beckenbauer | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 10.09.2015
20:03 bis 21:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Am 11. September wird der „Kaiser“ 70. Aus diesem Anlass widmet Bayern 2 der Fußball-Ikone am Donnerstag, 10. September 2015, um 20.03 Uhr ein großes Hörfunk-Porträt im radioThema. In dem einstündigen Stück von Autorin Heike Otto gibt Franz Beckenbauer unbekannte Einblicke in sein Leben. Viele Weggefährten und Angehörige kommen zu Wort, darunter Beckenbauers inzwischen verstorbene Mutter Antonie. Auch Schattenseiten wie die umstrittenen WM-Vergaben an Russland und Katar in Beckenbauers Zeit als Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees kommen zur Sprache. Ebenfalls zum Geburtstag wiederholt das Bayerische Fernsehen am Freitag, 11. September, 20.15 Uhr, das Porträt „Fußball - Ein Leben: Franz Beckenbauer“.

Hörfunk-Feature über die vielen Gesichter und Geschichten des „Kaisers“

Fußballer, Trainer, Weltmeister, Präsident, Funktionär, Kosmopolit – das Leben des Franz Beckenbauer ist reich an Geschichten. Fast immer stand er auf der Sonnenseite des Lebens. BR-Autorin Heike Otto deckt in ihrem Feature auch bislang unbekannte Seiten von Deutschlands schillerndster Fußballfigur auf. Etwa dass sich Beckenbauer auch für den Buddhismus und Astrologie interessiert hat. und dass er ein echter Genießer ist: „Am Abend so ein Glas, es können auch zwei Gläser Rotwein sein und dann eine schöne Zigarre, das genieße ich, und dann bevorzuge ich klassische Musik.“

Auch wenn Beckenbauer es mittlerweile ruhiger angehen lässt, die Zeit der vielen Reisen ist nicht vorbei. Werbeikone, Fußballexperte, gern gesehener Gast auf Charity-Golfturnieren – es ist wohl kaum so, dass dem „Kaiser“ je langweilig war oder wird. "Ich werde mal einen Antrag an die Natur stellen, den Tag von 24 auf 28 Stunden zu verlängern“, hat er einmal gesagt.

Rückblick auf alle fußballerischen Stationen und die Schattenseiten des Lebens

Beckenbauer hat so ziemlich alles erlebt, was man als Fußballprofi erleben kann. Seine verschiedenen Stationen, auch die Auslandsjahre bei Cosmos New York, lässt Heike Otto gemeinsam mit ihm Revue passieren. Die WM 2006 nach Deutschland zu holen, war für Beckenbauer das absolute Highlight. "Eine WM zu spielen oder eine Mannschaft zu coachen, die Möglichkeit hast du alle vier Jahre. Aber eine WM zu organisieren, die hast du nur einmal im Leben.“

Unter den Weggefährten, mit denen Heike Otto gesprochen hat, sind seine inzwischen verstorbene Mutter Antonie, sein Klassenlehrer und einer seiner privaten Freunde. Man lernt einen nachdenklichen Beckenbauer kennen, der reflektierend, aber auch selbstkritisch zurückblickt. Während heute die Familie an erster Stelle steht, war es früher der Fußball. Seine jetzige Ehefrau Heidi erklärt es so: "Früher war er mehr mit dem Beruf, mit seinem Job beschäftigt. Er ist ja sehr jung Vater geworden, das war eine andere Zeit. Jetzt, mit unseren Kindern, da hat er vielleicht auch das Gefühl, was nachholen zu können. Oder er selber hat gemerkt, dass er da was versäumt hat." Zum Thema Erziehung ist auch Sohn Stephan zu hören, der Ende Juli im Alter von nur 46 Jahren an einem Hirntumor gestorben ist.

Auch die Schattenseiten von Beckenbauers Vita beleuchtet das Feature. Seine FIFA-Sperre ist genauso Thema wie die umstrittenen WM-Vergaben 2018 an Russland und 2022 an Katar, an denen Beckenbauer damals noch als Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees beteiligt war. Zu Wort kommt hierzu Thomas Kistner, Investigativ-Journalist der Süddeutschen Zeitung: "Es geht um die Frage, welche Rolle Franz Beckenbauer in diesem Gesamtumfeld vor den WM-Bewerbungen ausgeübt hat." Fragen, die sich Beckenbauer nur ungern stellen lässt.

Bayerisches Fernsehen zeigt TV-Porträt „Fußball – Ein Leben: Franz Beckenbauer“

Auch im Bayerischen Fernsehen ist Franz Beckenbauers runder Geburtstag ein Thema. Am Freitag, 11. September 2015, 20.15 Uhr läuft hier noch einmal das Porträt „Fußball – Ein Leben: Franz Beckenbauer“, das vor wenigen Tagen im Ersten Premiere feierte. In der UFA FICTION-Produktion im Auftrag des Bayerischen Rundfunks unternimmt Regisseur Thomas Schadt mit Beckenbauer eine Zeitreise in jene Stadien, die in Beckenbauers Karriere eine Rolle spielten. Abgerundet wird der Film durch exklusive Interviews mit Franz Beckenbauer sowie prominenten Weggefährten wie Günter Netzer, Pelé, Uli Hoeneß, Lothar Matthäus und Wolfgang Niersbach.

Fußballer, Trainer, Weltmeister, Präsident, Funktionär, Kosmopolit - das Leben des Franz Beckenbauer ist reich an Geschichten. Fast immer stand er auf der Sonnenseite des Lebens. BR-Autorin Heike Otto deckt in ihrem Feature auch bislang unbekannte Seiten von Deutschlands schillerndster Fußballfigur auf. Etwa dass sich Beckenbauer auch für den Buddhismus und Astrologie interessiert hat - und dass er ein echter Genießer ist: "Am Abend so ein Glas, es können auch zwei Gläser Rotwein sein und dann eine schöne Zigarre, das genieße ich, und dann bevorzuge ich klassische Musik."

Auch wenn Beckenbauer es mittlerweile ruhiger angehen lässt, die Zeit der vielen Reisen ist nicht vorbei. Werbeikone, Fußballexperte, gern gesehener Gast auf Charity-Golfturnieren - es ist wohl kaum so, dass dem 'Kaiser' je langweilig war oder wird. "Ich werde mal einen Antrag an die Natur stellen, den Tag von 24 auf 28 Stunden zu verlängern", hat er einmal gesagt.

Rückblick auf alle fußballerischen Stationen und die Schattenseiten des Lebens

Beckenbauer hat so ziemlich alles erlebt, was man als Fußballprofi erleben kann. Seine verschiedenen Stationen, auch die Auslandsjahre bei Cosmos New York, lässt Heike Otto gemeinsam mit ihm Revue passieren. Die WM 2006 nach Deutschland zu holen, war für Beckenbauer das absolute Highlight. "Eine WM zu spielen oder eine Mannschaft zu coachen, die Möglichkeit hast du alle vier Jahre. Aber eine WM zu organisieren, die hast du nur einmal im Leben."

Unter den Weggefährten, mit denen Heike Otto gesprochen hat, sind seine inzwischen verstorbene Mutter Antonie, sein Klassenlehrer und einer seiner privaten Freunde. Man lernt einen nachdenklichen Beckenbauer kennen, der reflektierend, aber auch selbstkritisch zurückblickt. Während heute die Familie an erster Stelle steht, war es früher der Fußball. Seine jetzige Ehefrau Heidi erklärt es so: "Früher war er mehr mit dem Beruf, mit seinem Job beschäftigt. Er ist ja sehr jung Vater geworden, das war eine andere Zeit. Jetzt, mit unseren Kindern, da hat er vielleicht auch das Gefühl, was nachholen zu können. Oder er selber hat gemerkt, dass er da was versäumt hat."
Zum Thema Erziehung ist auch Sohn Stephan zu hören, der Ende Juli im Alter von nur 46 Jahren an einem Hirntumor gestorben ist.

Auch die Schattenseiten von Beckenbauers Vita beleuchtet das Feature. Seine FIFA-Sperre ist genauso Thema wie die umstrittenen WM-Vergaben 2018 an Russland und 2022 an Katar, an denen Beckenbauer damals noch als Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees beteiligt war. Zu Wort kommt hierzu Thomas Kistner, Investigativ-Journalist der "Süddeutschen Zeitung": "Es geht um die Frage, welche Rolle Franz Beckenbauer in diesem Gesamtumfeld vor den WM-Bewerbungen ausgeübt hat." Fragen, die sich Beckenbauer nur ungern stellen lässt.