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Weiße Rose Stiftung e.V. Huber, Wolfgang

Wolfgang Huber ist Sprachwissenschaftler und zweiter Vorsitzender der Weiße Rose Stiftung. Sein Buch "Kurt Huber vor dem Volksgerichtshof" beschreibt den Prozess gegen seinen Vater Professor Kurt Huber und dessen berühmte Verteidigungsrede. Kurt Huber wurde – wie Hans und Sophie Scholl, Christoph Probst, Willi Graf und Alexander Schmorell – 1943 hingerichtet.

Stand: 31.05.2013 | Archiv

Wolfgang Huber zu Gast im alpha-Forum | Bild: BR

"Eine Rückkehr zu Recht und Ordnung: Das wollten sicherlich alle Mitglieder der Weißen Rose, das ist klar. Der Rechtsstaat musste also wieder errichtet werden. In dieser Hinsicht war sich die Weiße Rose aber auch einig mit allen anderen Widerstandsgruppen. Dieser Punkt war also nichts, was die Weiße Rose unterschieden hätte. Aber die Weiße Rose forderte natürlich auch solche Grundrechte ein wie das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Pressefreiheit: Das war schon ein ganz erheblicher Schwerpunkt in der Arbeit der Weißen Rose. Sie kämpfte also gegen diese maßlose Verlogenheit, die das 'Dritte Reich' aufgebaut hatte. Sie kämpften auch gegen dieses System von Bildung: Vom Kindergarten bis zum Studentenbund war ja alles entsprechend geregelt im Nationalsozialismus."

Wolfgang Huber

Zur Person

  • Geboren
  • 1939 in München
  • Ausbildung
  • Studium Anglistik, Germanistik und Vergleichende Sprachwissenschaft in München und Swansea
  • 1967 Promotion
  • Beruf
  • Sprachwissenschaftler

Funktionen und Ämter

  • Ämter/berufliche Stationen
  • 1976 Habilitation
  • 1977-2004 Professor für Deutsche Sprachwissenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt
  • Gastprofessuren in Barcelona, Istanbul und Mailand
  • Zweiter Vorsitzender der Weiße Rose Stiftung e. V.

Veröffentlichungen

  • Kurt Huber vor dem Volksgerichtshof. Der zweite Prozess gegen die Weiße Rose. Essen: Verlag Die Blaue Eule, 2009.

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