Bayern 2

BAYERN 2-SOMMERRADIO radioMitschnitt aus Franken 44. Nürnberger Bardentreffen (3)

Sofaine Saidi & Mazalda aus Algerien und Frankreich auf dem Hauptmarkt | Bild: Instagram@inmeinenaugen

Sonntag, 11.08.2019
21:05 bis 22:00 Uhr

BAYERN 2

"World Wild Accordion"
Mit Yegor Zabelov, Sofiane Saïdi & Mazalda, Hugh Coltman, Will Pound & Eddy Jay und Bukahara
Von und mit Roland Kunz
Teil 4: Sonntag, 18. August 2019, 21.05 Uhr
Ausgewählte Sendungen als Podcast und in der Bayern2 App verfügbar

Das Bardentreffen in Nürnberg hat sich europaweit zu einem der größten Openair-Weltmusikfestivals in Europa entwickelt. Die dritte Folge des Rückblicks auf das diesjährige Festival wird mit Yegor Zabelov und Will Pound & Eddy Jay zwei Bands bringen, die frei nach dem Motto "World Wild Accordion" den Farbenreichtum des Akkordeons in den Mittelpunkt rücken.
Yegor Zabelov kommt aus Weißrussland, hat dort "im Untergrund" einen experimentellen Mix aus Rock, Avant-Garde Jazz und Neoklassizismus entwickelt und lässt sein Instrument mittlerweile mit traumwandlerischer Virtuosität auf internationalen Bühnen Leidenschaft, Melancholie und viel rhythmische Kraft versprühen.

Auch die Musik von Sofiane Saïdi & Mazalda geht "zur Sache" - allerdings in größerer Besetzung. Rund um die Stimme des algerischen Sängers Sofiane Saïdi, der als "Prinz des Raï 2.0" durch die Raï-Welle der 1990er Jahre nach oben gespült wurde, schart sich die sechsköpfige Band "Mazalda" und umgibt die arabischen Gesänge mit flirrenden Sounds und stampfenden Beats.
Der britische Singer-Songwriter Hugh Coltman kommt gerne mal mit Anzug und Hut auf die Bühne, lässt seine eingängigen Melodien tragen von den Grooves einer perfekt zwischen Jazz, Soul und Retro eingespielten Band - ein Erlebnis! Auch die beiden Briten Will Pound & Eddy Jay sind eine Idealbesetzung für die Katharinenruine in Nürnberg, wo es um das eher kammermusikalische Ereignis geht: In einer Zeit, in der es oft darum geht, noch lauter und aufwendiger zu agieren, kommen Will Pound mit seiner Harmonika und Eddy Jay mit dem Akkordeon auf die Bühne. Das Duo steht für ein meisterliches Spiel aus Reduktion und Innovation.
Man glaubt es kaum, aber es ist wahr: Der "Arabic-Balkan Sound" zwischen Gypsy, Reggae und Folk der Band "Bukahara" kommt aus Köln! Das stimmt allerdings nur bedingt: Drei Musiker der Band haben zwar an der Musikhochschule Köln Jazz studiert, haben ihre Wurzeln aber in Tunesien, Syrien und anderen Ländern, die den feurigen Orient-Sound von Bukahara prägen.