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Weltbild-Chronik Aufstieg, Fall und Neubeginn des Augsburger Verlagshauses

Jahrelang war die kirchliche Verlagsgruppe Weltbild aus Augsburg sehr erfolgreich. Doch der sich rapide verändernde Buchmarkt und ein Skandal um erotische Literatur setzte Weltbild zu. Aufstieg, Fall, Neubeginn, neue Sorge.

Von: BR-Autoren

Stand: 09.01.2015

  • März 1948
    Augsburger Dom | Bild: picture-alliance/dpa

    Unweit des Augsburger Doms arbeiteten die ersten Weltbild-Mitarbeiter.

    1948

    Gründung des Winfried-Werks

    In der Augsburger Domprobstei entsteht die Winfried-Werk GmbH. Sie wird gemeinsam gegründet von Josef Hall und dem Katholischen Männerwerk Fulda. Der Verlag gibt zunächst das katholische Magazin "Mann in der Zeit" und einige wenige Buchtitel heraus. Nachdem bereits 1968 die Zeitschrift "Mann in der Zeit" in "Weltbild" umbenannt wurde, kam Anfang der 1970er Jahre der Start der Weltbild Bücherdienst GmbH. Erstmals konnten Bücher über einen Katalog bestellt werden.

  • Januar 1987
    Logo des Pattloch-Verlags  | Bild: Pattloch

    Der Aschaffenburger Pattloch Verlag ist mittlerweile Teil von DroemerKnaur.

    1987

    Start des Expansionskurses

    In den 1980er Jahren übernimmt die Weltbild-Bücherdienst GmbH zahlreiche Zeitschriftentitel und Buchverlage, darunter den Aschaffenburger Pattloch Verlag. Der Handel mit Büchern und Zeitschriften wird mittels Kooperationen auf das Ausland ausgedehnt. 1987 verschmilzt das Winfried-Werk endgültig mit dem Bücherdienst zur Weltbild Verlag GmbH.

  • Januar 1994
    Kunden in einer Weltbild-Filiale | Bild: picture-alliance/dpa

    Eine von über 400 Filialen, die Weltbild mit Hugendubel betreibt.

    1994

    Eröffnung erster Filialen

    Gemeinsam mit Hugendubel eröffnet Weltbild die ersten drei Filialen in Landsberg, Weilheim und Fürth.

  • Januar 1997
    Logo der Verlagsgruppe Droemer-Knaur | Bild: Droemer-Knaur

    Die Verlagsgruppe DroemerKnaur soll von der Insolvenz nicht betroffen sein.

    1997

    Weltbild goes online

    Auch im Internet ist Weltbild von nun an präsent und vertreibt Bücher, Zeitschriften und Medien online. Zwei Jahre später startet die Tochtergesellschaft Booxtra mit einer eigenen Website, Restauflagen werden über Jokers-Kataloge und -Läden vertrieben. Zudem fusioniert Weltbild teilweise mit der Holtzbrinck-Gruppe, daraus entsteht die Verlagsgruppe Droemer Knaur.

  • Januar 2001

    2001

    Das internationale Geschäft lockt

    In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends wird kräftig zugekauft, unter anderem entsteht mit "kidoh" eine Marke für Spiel- und Lernprodukte, außerdem steigt Weltbild beim niederländischen Online-Shop bol.com ein. 2006 fusionieren die Verlagsgruppe und Hugendubel unter dem neuen Namen DBH Buch Handel. Ab 2008 übernehmen sie gemeinsam das Buchgeschäft bei Karstadt.

  • April 2009

    2009

    Erste Zweifel keimen

    Weltbild ist zum großen Player im Buchhandel geworden, den kirchlichen Eigentümern wächst der Verlag langsam über den Kopf. Sie lassen erstmals Verkaufspläne prüfen. Doch mit der Finanzkrise wird das Vorhaben 2009 wieder auf Eis gelegt. Das Geschäft geht unverändert weiter.

  • November 2011

    November 2011

    Erotikliteratur sorgt für Eklat

    Vor allem konservativ-katholische Kreise stören sich daran, dass die Verlagsgruppe auch esoterische und erotische Literatur vertreibt. So empörte sich der Kölner Kardinal Meisner, es gehe nicht an, dass man in der Woche damit Geld verdiene, wogegen am Sonntag gepredigt werde. Es braut sich ein handfester Skandal zusammen, von dem sich das Medienhaus nach Meinung vieler Beobachter nicht mehr erholt hat. Im Zuge dieser Krise beschließen die Bischöfe, sich von Weltbild zu trennen.

  • Juni 2012
    Die Bistümer wollen aus dem Verlagshaus Weltbild eine Stiftung machen | Bild: picture-alliance/dpa

    Juni 2012

    Verkaufspläne werden gestoppt

    Aufatmen bei den knapp siebentausend Mitarbeitern: Die Weltbild-Gesellschafter teilen mit, Weltbild doch nicht verkaufen zu wollen. Stattdessen soll die Verlagsgruppe in eine kirchliche Stiftung überführt werden. Nach und nach schränkt das Haus seine Aktivitäten im Ausland ein.

  • September 2013

    September 2013

    Insolvenzgerüchte kursieren

    In Presseberichten wird über eine bevorstehende Insolvenz des Medienhauses spekuliert. Die Berichte werden umgehend zurückgewiesen, stattdessen erklärt das Haus, durch den Umbau des Unternehmens entstehe vorübergehend eine "Verlustsituation", die auch 2014 noch andauern werde. Der Fortbestand sei aber nicht gefährdet. Man holt sich einen Sanierungsexperten in den Vorstand.

  • November 2013
    Schirm mit Weltbild-Logo | Bild: picture-alliance/dpa

    November 2013

    Kapitalschnitt notwendig

    Die Verlagsgruppe will im Zuge der Sparmaßnahmen unter anderem den Kundendienst auslagern und dadurch Personalkosten sparen. Die ersten 140 Arbeitsplätze werden abgebaut. Weltbild-Chef Carel Halff kündigte umfangreiche Umstrukturierungen an. 6.800 Beschäftigte fürchten um ihren Job.
    Am 4. November 2013 hat der neue Chefsanierer Josef Schultheis sein Amt angetreten. Er soll den Umbau von Weltbild forcieren.
    Gleichzeitig kündigen mehrere Bistümer an, dem Haus mit einer kurzfristigen Finanzspritze unter die Arme greifen zu wollen.

  • Januar 2014

    10. Januar 2014

    Die Pleite steht bevor

    Auch das Weihnachtsgeschäft hat nicht mehr den erhofften Umsatz gebracht. Die Geschäftsleitung teilt mit, einen Insolvenzantrag gestellt zu haben. Davon nicht betroffen seien das gemeinsam mit dem Buchhändler Hugendubel betriebene Filialgeschäft, die Läden in Österreich und der Schweiz sowie der Online-Buchhändler bücher.de. Um Weltbild wirtschaftlich wieder auf die Beine zu stellen, brauche es doppelt so viel Geld wie bisher angenommen, heißt es. Diese Entwicklung tragen die Gesellschafter aber nicht mehr mit und ziehen die Reißleine.

  • Januar 2014

    15. Januar 2014

    Heftige Kritik der Gewerkschaften

    In einem offenen Brief, den 1.500 Beschäftigte unterzeichnet haben, kritisiert die Gewerkschaft Verdi die Weltbild-Geschäftsführung. Die Bischöfe hätten in den vergangenen Jahren einen "völlig widersprüchlichen und unklaren Kurs" gefahren und Weltbild so "bewusst in die Insolvenz getrieben". Die Unterzeichner des Offenen Briefes erklären, dass sie "nicht bereit sind, unser Unternehmen und unsere Arbeitsplätze sang- und klanglos auf dem Altar innerkirchlicher Machtkämpe opfern zu lassen".

  • Januar 2014
    Wolfgang Grupp | Bild: picture-alliance/dpa

    23. Januar 2014

    Harsche Kritik an der Kirche

    Am selben Tag kritisiert der Eigentümer der Textilfirma Trigema, Wolfgang Grupp, die kirchlichen Gesellschafter von Weltbild. Sie hätten sich aus der Verantwortung gestohlen, so Grupp. Die daraus folgenden Schäden hätten sie nun den Steuer- und Beitragszahlern der Sozialversicherung aufgebürdet, schreibt Grupp in einer Kolumne auf der Website der in Düsseldorf erscheinenden "WirtschaftsWoche". Grupp zufolge seien die Probleme bei Weltbild unternehmerisch zu lösen, auch wenn das Geld koste. Dazu sei die katholische Kirche wirtschaftlich in der Lage gewesen, so der Trigema-Chef.

  • Januar 2014
    Bischof Konrad Zdarsa und Kardinal Reinhard Marx | Bild: picture-alliance/dpa, Montage: BR

    24. Januar 2014

    Kirche verspricht Geld für Rettung

    Die Erzdiözese München-Freising stellt der Familie Hugendubel einen Kredit in Höhe von 20 Millionen Euro zur Verfügung - aus dem Vermögen des Erzbistums. Das Geld ist offenbar notwendig, damit die Filialen von Weltbild und Hugendubel nicht von der Insolvenz der Verlagsgruppe Weltbild in Augsburg angesteckt werden. Der Augsburger Bischof Zdarsa stellt einen Zuschuss des Bistums in Höhe von 15 Millionen Euro in Aussicht, damit die insolvente Augsburger Verlagsgruppe weiter liquide bleibt.

  • Januar 2014

    28. Januar 2014

    Weltbild erhält bis zu 65 Millionen

    Nach vielen Ankündigungen verständigt sich die katholische Kirche auf die ersehnte finanzielle Hilfe für die insolvente Verlagsgruppe Weltbild. Der Verband der Diözesen Deutschlands gibt am 28. Januar 2014 bekannt, bis zu 65 Millionen Euro aufzubringen. Weltbild verschafft sich damit Zeit.

  • Februar 2014
    Wltbild-Verlag | Bild: Bayerischer Rundfunk

    3. Februar 2014

    Seehofer will helfen

    Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge will Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) Weltbild bei der Überbrückung von Engpässen helfen. Es gehe um Finanzmittel, die die Staatsregierung für einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten stellen will. Die Zeitung berichtet außerdem, dass es für den Weltbild-Verlag offenbar zwei Interessenten gibt.

  • Februar 2014
    Ein Handwerker arbeitet am Logo einer Hugendubel-Filiale | Bild: picture-alliance/dpa

    21. Februar 2014

    Hugendubel und Weltbild trennen sich

    Diejenigen Weltbild-Plus-Filialen, die derzeit in Karstadt-Warenhäusern untergebracht sind, sollen nach Aussage des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz nun auf Hugendubel übergehen. Diese Filialen werden zusammen mit den 77 bisherigen Hugendubel-Filialen in der Deutschen Buch Handels GmbH und Co. KG (DBH) verbleiben. Die über 200 Weltbild-Plus-Filialen werden aus der DBH herausgelöst. Hugendubel wird alleiniger Gesellschafter der DBH. Damit steigen die Chancen, Weltbild zu sanieren.

  • März 2014
    Kirche und Geld: Bibel und Euro-Geldscheine | Bild: picture-alliance/dpa

    20. März 2014

    Bistümer schießen Geld nach

    Dem Vernehmen nach haben sich die bischöflichen Anteilseigner bereit erklärt, noch einmal weitere Mittel in zweistelliger Millionenhöhe zur Verfügung zu stellen. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz will offenbar den Verlag zunächst in Eigenregie weiterführen und von Grund auf sanieren. Das schließt möglicherweise auch einen weiteren Stellenabbau ein, wie die Gewerkschaft Verdi befürchtet. Bis zum Sommer, so heißt es, wolle der Insolvenzverwalter den Verlag abspecken und dann gemeinsam mit dem Filialgeschäft an Investoren verkaufen.

  • März 2014

    20. März 2014

    Massive Stellenstreichungen

    Bei einer Betriebsversammlung gibt Insolvenzverwalter Geiwitz bekannt, dass am Standort Augsburg 656 Stellen wegfallen. Die betroffenen Beschäftigten sollen in eine Qualifizierungsgesellschaft wechseln. Das soll ihnen erleichtern, einen neuen Job zu finden. Die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft wird aus Mitteln der Arbeitsagentur und der katholischen Kirche finanziert. Der Verlag müsse deutlich schlanker werden, um aus der Verlustzone herauszukommen, so Geiwitz. Einen konkreten Investor nennt der Insolvenzverwalter nicht.

  • Mai 2014

    12. Mai 2014

    Übernahme geklärt

    Nach vier Monaten in der Insolvenz gibt es Klarheit: Der Investor Paragon will bei Weltbild einsteigen. Es sei geplant, dass alle Betriebsteile des Buch- und Medienhändlers in eine neue Gesellschaft überführt werden, die dann von Paragon als Mehrheitsgesellschafter geführt werde, teilt Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz mit. Auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer spricht von einem "positiven Signal": "Das stimmt zuversichtlich, wenngleich für den Insolvenzverwalter und alle Beteiligten noch eine Menge zu tun ist."

  • Juli 2014

    16. Juli 2014

    Paragon springt ab

    Nach etlichen Wochen und zum Teil zähen Verhandlungen platzt die Übernahme durch Paragon. Neuer Investor wird das Düsseldorfer Familienunternehmen Droege Group, das einen Jahresumsatz von acht Milliarden Euro hat. Am 4. August 2014 wird der Vertrag unterzeichnet. Augsburgs OB Kurt Gribl und Betriebsratschef Peter Fitz reagierten erleichtert auf die Vertragsunterzeichnung: "Seit September vergangenen Jahres hing das Damoklesschwert der Insolvenz über uns, jetzt aber ist endlich wieder Hoffnung da, ein Aufatmen geht durch den ganzen Betrieb."

  • September 2014
    Pressefoto Dr. Gerd Robertz | Bild: bücher.de

    25. September 2014

    Neue Geschäfstführung

    Die Düsseldorfer Droege Gruppe als Investor und der Konkursverwalter Arndt Geiwitz als Gläubigervertreter setzen eine neue Geschäftsführung für den pleitegegangenen Weltbild-Verlag ein: An der Spitze des Unternehmens stehen künftig Gerd Robertz (Foto) von bücher.de, Patrick Hofmann von Sonepar und Sikko Böhm von der Droege Group. Robertz ist für den Bereich Markt und Vertrieb, Hoffmann für Operations und Kaufmännisches und Böhm für Projekte und Effizienz verantwortlich.

  • Oktober 2014
    Menschen gehen auf einer Glasbrücke in der Zentrale der Weltbild Gruppe in Augsburg | Bild: picture-alliance/dpa

    10. Oktober 2014

    Aus Weltbild GmbH wird Weltbild Gruppe

    Das Unternehmen teilt am 10. Oktober 2014 mit, dass im Zuge des Closings das Eigentum, also sämtliche Werte der insolventen Verlagsgruppe Weltbild GmbH, auf die neu gegründete Weltbild Gruppe übertragen wurden - rückwirkend zum 1. Juli. Durch eine Kapitalerhöhung von 20 Millionen Euro stehe Weltbild auf einem soliden finanziellen Fundament. Mit dem Closing sei es nun geschafft, erklärt Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz. Weltbild habe gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Neustart, und die Gläubiger der Verlagsgruppe profitierten vom zukünftigen Erfolg.

  • November 2014
    Thomas Gürlebeck, Gewerkschaftssekretär von Verdi, am 16. Juli 2014 auf einer Pressekonferenz in Augsburg  | Bild: picture-alliance/dpa

    18. November 2014

    Robertz wirft hin, Verdi sieht schwarz

    Am 17. November 2014 gibt Weltbild bekannt, dass Gerd Robertz seinen Posten als Geschäftsführer "aus persönlichen Gründen" aufgibt. Einen Tag später präsentiert der Verlag einen Neuzugang: Wolf Nikrandt, bisher Chef des Weltbild-Resteseller Jokers, wird neuer Marketingleiter. Die Gewerkschaft Verdi fordert, dass nach dem Weggang von Robertz nun endlich ausgewiesene Handelsexperten an die Spitze berufen werden sollten. Die bisherige Führungsriege mache nicht den Eindruck, dass sie an steigenden Umsätzen interessiert sei, so Gewerkschaftssprecher Thomas Guerlebeck (Foto).

  • November 2014
    Firmenschild vor der Zentrale von Weltbild in Augsburg | Bild: picture-alliance/dpa

    20. November 2014

    Investor schweigt zu weiteren Stellenstreichungen

    Weltbild drohe der Kahlschlag, meldet das "manager magazin". Das von Insolvenzverwalter und Unternehmensberatung erarbeitete Fortführungskonzept funktioniere offenbar nicht. Stunden später reagiert die Droege Group. Man bedauere, dass es "bereits kurzfristig nach Übernahme der Weltbild-Guppe zu Anpassungsnotwendigkeiten, die sich in allen Bereichen der Weltbild-Gruppe niederschlagen werden", komme, erklärt Sprecherin Johanna Dieckmann. "Wir können den Umfang der personellen Anpassungsmaßnahmen, die das 'manager magazin' kommuniziert, jedenfalls nicht bestätigen."

  • Januar 2015
    Logo des Weltbild-Verlages | Bild: picture-alliance/dpa

    10. Januar 2015

    Jahrestag der Insolvenz

    Von einst 2.200 Beschäftigten sind in der Zentrale in Augsburg noch 950 übrig, das Filialnetz von Weltbild wurde ausgedünnt. Rund 1.000 Beschäftige wechselten in eine Transfergesellschaft und werden dort weiter qualifiziert. Die Stimmung der Belegschaft schwankt zwischen Hoffen, Bangen und Enttäuschung. Es sei ein Jahr von einzelnen Hochs und langen Tiefs gewesen, zieht die Gewerkschaft Verdi Bilanz. Die Geschäftsführung verhandelt mit dem Betriebsrat über die Entlassung von weiteren 200 Beschäftigten.

  • Februar 2015
    Weltbild-Ladengeschäft | Bild: Bayerischer Rundfunk

    16. Februar 2015

    "Lesensart" will die Hälfte der Weltbild-Filialen übernehmen

    Weltbild will 70 von 145 Filialen verkaufen, elf der 26 bayerischen Niederlassungen sind betroffen. Erhalten bleiben: Augsburg (City Galerie), Aschaffenburg, Deggendorf, Erding, Forchheim, Fürstenfeldbruck, Fürth, Garmisch-Partenkirchen, Landsberg, Lindau, Mühldorf, Nördlingen, Nürnberg (Mercado), Weißenburg und Weilheim. Die Filialen in München (PEP-Neuperlach), Regensburg (Arcaden), Landshut, Coburg, Bamberg, Straubing, Neuburg, Ansbach, Schwabach, Bad Kissingen und Freising sollen an die mittelständische Buchhandlung „Lesensart“ von Rüdiger Wenk aus Ahaus verkauft werden.

  • März 2015
    Weltbild-Ladengeschäft | Bild: Bayerischer Rundfunk

    3. März 2015

    Konzern bestätigt Filialabbau

    Weltbild wird künftig nur noch mit 85 Filialen bundesweit vertreten sein. Nach Konzern-Angaben sind die Verhandlungen über einen Interessenausgleich mit dem Gesamtbetriebsrat abgeschlossen, der Verkauf von 67 Filialen an die Buchhandlung "Lesensart" fix. Die rund 400 Mitarbeiter, die von dem Verkauf der 67 Filialen betroffen sind, werden übernommen. Käufer ist der Unternehmer Rüdiger Wenk, der in Berlin zwei Buchhandlungen mit dem Namen Lesensart führt und seit August 2014 neu im Buchhandelsgeschäft ist. Der Firmensitz liegt in Ahaus in Nordrhein-Westfalen.

  • Juli 2015
    Bücherregal | Bild: picture-alliance/dpa

    22. Juli 2015

    Insolvenz des Filialen-Käufers

    Der Käufer von 67 Filialen "Lesensart" meldet Insolvenz an. Rund 250 Angestellte könnte dies direkt betreffen.


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