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Zeitstrahl Prozesse gegen NS-Kriegsverbrecher

Die Verfolgung von NS-Kriegsverbrechern war kein Ruhmesblatt der deutschen Justiz. Die meisten konnten entkommen. Etliche leben noch - unbehelligt. Manchen wurde erst nach Jahrzehnten der Prozess gemacht - hier eine Chronik, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Von: Ernst Eisenbichler

Stand: 28.09.2011

  • November 1945
    Die Angeklagten vor dem internationalen Militärgericht in Nürnberg | Bild: Bundesarchiv, Bild 183-V01032-3 / Fotograf: o.A. / Lizent CC-BY-SA

    Militärgericht © Bundesarchiv, Bild 183-V01032-3 / Fotograf: o. A. / Lizenz CC-BY-SA

    November 1945

    Beginn der Nürnberger Prozesse

    Nazi-Bonzen vor dem internationalen Militärgericht: Am 20. November beginnt der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Am Ende des Mammut-Verfahrens, am 30. September und 1. Oktober 1946, werden zwölf der 24 Angeklagten zum Tod verurteilt, unter ihnen Joachim von Ribbentrop, Julius Streicher, Alfred Rosenberg und Hermann Göring. Dieser begeht wenige Stunden vor der geplanten Hinrichtung Selbstmord.

  • Mai 1946
    Landsberg 1946: Geistlicher Zuspruch kurz vor der Hinrichtung | Bild: picture-alliance/dpa

    Landsberg 1946: Geistlicher Zuspruch kurz vor der Hinrichtung © picture-alliance/dpa

    Mai 1946

    Hinrichtung eines SS-Mannes

    Im Rahmen der Dachauer Prozesse wird der ehemalige SS-Obersturmführer Vinzenz Schöttl im Dezember 1945 zusammen mit 35 Mitangeklagten von einem US-Militärgericht zum Tod durch den Strang verurteilt. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass Schöttl als Schutzhaftlagerführer im KZ Auschwitz III Monowitz für die Misshandlung von Lagerinsassen und die Erschießung eines Häftlings verantwortlich war. Am 28. Mai 1946 wird er in Landsberg am Lech hingerichtet.

  • Dezember 1946
    Oswald Pohl (Mitte) | Bild: picture-alliance/dpa

    Oswald Pohl (Mitte) © picture-alliance/dpa

    Dezember 1946

    Die Nürnberger Nachfolgeprozesse

    Von Dezember 1946 bis April 1949 finden in Nürnberg vor US-Militärgerichten die zwölf Nachfolgeprozesse gegen NS-Kriegsverbrecher statt. Verantworten müssen sich unter anderem SS-Leute, Ärzte, Juristen, Industrielle, Regierungsvertreter - unter ihnen auch Oswald Pohl, der ehemalige Leiter des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes. 1947 wird er zum Tod verurteilt, 1951 hingerichtet.

  • Januar 1950

    Januar 1950

    BRD beginnt mit juristischer Aufarbeitung von NS-Verbrechen

    Voraussetzung dafür ist das Gesetz Nr. 13 des Alliierten Kontrollrats: Es hebt mit Wirkung vom 1. Januar 1950 die Bestimmungen auf, die bislang die Zuständigkeit deutscher Gerichte bei der Verfolgung von NS-Verbrechen beschränkten.

  • Oktober 1954
    Carl-Albrecht Oberg | Bild: picture-alliance/dpa

    Carl-Albrecht Oberg (1954) © picture-alliance/dpa

    Oktober 1954

    Prozess gegen den "Schlächter von Paris"

    Der ehemalige hohe SS-Funktionär Carl-Albrecht Oberg wird am 9. Oktober 1954 in Paris wegen Kriegsverbrechen zum Tod verurteilt. Von 1942 bis 1944 war er im besetzten Frankreich an der Deportation von zehntausenden Juden in Vernichtungslager beteiligt. In Frankreich wurde er "Schlächter von Paris" genannt. 1962 wird Obergs Strafe in lebenslange Haft umgewandelt, 1963 kommt er vorzeitig frei.

  • April 1958
    Der Hauptangeklagte Bernhard Fischer-Schweder (links) | Bild: picture-alliance/dpa

    Der Hauptangeklagte Bernhard Fischer-Schweder (links) © picture-alliance/dpa

    April 1958

    Der Ulmer Einsatzgruppen-Prozess

    Am 28. April 1959 beginnt vor dem Schwurgericht Ulm der sogenannte Einsatzgruppen-Prozess. Vor Gericht stehen zehn NS-Funktionäre, die 1941 im litauisch-deutschen Grenzgebiet mehr als 5.500 Juden ermordet hatten. Alle Angeklagten werden zu Haftstrafen verurteilt, aber nur wegen "Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord", nicht als Täter. Eine systematische Aufarbeitung von NS-Kriegsverbrechen wird nun als dringend notwendig erachtet. Zuvor waren regelmäßig Verurteilte durch Amnestie vorzeitig entlassen worden.

  • Dezember 1958
    Archiv der Zentralen Stelle in Ludwigsburg | Bild: picture-alliance/dpa

    Archiv der Zentralen Stelle in Ludwigsburg

    Dezember 1958

    Systematische Aufklärung von NS-Verbrechen

    Am 1. Dezember wird die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg gegründet. Die Recherchen dieser Behörde führten bis heute insgesamt zu mehr als 17.800 Verfahren wegen NS-Verbrechen an deutschen Gerichten, darunter auch der Prozess gegen John Demjanjuk.

  • April 1961
    Adolf Eichmann auf der Anklagebank in Jerusalem | Bild: picture-alliance/dpa

    Adolf Eichmann auf der Anklagebank in Jerusalem © picture-alliance/dpa

    April 1961

    Eichmann-Prozess in Israel

    Der spektakulärste aller NS-Kriegsverbrecherprozesse: Am 11. April 1961 beginnt in Jerusalem das Verfahren gegen Adolf Eichmann. Er wird zum Tod verurteilt und am 31. Mai 1962 hingerichtet. Als Planer vom Schreibtisch aus war er maßgeblich an der systematischen Vernichtung der Juden beteiligt. Nach Kriegsende flüchtete er nach Südamerika. 1960 wurde er in Buenos Aires vom israelischen Geheimdienst Mossad entführt und nach Jerusalem gebracht.

  • Dezember 1963
    Urteilsverkündung im zweiten Auschwitz-Prozess 1966 | Bild: picture-alliance/dpa

    Urteilsverkündung im zweiten Auschwitz-Prozess 1966 © picture-alliance/dpa

    Dezember 1963

    Beginn der Auschwitz-Prozesse

    Im Frankfurter Römer beginnt im Dezember 1963 eine Serie der größten Strafverfahren der deutschen Nachkriegsgeschichte: die drei Auschwitz-Prozesse (1963-65, 1965/66, 1967/68) sowie Nachfolgeprozesse in den 70er-Jahren. Vor Gericht stehen NS-Funktionäre, denen Verbrechen im Vernichtungslager Auschwitz vorgeworfen werden. Die meisten der insgesamt 25 Urteile der drei Auschwitz-Prozesse lauten auf mehrjährige Haftstrafen.

  • Oktober 1970
    Franz Stangl vor dem Düsseldorfer Schwurgericht | Bild: picture-alliance/dpa

    Franz Stangl vor dem Düsseldorfer Schwurgericht © picture-alliance/dpa

    Oktober 1970

    Sobibór- und Treblinka-Kommandant verurteilt

    Am 22. Oktober 1970 verurteilt das Düsseldorfer Schwurgericht Franz Stangl zu einer lebenslangen Haftstrafe als Mitverantwortlichen für den Massenmord an 900.000 Juden. Er stirbt am 28. Juni 1971 im Gefängnis. Stangl war Kommandant der Vernichtungslager Treblinka und Sobibór. Stangl war auch Beteiligter an der "Aktion Reinhardt", in deren Rahmen er den Auftrag hatte, Sobibór zu organisieren. Vor seiner Auslieferung 1967 nach Deutschland arbeitete Stangl unter seinem Namen unter anderem in einem brasilianischen Ableger des VW-Werkes.

  • September 1977
    Simon Wiesenthal (1978) | Bild: picture-alliance/dpa

    Simon Wiesenthal (1978) © picture-alliance/dpa

    1977

    Simon Wiesenthal Center in Los Angeles

    1977 wird das Simon Wiesenthal Center in Los Angeles gegründet. Benannt ist die Organisation nach dem Mann, der oft als "Nazi-Jäger" bezeichnet wurde. Der 2005 verstorbene Wiesenthal war in zwölf KZs interniert. Nach Kriegsende machte er es sich zur Aufgabe, Personen aufzuspüren, die Verbrechen während des Nationalsozialismus begingen oder daran beteiligt waren. Das Center mit Ablegern in New York, Miami, Buenos Aires, Paris und Jerusalem führt unter anderem die Arbeit ihres Namensgebers fort.

  • Juli 1979
    Bundesjustizminister Hans-Jochen Vogel (SPD) 1979 | Bild: picture-alliance/dpa

    Bundesjustizminister Hans-Jochen Vogel (SPD) 1979 © picture-alliance/dpa

    Juli 1979

    Mord verjährt in Deutschland nicht mehr

    Der Bundestag beschließt am 3. Juli 1979 mit 255 zu 222 Stimmen, dass Mord und Völkermord nicht mehr verjähren. Damit bleibt der juristische Weg zur Strafverfolgung von NS-Kriegsverbrechern frei. Im Parlament spricht sich unter anderem Bundesjustizminister Hans-Jochen Vogel (SPD) für die Aufhebung der Verjährung aus, da "nach Auschwitz in Deutschland kein Mord mehr verjähren darf". Zuvor galt für Mord eine Verjährungsfrist von 20 Jahren, 1969 wurde sie auf 30 Jahre erhöht.

  • Oktober 1979
    Kurt Lischka auf der Anklagebank | Bild: picture-alliance/dpa

    Kurt Lischka auf der Anklagebank © picture-alliance/dpa

    Oktober 1979

    Lischka-Prozess in Köln

    Als Befehlshaber der Sicherheitspolizei war Kurt Lischka von 1941 bis 1943 in Frankreich mitverantwortlich für die Deportation von zehntausenden Juden in Vernichtungslager. Seit 1950 lebte der ehemalige SS-Obersturmbannführer unbehelligt in Köln, bis ihn dort 1971 Beate Klarsfeld aufspürte. Im Oktober 1979 beginnt vor dem Landgericht gegen Lischka ein Prozess, in dessen Verlauf ihm und seinen Mitangeklagten persönliche Kenntnis vom Zweck der Judendeportation nachgewiesen werden. Im Februar 1980 wird der Rentner zu zehn Jahren Haft verurteilt, 1985 kommt er vorzeitig frei.

  • September 1985
    Diese Foto zeigt angeblich Alois Brunner 1985 in Damaskus | Bild: picture-alliance/dpa

    Dieses Foto zeigt angeblich Alois Brunner 1985 in Damaskus © picture-alliance/dpa

    1985

    Alois Brunner in Damaskus?

    Ein NS-Kriegsverbrecher, der nie gefasst wurde: Alois Brunner, einer der wichtigsten Mitarbeiter von Adolf Eichmann. 1954 floh Brunner unter dem Namen Georg Fischer nach Syrien. Dieses Foto zeigt ihn angeblich 1985 in Damaskus. Im selben Jahr gab dort ein Georg Fischer der Zeitschrift "Bunte" ein Interview, in dem er sich der Beihilfe zur Vernichtung von Juden rühmte. Syrien bestritt stets den Aufenthalt von Brunner/Fischer. Ob der 1912 geborene Brunner noch lebt, ist nicht geklärt. Nach Angaben des Simon Wiesenthal Centers starb er 2009 oder 2010 in Damaskus.

  • Mai 1992
    Josef Schwammberger (rechts) mit seinem Verteidiger | Bild: picture-alliance/dpa

    Josef Schwammberger (rechts) mit seinem Verteidiger © picture-alliance/dpa

    Mai 1992

    Lebenslang für Josef Schwammberger

    Der ehemalige SS-Oberscharführer wird im Alter von 80 Jahren am 18. Mai vom Landgericht Stuttgart wegen Mordes und Beihilfe zum Mord an 650 Menschen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Gericht stellte eine besondere Schwere der Schuld fest, weil der Angeklagte aus Rassenhass getötet habe. Schwammberger war Kommandant in Zwangsarbeiterlagern sowie Leiter des Ghettos in Przemysl und des KZ Mielec. 1945 wurde er verhaftet, 1948 gelang ihm die Flucht. 1990 wurde er von Argentinien an Deutschland ausgeliefert.

  • September 1992
    Aribert Heim (undatiertes Foto) | Bild: picture-alliance/dpa

    Aribert Heim (undatiertes Foto) © picture-alliance/dpa

    1992

    Was geschah mit "Dr. Tod"?

    Wie bei Alois Brunner ist auch die Biografie von Aribert Heim nach dessen Flucht nicht geklärt. Er soll als Lagerarzt im KZ Mauthausen viele Häftlinge ermordet haben, Zeitzeugen nannten ihn "Dr. Tod". 1962 flüchtete Heim, der zuvor als Gynäkologe in Deutschland arbeitete. Er lebte danach angeblich in Ägypten. Nach gemeinsamen Recherchen von ZDF und "New York Times" soll er 1992 in Kairo gestorben sein. Das Simon Wiesenthal Center führt ihn jedoch immer noch als Nummer 1 der meistgesuchten Kriegsverbrecher und bezeichnet ihn als "brutalsten KZ-Arzt neben Josef Mengele".

  • März 1998
    Erich Priebke (1996) | Bild: picture-alliance/dpa

    Erich Priebke (1996) © picture-alliance/dpa

    März 1998

    Erich Priebke in Italien verurteilt

    Nachdem Priebke zwei Jahre zuvor noch freigesprochen wurde, verurteilt ihn ein Römisches Militärberufungsgericht 1998 zu einer lebenslangen Haftstrafe. Wegen angeschlagener Gesundheit darf sie der 1913 geborene ehemalige SS-Offizier als Hausarrest verbüßen. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass Priebke am Massaker vom 24. März 1944 in den Ardeatinischen Höhlen bei Rom beteiligt war. Dabei wurden 335 italienische Zivilisten erschossen. Priebke war 1995 von Argentinien nach Italien ausgeliefert worden. 2013 stirbt Priebke im Alter von 100 Jahren in Rom.

  • Oktober 1999
    Dinko Sakic bei seiner Auslieferung 1998 | Bild: picture-alliance/dpa

    Dinko Sakic bei seiner Auslieferung 1998 © picture-alliance/dpa

    Oktober 1999

    Haftstrafe für kroatischen Nazi-Kollaborateur

    Ein Gericht in Zagreb verurteilt Dinko Sakic 1999 zu 20 Jahren Haft. Er war von 1942 bis 1944 Kommandant des Konzentrationslagers Jasenovac. Dort wurden nach Schätzungen mehr als 600.000 Menschen von den mit Nazi-Deutschland verbündeten Kroaten ermordet. Sakic lebte mehr als 50 Jahre in Südamerika, bis ihn 1998 Argentinien auslieferte, nachdem er dort vom Simon Wiesenthal Center ausfindig gemacht worden war.

  • April 2001
    Anton Malloth (2001) | Bild: picture-alliance/dpa

    Anton Malloth (2001) © picture-alliance/dpa

    April 2001

    Prozess gegen Anton Malloth

    Am 23. April 2001 beginnt vor dem Landgericht München I der Prozess gegen den 89-jährigen Anton Malloth. Der frühere SS-Aufseher soll im Gestapo-Gefängnis Kleine Festung Theresienstadt etwa 100 Häftlinge zu Tode geprügelt haben. Am 30. Mai verurteilt ihn das Gericht zu lebenslanger Haft, wegen einer Krebserkrankung wird er zehn Tage vor seinem Tod am 31. Oktober 2002 entlassen. Von 1988 bis 2000 wohnte Malloth in einem teuren Seniorenheim in Pullach bei München. Es stellte sich heraus, dass für diese Kosten zum großen Teil der deutsche Steuerzahler aufkam.

  • Dezember 2005
    Ladislav Niznansky (2004) | Bild: picture-alliance/dpa

    Ladislav Niznansky (2005) © picture-alliance/dpa

    Dezember 2005

    Freispruch für Ladislav Niznansky

    Im Januar 2004 wird Niznansky in seiner Münchner Wohnung verhaftet. Er wird wegen Massenmordes angeklagt. Niznansky soll 1945 als Kommandeur einer slowakischen Kompanie an drei Massakern in der Slowakei, die damals mit Nazi-Deutschland verbündet war, teilgenommen haben. Im Dezember 2005 spricht das Münchner Schwurgericht Niznansky, seit 1996 deutscher Staatsbürger, frei. In der Slowakei gilt er jedoch weiterhin als schuldig.

  • August 2009
    Josef Scheungraber | Bild: picture-alliance/dpa

    Josef Scheungraber © picture-alliance/dpa

    August 2009

    Lebenslang für Josef Scheungraber

    Im August 2009 verurteilt das Landgericht München I Josef Scheungraber zu lebenslanger Haft wegen zehnfachen Mordes. Laut Gerichtsurteil gab der ehemalige Wehrmachtsoffizier im Juni 1944 im toskanischen Falzano di Cortona den Befehl zu einem Vergeltungsschlag für den Tod zweier deutscher Soldaten. Bei diesem Massaker starben insgesamt 14 italienische Zivilisten. Die Anwälte des 1918 geborenen Scheungrabers, der seit Kriegsende in Ottobrunn bei München wohnte, legten Revision ein.

  • Mai 2011
    John Demjanjuk (2011) | Bild: picture-alliance/dpa

    Demjanjuk kommt trotz Verurteilung frei © picture-alliance/dpa

    Mai 2011

    Demjanjuk kommt trotz Schuldspruch auf freien Fuß

    John Demjanjuk wird vom Landgericht München zu fünf Jahren Haft verurteilt. Es sieht es als erwiesen an, dass der am Tag des Urteils 91-Jährige als Wachmann an der Ermordung von mindestens 27.900 Juden in Sobibor beteiligt war. Es bestehe kein Zweifel, dass Demjanjuk Teil des NS-Machtapparats war und sich bereitwillig am Massenmord an den Juden beteiligte, so der Richter. Demjanjuk kommt dennoch frei - nach zwei Jahren U-Haft sei weitere Haft nicht verhältnismäßig. Demjanjuk legt zwar Rechtsmittel gegen das Urteil ein, doch zu einer neuen Verhandlung kommt es nicht - Demjanjuk stirbt 2012.


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