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Oliver Buschek  | Bild: BR/ Markus Konvalin

Freitag, 19-4-2024
9:05 vorm. to 12:00 nachm.

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BAYERN 2

9.20 Bayern 2 Radiowissen
Vergessen - Eine elementare Strategie des Gehirns

9.50 Bayern 2 Kalenderblatt
19.04.1927 Mae West wegen moralischer Gefährdung der Jugend verurteilt

10.00 / 11.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr

10.10 Eltern ohne Filter interaktiv - mit Carsten Vonnoh zum Thema: "Was braucht es für aktive Vaterschaft im Familienleben?"

11.10 Nahaufnahme
Ausländische Fachkräfte schneller in Arbeit - Klappt das?

Moderation: Oliver Buschek

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Vergessen - Eine elementare Strategie des Gehirns

Vergessen hat keinen guten Ruf. Im Alltagsverständnis gilt Vergessen als Lücke, als Fehlleistung des Gehirns, als Vorgang, den es möglichst zu vermeiden gilt. Vergessen gilt als Gegenpol zum Erinnern. Doch Vergessen ist kein Aussetzer des Gedächtnisses, sondern ein aktiver Prozess, ohne den wir nicht überlebensfähig wären. Vergessen gehört zu den essentiellen Abläufen in unserem Gehirn. Es ist notwendig, weil wir von der Fülle der auf uns einströmenden Informationen sonst erdrückt würden. Nur wer vergisst, kann Wichtiges von Unwichtigem trennen, kann abstrakt denken und Probleme lösen. Grundsätzlich funktioniert Vergessen wie ein gut programmierter Spam-Filter. Natürlich arbeitet er nicht immer reibungslos - mit einer möglichen Erkrankung des Gehirns, einer Demenz beispielsweise, hat das zunächst aber gar nichts zu tun. Im Gegenteil: Vergessen hilft uns, den Überblick zu behalten, flexibel zu handeln und Neues zu lernen. Zu vergessen ist ebenso notwendig wie uns zu erinnern. Die neurobiologischen Mechanismen für beides greifen perfekt ineinander.


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http://br.de/s/5AgZ83