Bayern 2


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Obacht, Advent! Mit Gerald Huber durch die Vorweihnachtszeit

Was hat die Mistel mit dem Barbarazweig zu tun? Was haben Lebkuchen und Leberkäs gemeinsam? Und wie ist eigentlich der Adventskranz entstanden? Schlauer werden in der Adventszeit mit unserem Historiker und Bayern 2-Redakteur Gerald Huber!

Von: Gerald Huber

Stand: 29.11.2019 | Archiv

Gerald Huber | Bild: BR/Ralf Orthofer

Im Stil unserer Wortkundeserie "Obacht Bairisch" erklärt Bayern-Experte Gerald Huber, wie sich kultische Rituale zu christlichen Traditionen entwickelt haben. Und er nennt gute Gründe, weshalb nichts jemals so geblieben ist, wie es früher einmal war.

Adventskalender - eine Münchner Erfindung

Die Idee für den ersten richtigen Adventskalender hat ein Münchner gehabt. Der Verleger Gerhard Lang hat 1903 den ersten gedruckten Adventskalender auf den Markt gebracht. Reich ist er damit aber nicht geworden.

Der Barbarazweig - Glück fürs kommende Jahr

Nach regionalem Volksglauben bringt das Aufblühen der Barbarazweige Glück im kommenden Jahr. Möglicherweise hat man sich früher ganze Wälder von Birken-, Tannen- und Kirschbaumzweigen unter die Decke gehängt.

Nikolaus, Christkind, Weihnachtsmann - wer bringt die Geschenke?

Früher hat allein der Nikolaus die Kinder beschenkt. Martin Luther aber hat im 16. Jahrhundert mit der Heiligenverehrung radikal aufgeräumt - und damit auch mit dem Nikolaus.

Lebkuchen und Leberkäs

Wie, Lebkuchen und Leberkäs sind miteinander verwandt?! Ja, weiß Gerald Huber, und zwar sprachlich!

Geschenke zu Weihnachten

Den ganz und gar weltlichen Kaufrausch zur Weihnachtszeit hat es auch im Mittelalter schon gegeben. Manchmal ist Schenken eben wichtiger als Beten, meint Gerald Huber.

Der Adventskranz

Ursprünglich steckten einmal 24 Kerzen auf dem Adventskranz. Vier Kerzen sind da eigentlich die umweltfreundliche Variante, meint Gerald Huber und erklärt, wie's dazu kam.


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