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Lehrer fliehen mangels Jobs aus Bayern Vorrücken gefährdet

Realschullehrer und Gymnasiallehrer finden in Bayern kaum noch einen Job an einer staatlichen Schule. Deshalb kehren inzwischen einige dem Freistaat den Rücken. Die Gewerkschaften fordern deshalb, die Ausbildung zu verändern.

Von: Fabian Mader

Stand: 11.08.2016

Symbolbild: Lehrer geht in ein Lehrerzimmer | Bild: picture-alliance/dpa/Julian Stratenschulte

Theresa hat ihr Studium zur Realschullehrerin mit Bestnoten abgeschlossen, in anderen Jahren hätte sie problemlos eine Stelle bekommen. Aber derzeit ist alles anders.

"Es ist absurd, wir haben ja Einser-Schnitte. Wir sind wirklich gut. Meiner Meinung ist es einfach nicht fair, wie es läuft."

Theresa, Realschullehrerin

Nur drei Prozent der fertig ausgebildeten Realschullehrer sind im vergangenen Jahr an einer staatlichen Schule untergekommen, heuer sieht es wenig besser aus. Auch am Gymnasium sei die Lage angespannt, sagt Karin Leibl vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV).

"Also, die Situation am Gymnasium ist in manchen Fächern dramatisch."

Karin Leibl vom BLLV

Das Heil in der Flucht

Aber was tun nach vier bis fünf Jahren Studium und zwei Jahren Referendariat? Theresa hat sich mit ihrem Mann Ludwig – ebenfalls Realschullehrer - für einen klaren Schnitt entschieden: Die beiden verlassen Bayern und ziehen nach Mecklenburg-Vorpommern.

"Sachsen fiel wegen des Dialekts raus, und in eine große Stadt wie Berlin wollten wir nicht. Und jetzt werden wir an der Mecklenburger Seenplatte sein – da ist es schön und deshalb gehen wir da hin."

Theresa, Realschullehrerin

Während Bayern kräftig Lehrer ausbildet, aber kaum welche einstellt, suchen andere Bundesländer händeringend nach Lehrkräften. Die Stellen konnten sich die beiden aussuchen, das Bewerbungsgespräch lief bequem per Skype, also per Online-Video-Gespräch, sagt Theresas Mann Ludwig.

"Sie waren wirklich sehr, sehr freundlich und haben gesagt, kommt‘s zu uns, wir brauchen euch."

Ludwig, Realschullehrer

Immer mehr Lehrer verlassen Bayern, weil sie hier kaum Chancen auf eine Planstelle haben. Aber warum bezahlt der Freistaat die langjährige Ausbildung tausender Lehrer, die er gar nicht braucht? Für Karin Leibl vom BLLV ein Unding. Es sei "natürlich eine Fehlplanung", Leute auszubilden und dann woanders hinzuschicken.

BLLV: Ausbildung variabler gestalten

Deshalb fordert der Verband nun – genauso wie die Bildungsgewerkschaft GEW – die Lehrerausbildung zu ändern. Künftig sollen Lehrer erstmal ein Grundlagenstudium machen und sich möglichst spät für eine bestimmte Schulart entscheiden. Das wäre aus ihrer Sicht sinnvoll, weil sich der Bedarf an den Schulen ständig ändert.

"Wenn man bedenkt, dass vor zwei Jahren noch Grundschullehrer in andere Bundesländer geflohen sind, weil sie nicht so viele Stellen in Bayern bekommen haben – und hier jetzt händeringend gesucht werden. Jetzt sind die Gymnasial- und Realschullehrer auf der Flucht in andere Bundesländer. Und es ist sicher, dass in fünf Jahren diese Schulformen wieder gesucht werden."

Karin Leibl, BLLV

Der Freistaat stellt sich quer

Alle Parteien der Opposition im Bayerischen Landtag - also SPD, Grüne und Freie Wähler - unterstützen die Idee. Die Staatsregierung stellt sich dennoch gegen den Plan, sagt Ludwig Unger, Sprecher des bayerischen Kultusministeriums:

"Weil je nach Schulart die Anforderungen durch die Schülerinnen oder Schüler höchst unterschiedlich sind – an der Grund- und der Mittelschule unterrichtet der Klassenlehrer in der Regel alle Fächer."

Ludwig Unger, Sprecher des bayerischen Kultusministeriums

Ein Gymnasiallehrer müsse dagegen in zwei oder drei Fächern stärker in die Tiefe gehen. Für Karin Leibl ist das vorgeschoben, schließlich könne man anfangs ja den Schwerpunkt auf Pädagogik setzen und die sei für alle Lehrer erstmal gleich wichtig.

Umschulung zu Mittelschullehrern möglich

Das Kultusministerium bietet Realschullehrern und Gymnasiallehrern immerhin an, sich in zwei Jahren für Mittelschulen weiter zu qualifizieren, denn dort werden Lehrer gesucht. Für Theresa kommt das nicht in Frage, erstens will sie nach Studium und Referendariat nicht schon wieder eine Ausbildung machen - und zweitens würde sie an der Mittelschule weniger verdienen.  In wenigen Tagen zieht das junge Ehepaar Richtung Ostsee um. Ein paar Dinge vermissen wird Theresa dann schon.

"Meine Schwester, die Eltern, meine Freunde – die Berge vielleicht – aber sonst glaube ich, kann man sich‘s überall schön machen."

Theresa, Realschullehrerin


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StR, Samstag, 13.August, 20:11 Uhr

16. Der Artikel vergisst den Bedarf total

Dieser Artikel ist doch sehr flach. Er fragt nämlich nicht danach, wieso Bayern so wenige Leute übernimmt. Wenn man sich die Aufgaben mit dem neuen Lehrplan +, der zusnehmenden Inklusion und den Sprachanfängern ansieht, würden mehr Lehrerinnen gebraucht. Doch statt Planstellen werden immer mehr befristete Verträge angeboten. Zusätzlich wird ungebremst weiter ausgebildet. Und das lohnt sich für Söder schon, denn die vielen Referendare übernehmen in ihrem Einsatz viel eigenverantwortlichen Unterricht und wenn die Konkurrenz groß gehalten wird, ist der Druck auch groß, solch einen kurzfristigen Vertrag anzunehmen. Unternehmen würden für solch eine Personalpolitik zurecht angeprangert. BLLV, BPV und GEW machen das Spiel aber einfach nur mit, statt sich dem entschieden entgegen zu stellen. Die meisten Mitglieder haben ja auch schon eine sichere Planstelle. Schande über diese Arbeitnehmervertretung!

  • Antwort von Regierung - wieder kein Zufall, Sonntag, 14.August, 09:00 Uhr

    Und Schande über ach so tolle Regierung!
    Viel geht von Söder aus. Wir haben aber auch einen Ministerpräsidenten... Und die restliche Regierung.
    Und dann haben wir noch die CSUler und CDUler, die sich größtenteils (sagen wir 99,9%) der "Parteilinie" anschließen, obwohl so einige Abstimmungen nicht dem Willen der Bevölkerung entsprechen, wofür sie die Vertreter sind!

    Unternehmen werden für sowas ja auch nicht (vom Staat) angeprangert.
    Das ist doch alles so erwünscht.
    "Die Kleinen" klein halten und unterdrücken und mit vielerlei Sorgen belasten während die Mächtigen in Ruhe werkeln können.

Dana Ga., Freitag, 12.August, 18:42 Uhr

15.

Habe meinen Realschulabschluss letztes Jahr hinter mich gebracht, mache jetzt eine schulische Ausbildung und spreche somit aus Sicht einer Schülerin.
Alles dreht sich egal ob als Schüler oder als Lehrer um die Ergebnisse der Prüfungen. Natürlich sind diese ein wichtiger Aspekt, jedoch wird vollkommen vergessen was das entscheidende ist. Die Art und Weise wie der künftige Lehrer unterrichtet! Leider musste ich in den letzten Jahren feststellen, wie Referendare, die den trockenen Unterrichtsinhalt auf eine interessante Art (jedenfalls für die Mehrheit der Klasse) rübergebracht hatten und alle auf nem angenehmen Level gefordert hatten aussortiert wurden, während die "Streber" Festanstellungen bekamen, die nicht einmal genug Autorität ausgestrahlt haben. Die Qualität der Lehrer und Referendare, die der Zukunft sowieso größtenteils Schwachsinn beibringen sollen, lässt konsequent nach. Aber was die Schüler denken war ja noch nie besonders relevant in der Hinsicht!

  • Antwort von Gabriele W., Freitag, 12.August, 19:59 Uhr

    Hallo Dana,
    dann viel Glück bei der Ausbildung. Schule sollte für Lehrer auch eine Berufung sein, die Schüler auch mehr aufs Leben vorbereiten. Kein Schüler sollte mit seinen Problemen allein gelassen werden. Die Realschule ist hoffentlich noch förderlich, wo heute alles auf Abitur aus ist. Meine Nichte hatte bei der Realschule Notendurchschnitt 1,3. Dann ist sie aufs Gymnasium und hat das Abitur mit 3,0 gemacht- also grad noch so. Sie hatte aber ein tolles Talent mit Kindern umzugehen und ist dann eingestellt worden an einer Grundschule in NRW und kurz drauf war sie schon Beamtin. Sie war Klassenlehrerin direkt und nach der Kinderpause hat sie sich extra taufen lassen, damit sie auch Religionsunterricht erteilen durfte. Aber evangelisch, weil unkomplizierter. Da war sie schon 35 etwa. Jetzt ist sie 40 und unterrichtet eben nur 2 oder 3 Fächer. Es ist auch viel Glückssache und mit welchen Kollegen man arbeitet. Ich war nicht gerne in der Realschule, wir hatten nur alte Lehrer.

  • Antwort von Dana Ga., Samstag, 13.August, 00:51 Uhr

    Vielen Dank Gabriele!
    Bin absolut Ihrer Meinung! Für was brauch ich im Alltagsleben die binomischen Formeln, wenn es drauf ankommt bei Verträgen aller Art beispielsweise nicht über den Tisch gezogen zu werden. Keiner von uns hat Ahnung, wie genau ne Steuererklärung gemacht wird, immerhin hört man mal davon, sofern man BWR hat. In anderen Schulformen sieht es vermutlich genauso schlecht aus! Sich aber direkt bei höher gestellten im Kultusministerium bei ner öffentlichen Veranstaltung darüber beklagen hilft allerdings auch nicht! Klar hat sich Ihre Nichte wahrscheinlich nicht ganz so über das Abi gefreut, aber wenn sie gut erklärt, für Schüler da ist, etc. und im Studium halbwegs gut war ist das doch die Art von Lehrer, die wir wollen! Ich mochte viele meiner älteren Lehrer mehr, da ich persönl. das Gefühl hatte mehr zu lernen als bei Referendaren, die selbst noch dabei sind zu lernen. Besonders in Mathe von der 5. Klasse bis zur 8. alle 6 Monate nen neuen Referendar.. Hilft ja nix!

  • Antwort von @Dana @Gabriele, Samstag, 13.August, 11:33 Uhr

    Ich halte es für Unsinn zu sagen man müsse in der Schule lernen, wie man eine Steuererklärung macht.
    Das hat nichts mit Bildung zu tun.
    Man braucht die Fächer die unterrichtet werden. Mathe, Physik, Deutsch, Englisch, Geschichte usw.
    Und es ist ja nicht so, dass es Wirtschaftslehre oder Sozialkunde nicht als Fächer gäbe...

    und ganz kurz:
    Gabriele Sie erzählen von Ihrer Nichte. Erstens fand der Unterricht in NRW statt?
    Zweitens ist dies ein Einzelfall und es heißt nicht, dass wenn jemand in der Realschule einen Einerschnitt hat im Gymnasium einen Dreierschnitt hat.

    Und allgemein ist zu sagen, dass man wohl kaum zwischen "Streber" und den "Lockeren" Lehrern unterscheiden kann.
    Guter Abschluss und gut unterrichten schließt sich nicht aus...

Deutschsprachschweresprache, Freitag, 12.August, 15:55 Uhr

14. Theresa, Realschullehrerin, wäre an einer sächsischen Schule gut aufgehoben

... weil auch sie dort die deutsche Sprache erlernen kann: "Sachsen viel wegen dem Dialekt aus ..." Passen sich Lehrkörper der Zielgruppe an?

  • Antwort von Orthographiepapst, Freitag, 12.August, 16:56 Uhr

    @Deutschsprachschweresprache....Ja, Deitsch is a schwaare Schprach..
    Als geborener Orthographiepapst muss ich Sie leider korrigieren:
    ."....viel....aus" '
    Viel' als Mengenbeschreibung, als Adverb ist hier unzutreffend...hier steckt das Verb 'ausfallen' dahinter....
    Und wegen "dem Dialekt", hier wurde der falsche Dativ ("dem D.") einfach nur umgangssprachlich zitiert....
    Wir Bayern sind da etwas großzügiger bzgl.der Anwendung Dativ und Genetiv....
    Also viel(!) Wind um nichts, und sollte eigentlich nicht überbewertet werden, sehe da vorerst keine 'Gefahr' für die zukünftige "Zielgruppe".

  • Antwort von ..., Freitag, 19.August, 23:04 Uhr

    Erstmal an die eigene Nase fassen - "viel" anstatt "fiel" ist hier wohl das größere Übel!

asor, Freitag, 12.August, 14:58 Uhr

13. Lehrer

Man sollte vor Antritt des Studiums auch darauf achten, welche Fächer man wählt. Geschichte und Deutsch ist eindeutig überlaufen. Studiert doch die MINT-Fächer, da gibt es fast immer eine Chance. Viele studieren aber Lehramt, da sie immer noch glauben, dass dies ein sicherer Job ist: Beamtenstatus und viel Entscheidungsfreiheit bei der Stundenanzahl, Familienplanung mit enormer Sicherheit auf Wiedereinstieg usw. - Es muss nicht unbedingt Lehramt sein, es gibt viele andere Möglichkeiten.

  • Antwort von StR, Samstag, 13.August, 20:00 Uhr

    Auch das stimmt leider nicht mehr! Aus unserem Februarseminar von diesem Jahr haben genau zwei mit Deutsch-Geschichte eine Planstelle, allerdings an der Fos/BOS bekommen. Der Rest (auch mit Mathe) nix!

Paule, Freitag, 12.August, 12:45 Uhr

12. Berlin zahlt pauschal 5.000 Euro brutto monatilich für Lehrer

Keine Angst, die bayerischen angehenden Lehrer fallen in manchen Bundesländern sehr weich. Berlin gibt jedem ankommenden Lehrer gleich zu Beginn ein Bruttogehalt von 5.000 Euro mit lebenslanger Verbeamtung und großzügiger anschließender Pension. Ein Traumgehalt mit Kündigungsschutz und einer Pension, die 95% der Normalsterblichen nie erreichen wird, werden Lehrer bestens versorgt. Jedes Jammern von Seiten der Gewerkschafter, Lehrer oder Journalisten ist völlig fehl am Platz, wenn nicht sogar bei dieser üppigen Staatsbesoldung unmoralisch!

  • Antwort von Lohengrin, Freitag, 12.August, 14:02 Uhr

    Wo haben Sie denn dieses Märchen her???

  • Antwort von Gabriele W., Freitag, 12.August, 15:36 Uhr

    @Paule
    das hat eine Lehrerin (Realschule) in NRW ca.auch. Und die ist aus Berlin. :-)) weil NRW besser bezahlte als Berlin. Beamtin ist sie auch, also der tut nichts weh und besonders gut ist sie auch nicht. Sie mag ihre Schüler nicht und übt den Beruf ungerene aus. Aber das Geld ist ihr eben wichtiger, sonst könnte sie ja etwas anderes machen. Es gibt ja wohl auch noch Sonderzulagen und Beihilfe zur Krankenkasse. Ich bin gegen die Verbeamtung als Lehrer, das ist viel zu teuer und sie sollten nach Leistung und Erfolg bezahlt werden. Beamte haben wir Gott weiß genug im Land...bzw. in Berlin. (seit Berlin )

  • Antwort von Roman K., Freitag, 12.August, 15:36 Uhr

    Paule - kann das wirklich sein? Sind Sie sicher? Ich glaube schon, dass es Schwerstarbeit ist, an gewissen Großstadtschulen zu unterrichten. Aber es ist in Hamburg oder Bremen auch kein Zuckerschlecken mehr. Da wären mittlerweile überall 5000 Brutto als "Schmerzensgeld" angebracht...

  • Antwort von Lohengrin, Freitag, 12.August, 16:40 Uhr

    @Gabriele W.: Es ist einfach absolut falsch, dass ein "angehender" also junger Lehrer in Berlin oder auch in NRW 5.000 Euro Gehalt bekommt. Außerdem ist es grundfalsch, dass es noch Sonderzulagen gibt. Und die Beihilfe ist nichts anderes als der Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung. Zum eigenen Krankenkassenbeitrag gibt es keinen Zuschuss.
    Für den Fall dass es jemand genauer wissen will: Einfach googeln. Einstieg ist überall A 13 bzw. E 13.

  • Antwort von Gabriele W., Freitag, 12.August, 17:01 Uhr

    @Roman K.
    Beamte bezahlen per Gesetz keine Beiträge zur Gesetzlichen Rentenversicherung und sind von der Versicherungspflicht zur GKR befreit. Auch in die anderen Sozialversicherungen bezahlen Beamte keine Beiträge, wie beispielsweise in die Gesetzliche Krankenversicherung. Per Gesetz erhalten Beamte eine Pension welche im Grundsatz von dem Steuerzahler übernommen wird.

    Hintergrund für diese Situation besteht darin, dass Beamte dem Staat quasi die Treue versprechen. Auch wird Beamten in mancher Hinsicht das ein oder andere Grundrecht abgesprochen. Dafür verspricht der Staat seinen Beamten, dass er sich um Sie kümmert.
    Quelle:Versicherungsmagazin
    Ich behaupte das ist mit ein Grund, warum so viele die Beamtenlaufbahn anstreben. Gehalt wird nach Besoldungsgruppe bis A16 bezahlt. Einfach mal googeln,.
    "Lehrerfreund Schule.de

  • Antwort von Gabriele W., Freitag, 12.August, 17:37 Uhr

    @Lohengrin
    ich sprach von "verbeamteten Lehrern" Habe selbst Beamte in der Familie, die jammern immer auf sehr, sehr hohem Niveau und brauchen viel Lob.

    Angehende Lehrer können, wenn sie gut sind an Privatschulen unterrichten. Sind sie gut- bekommen sie gut, sind sie schlecht, müssen sie gehen. Wie auf dem freien Markt und das ist auch richtig so !

  • Antwort von Barbara, Freitag, 12.August, 18:04 Uhr

    Gabriele W. gemäß Artikel 7, Absatz 1, Grundgesetz, unterliegt das gesamte Schulwesen der Kompetenz des Staates! Demzufolge werden Lehrer, die vom Staat angestellt sind, auch vom Staat besoldet. Lehrer, die nicht beim Staat angestellt sind, werden nicht besoldet. Wer an einer Privatschule unterrichtet, hat keine Garantie auf Besoldung! Lehrer können zwar überall unterrichten, z. B. auch im Internet, aber solche Lehrer haben keinen Anspruch auf Entlohnung und keinen Rentenanspruch!

  • Antwort von Loehngrin, Freitag, 12.August, 18:26 Uhr

    @Gabriele W.: Alles Halbwahrheiten:
    1. Stimmt, die beamteten Lehrer sind von der gesetzlichen Krankenversicherung "befreit". Befreit heißt aber nicht, dass sie nichts zahlen müssen, sondern dass sie halt ihre Beiträge zur Privaten Krankenversicherung leisten müssen.
    2. Es stimmt auch, dass es Lehrer gibt, die nach A 16 bezahlt werden. Aber die sind erstens immer in einem höheren Lebensalter, müssen also schon viel Berufserfahrung mitbringen, und zweitens kommen nur die Leiter großer Gymnasien oder Beruflichen Schulen in diese Gruppe. Und davon gibt es verdammt wenige. Berufsanfänger - und darum ging es in dieser Diskussion, sind immer in A 13 oder E 13.

  • Antwort von Gabriele W, Freitag, 12.August, 19:35 Uhr

    Hallo Barbara,
    ja ich weiss. Ich finde es nur persönlich dass man eben auch hier die Dinge ändern sollte im gesamten Schulwesen. Viele Lehrer haben nicht mal eigene Kinder und können auch nicht alle gut mit Kindern umgehen. Es ist ein schwieriges Thema und ich war froh, wie meine Jungs endlich mit der Schule fertig waren. Der Respekt gegenüber den Lehrern fehlt heute auch mehr als früher, leicht haben die das nicht unbedingt. Generell finde ich, wir haben zu viel Staat in allem !
    Bei einer Privatschule bekommen die Lehrer (soweit ich das weiß ) ein normales Gehalt, das man aushandelt. Ich muss mal nachfragen, ich kenne einen Direktor einer solchen Schule. ISR- sehr teuer - aber die arbeiten da auch sehr hart. Das ist sehr streng alles, eher Internatsmässig.
    Wenn ich heute noch mal Kinder hätte, würde ich sie auch nicht in eine staatliche Schule geben.
    Ihnen ein schönes Wochenende :)