Jetzt Carolina Harry Styles

Info Der Brite Harry Styles hat die Metamorphose vom One Direction Boyband Super-Popstar zu einem erstzunehmenden Solo-Künstler erfolgreich gemeistert und besingt in "Carolina" ein Mädchen, das er auf einem Blinddate kennengelernt hat.


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Tracks der Woche #38/16 The Growlers, Tofel Santana, Maeckes, Nod One's Head, Ströme

Die Surfer Boys, der eingeölte Mystische, der blasse Junge, die Haarige und die Elektro-Dudes. Wer seinen Playlisten dringend ein Update verpassen will – hier sind unsere Tracks der Woche!

Von: Nina Lenz

Stand: 16.09.2016 | Archiv

The Growlers, Nod One's Head, Tofel Santana, Maeckes, Ströme | Bild: BR

The Growlers - City Club

Ein Hybrid aus Rock, ein bisschen Country, Pop und irgendwo dazwischen steckt auch das Surfer-Feeling – so könnte man den Sound von The Growlers beschreiben. Und weil das kompliziert ist, haben die sechs einfach ein eigenes Genre erfunden: Beach Goth. Klingt komisch, ist aber gut. Zwei Jahre mussten wir auf ein neues Album warten - jetzt ist es endlich da: Mit "City Club" haben The Growlers auch die gleichnamige Single rausgehauen. Wer will, kann auch einen The-Strokes-Einfluss raushören. Produziert hat das Album nämlich Stokes-Frontmann Julian Casablancas – keine schlechte Wahl. The Growlers bleiben ihrer Linie aber auch mit Casablancas an den Reglern treu: viel verzerrte Stimme, gute Gitarrenriffs, 80er-Elektro-Sound und ganz viel Coolness. Da will man sich doch glatt ne Lederjacke überwerfen und mit Sonnenbrille gen Sonnenuntergang laufen.

Tofel Santana - Vamp ( Oh Shit)

Er kommt aus München, lebt in Barcelona und sein Name erinnert ein bisschen an Toffifee. Musik macht er auch: Bei "Vamp (Oh Shit)" kommt einem erstmal ein wummernder Bass entgegen und dann etwas, was sehr nach Peitschenhieben klingt. Er klingt vor allem eins: sauer. "Don’t act like you know shit! I’m a vamp, you should know this!" brüllt er uns entgegen – ok, verstanden. Eingeölt, Goldketten um den Hals und mit einem Manbun aus Dreads – so zeigt er sich im dazugehörigen Musikvideo. Lange hatte er in anderen Bands mitgespielt - jetzt will Tofel Santana sein eigenes Ding machen. Das Genre: Electribe. Auch wenn den Begriff nicht jeder versteht, Goldketten und viel Bass haben schon immer funktioniert.

Maeckes - Tilt!

"Die Reise zum fertigen Album war ein wunderschöner Trip." Welch liebliche Worte aus dem Munde des Mannes, der sonst sehr viel Quatsch macht und mit den Orsons auf den Bühnen der Rap-Landschaft rumspringt. Jetzt hat Maeckes mit "Tilt!" sein nächstes Solo-Album rausgebracht. In der Zeit zwischen diesem und dem Vorgängeralbum "Zwei“ ist er unter anderem auf eine Art spirituelle Reise gegangen. Auf die hat er den Musiker Tristan Busch mitgenommen, der auch schon mit den Orsons zusammen gearbeitet hat. Gemeinsam sind sie nach Dänemark in ein kleines Ferienhaus gefahren. Gut möglich, dass die Idee zum neuen Track "Tilt!“ an einem Strandspaziergang in der Abendsonne entstanden ist. In typischem abgehackten Maeckes-Rap und mit heftigem Bass (der übrigens sehr an "Schwung in die Kiste" von den Orsons erinnert), erzählt er uns unter anderem, dass er gar nicht Maeckes ist. Glauben wir dir nicht, lieber Maeckes. Gut finden wir’s trotzdem.

Nod One's Head - I'm Mad

"Nod One’s Head" heißt ja übersetzt so viel wie "Mit dem Kopf nicken". Im Fall von Sängerin Charlott Boss ist das aber eine glatte Untertreibung. Die Band und vor allem Charlott sind dafür bekannt, auf der Bühne immer komplett auszurasten. Nicht umsonst nennen sie ihr Genre "Headbanger Pop". Ihre neue Single und ganz besonders der Titel passen da perfekt: "I’m Mad". Letztes Jahr haben sie ihr Debütalbum "Lava" veröffentlicht und unter anderem auf dem "Melt!" und dem "Dockville Festival“ gespielt. Im Februar dann die Krise: Gründungsmitglied Moritz Bommert stieg aus. Und Charlotts Reaktion: sich erst mal umbenennen. Aus Charlotte Bühler wurde Charlott Boss. Klingt irgendwie fresh – genau wie "I’m Mad“: ein schöner Mix aus fettem Bass, Synthesizer und warmen Sound. Da schütteln wir doch entzückt unser Haar.

Ströme - Es wird Zeit

Elektronische 'Livemusik'  genießt bei manchen einen eher mäßigen Ruf. Laptop auf die Bühne, USB-Stick rein, zack, fertig - das ist der Vorwurf. Aber natürlich ist das ein Klischee – unter anderem schön widerlegt von Ströme. Die machen Elektro und das live: Da stehen die zwei Mitglieder vor riesigen Geräten mit viel Kabelwirrwarr und spielen handgemachten, minimalistischen Elektro. Und weil die beiden auch Mitglieder von La Brass Banda sind, darf die Trompete natürlich nicht fehlen. Sie haben jetzt ihre Debüt-EP rausgebracht, auf der auch "Es wird Zeit" ist. Ströme betten einen erstmal ganz sanft in leichte Klänge, damit dann der Bass erst so richtig wirkt. Nett von ihnen! Über den Text kann man streiten, aber die Musik steht bei Ströme eh im Vordergrund.


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