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Wikipedia in München Online-Lexikon lässt sich nieder

Heute eröffnet das WikiMUC, der Münchner Treffpunkt ehrenamtlicher Wikipedia-Autoren. Diese Autoren machen den Unterschied zu anderen Enzyklopädien aus. Die große Mitmach-Community bildet die Stärke des Online-Lexikons. Aber sie bröckelt.

Von: Achim Killer

Stand: 07.10.2016

Wiki-Logo | Bild: picture-alliance/dpa

Rund 2 Millionen Artikel umfasst die deutsche Wikipedia-Ausgabe. Gepflegt, aktualisiert und erweitert wird diese – im wahrsten Sinne des Wortes – enzyklopädische Web-Site von gerade mal 6.000 Idealisten. Eine Mammutaufgabe, gestemmt von relativ wenigen Schultern.

Der Wikipedianer-Schwund

Und: Die Zahl der Autoren sinkt. Vor allem um dem entgegenzuwirken, lässt sich die Community jetzt vor Ort nieder. In der wirklichen Welt sind die Umgangsformen oft besser als in der virtuellen.

Das Wissen und die Besserwisser

"Bei Wikipedia geht es um Wissen", formuliert es ein Autor. "Das zieht natürlich auch die Besserwisser an." Bei Online-Diskussionen schurigeln sich Wikipedianer häufig gegenseitig. Sie führen Edit-Wars, löschen sich wechselseitig Veränderungen aus Artikeln. Kurz: Der Ton ist oft rau, was vor allem Neulinge abschreckt.

Fehler werden schnell korrigiert

Wikipedia aber steht und fällt mit der Community. Durch die Vielzahl der Autoren werden Artikel gründlicher überprüft als in anderen Lexika. Fehler werden meist schnell entdeckt und korrigiert. Allerdings müssen die Wikipedianer halt noch lernen, pfleglicher miteinander umzugehen.


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HinterTürkisch, Samstag, 08.Oktober, 15:54 Uhr

3. Killer, bitte Kommen(tieren)!

Ich möchte mich hier der/ dem VorkommentatorIn "THW, Freitag, 07.Oktober, 14:14 Uhr" anschliessen: Herrn Killers Texte unterliegen scheinbar grösstenteils einem Kommentierverbot, was äusserst schade ist und wodurch vielleicht auch Anregungen für die-zumindest noch vor einiger Zeit, komme selbst nur noch selten dazu-im B5-Radiosendungen aus der BR-Computerredaktion entspringen könnten. Wie "Ein Bayer, Samstag, 08.Oktober, 12:04 Uhr" schon festgestellt hat, ist es teils ultramühsam zu Wikipedia beizutragen-andererseits aber (ist jetzt mein Punkt...) hört man immer wieder von "professionell bestellten und gemachten Wikipedia-Beiträgen". Vielleicht sollte hier einfach ein Feedback eingebaut werden, eine Beitragsredaktion wird Wikipedia ja wohl schon haben.

  • Antwort von Redaktion, Samstag, 08.Oktober, 17:16 Uhr

    Danke für Ihre Meinung, aber Sie befinden sich im Irrtum. Herrn Killers Texte unterliegen und unterlagen keinem Kommentierverbot.

  • Antwort von Chris, Sonntag, 09.Oktober, 10:48 Uhr

    Subjektiv finde ich es auch schade, dass das, was Herr Killer schreibt, in der Regel - und dieser Text übrigens am Samstag in der Früh auch noch - nicht kommentiert werden kann.
    Allerdings verstehe ich dies, denn fachlich, sachlich ist das meist jenseits der Grenze von richtig und falsch. Man (Herr Killer) schützt sich, in dem man verhindert, dass seine sachlichen, fachlichen Fehler sichtbar werden könnten.

    @BR: kann nicht kommentiert werden ? Kommentierverbot (?)

    @ HinterTürkisch: Selbstverständlich sind in der Wikipedia viele bezahlte Artikel, manche sind gut gemacht und entsprechen trotz Bezahlung den objektiven und offiziellen Wikipedia-Richtlinien, viele sind schlecht und werden trotzdem meist (! Achtung Herr Killer) nicht korrigiert, weils keiner merkt, sich niemand die Mühe macht. Denn Fehler (egal wie) werden meist NICHT schnell korrigiert, ist auch kein Wunder bei fast 2 Millionen Artikel, gelesen (und korrigiert) werden meist nur Themen die im Moment aktuell sind.

    Anmerkung der Redaktion: Lieber Chris, weshalb "Kommentarverbot"? Die Kommentarfunktion für den Artikel von Achim Killer "Online-Lexikon lässt sich nieder" befindet sich regulär unter dem Artikel.

    Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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  • Antwort von Chris, Mittwoch, 12.Oktober, 10:03 Uhr

    Hallo Redaktion,
    da liegt vielleicht ein Missverständnis zwischen uns vor.
    "@BR: kann nicht kommentiert werden ? Kommentierverbot (?)" habe ich nachträglich eingefügt und hat die letzten der 1000 Zeichen verbraucht.
    Sagen wollte ich damit, dass eventuell der Begriff 'Kommentierverbot' von "HinterTürkisch", einfach für "kann nicht kommentiert werden" steht, dies ist oft bei Texten von Herrn Killer so und war auch in der Früh hier so.
    Dies ist auch bei vielen anderen Redaktionsbeiträgen so, ich selber würde es nicht als Kommentier_verbot_ sehen, sondern es geht halt nicht, was ich Schade finde.
    Bei Herrn Killer fällt es mir halt auf, weil oft fachliche Fehler ohne Not (= leichteres Verständnis für unbedarfte Leser) drin sind.
    Seichtes Beispiel: für den blutigen Laien sind Homepage, Webseite und Website synonym, für ITler nicht. Dem Laien tuts nicht weh, wenn das richtige Wort benutzt wird, das falsche aber dem Wissenden - ist wie in Wikipedia und wird selten korrigiert. :-)

Ein Bayer, Samstag, 08.Oktober, 12:04 Uhr

2. Das Wissen und die Besserwisser - was vor allem Neulinge abschreckt

So war es auch bei mir. Ich hatte einst einen Beitrag über den in der Oberpfalz weit verbreiteten "Fantastischen Karpfen" geschrieben. Die Besserwisser bei WIKIPEDIA waren - nach einer allgemein eingeleiteten allgemeinen Diskussion, in der mein Artikel auf den Prüfstand gestellt wurde - der Meinung, dieser Beitrag sei nicht zeitgemäß und berühre nur relativ wenige WIKIPEDIA-Nutzer. Andererseits verteidigten sie ziemlich aggressiv einen Artikel über eine - wohl dem Großteil der Nutzer - unbekannte Künstlerpersönlichkeit des 18ten Jahrhunderts (der Name ist mir leider nicht mehr bekannt) als auch für die Neuzeit sehr relevaten Beitrag. Ich habe mich daraufhin entschlossen, nicht mehr weiter zu machen. Daran wird wird sich auch nichts ändern, wenn WIKIPEDIA so zu sagen "vor Ort" ist. Die Besserwisser arbeiten ja immer noch und machen es weiterhin den Neulingen schwer, weil sie glauben, das Wissen allumfassend zu kennen und verwalten zu müssen. Schade ist es nur um die Ursprungsidee.

THW, Freitag, 07.Oktober, 14:14 Uhr

1. "Computerexperten"

Möchte die seltene Gelegenheit, einen Beitrag von A. Killer kommentieren zu können, dafür nutzen, einen Wunsch unterzubringen: Bitte überlegen Sie sich, wen Sie mit Ihren Shorties erreichen wollen. Nicht-Computer-Experten wie ich würden sehr gerne genau solche Beiträge lesen. Hinterher denke ich oft, aha, und jetzt?
Hier z.B. verstehe ich schon den 2. Satz nicht. Was heißt "Diese Autoren machen den Unterschied zu anderen Enzyklopädien aus".

Nichts gegen Kürze, und im Grunde ist das Wikipedia-Dilemma auch prägnant zusammengefasst (muss man auch erst mal können), aber etwas mehr erklärender Text drumherum dürfte manchmal schon sein. Danke!

  • Antwort von Nerd, Samstag, 08.Oktober, 00:16 Uhr

    @THW

    Das Thema ist immer eine Gratwanderung. Wird zu oberflächlich für Laien berichtet, dann besteht die Gefahr die fachlich fortgeschrittenen User zu langweilen.
    Ich finde die Berichte ausgewogen. Mal ist es eben nix für mich, weil es ein "alter Hut" ist, das andere mal sind es eben echte Hinweise auf neue Entwicklungen und Trends.
    Wenn man es ganz genau nimmt, müssten sich die "Experten" nur aus fachlichen Quellen informieren. Die sind jedoch oft so trocken langatmig und sehr in die Tiefe gehend. Man darf nicht vergessen, dass der BR wohl kein reines Computermagazin ist. Aber das würde wohl einen Artikel selbst füllen, was macht das BSI, woher bekomme ich Sicherheitsinformationen z.B. onlinewarnungen/de oder SANS Internet Storm Center usw.
    Mir gefallen die Beiträge ganz gut. Gerade, weil sie oftmals schneller auf den Punkt kommen.