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Architekturhistoriker, Direktor NS-Dokumentationszentrum München Nerdinger, Winfried

Prof. Dr. Winfried Nerdinger leitete von 1989 bis 2012 das Architekturmuseum der Technischen Universität München. Seit Oktober 2012 ist er Direktor des NS-Dokumentationszentrums München, das voraussichtlich 2014 am Königsplatz auf dem Gelände des ehemaligen "Braunen Hauses" - der Parteizentrale der NSDAP - eröffnet wird.

Stand: 07.02.2013 | Archiv

Winfried Nerdinger zu Gast im alpha-Forum | Bild: BR

"Genau, in diesen Ehrentempeln. Daran anschließend gab es dann den sogenannten 'Führerbau' und das Verwaltungsgebäude. Direkt davor befand sich das sogenannte 'Braune Haus', ein eigentlich klassizistisches Gebäude, das Hitler schon 1930 gekauft hatte: Das war die Parteizentrale. Und genau an dieser Stelle soll nun das NS-Dokumentationszentrum entstehen. Das heißt, diese Bauten sind noch da, und das ist das Besondere: Bauten können eben Geschichte authentisch vermitteln – aber dafür muss man natürlich auch etwas über ihre Geschichte wissen. Das ist die Aufgabe, die sich uns stellt."

Winfried Nerdinger

Zur Person

  • Geboren
  • 1944
  • Ausbildung
  • Architekturstudium
  • 1971 Dipl.-Ing.
  • 1979 Promotion zum Dr. phil.
  • Beruf
  • Professor für Architekturgeschichte

Funktionen und Ämter

  • Aktuelle Funktion
  • Direktor des NS-Dokumentationszentrums München
  • Ämter/berufliche Stationen
  • 1986 Professor für Architekturgeschichte an der Technischen Universität München
  • 1989-2012 Direktor des Architekturmuseums der Technischen Universität München
  • 1995 Direktor des Architekturmuseums Schwaben in Augsburg
  • Seit 2002 Ausstellungen in den Räumen des Architekturmuseums der Technischen Universität München in der Pinakothek der Moderne
  • 2004 Direktor der Abteilung Bildende Kunst der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
  • Seit Oktober 2012 Direktor des NS-Dokumentationszentrums München

Veröffentlichung

  • (Hrsg.) Bauten erinnern. Augsburg in der NS-Zeit, Berlin: Reimer, 2012.
  • Geschichte macht Architektur, München u. a.: Prestel, 2012.
  • (Hrsg.) Sep Ruf, München u. a.: Prestel, 2008.
  • (Hrsg.) 100 Jahre Deutscher Werkbund, München u. a.: Prestel 2007.
  • (Hrsg.) Architektur wie sie im Buche steht. Fiktive Bauten und Städte in der Literatur, Salzburg: Pustet, 2006.
  • (Hrsg.) Ort und Erinnerung. Nationalsozialismus in München, 2. Auflage, München: Pustet, 2006.
  • (Hrsg.) Ideale Stadt – reale Projekte, Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz, 2005.
  • (Hrsg. zusammen mit Robert Stalla) Olaf Andreas Gulbranssons Kirchenbauten in Bayern, München: Deutscher Kunstverlag, 2005.
  • (Hrsg.) Frei Otto, Basel u. a.: Birkhäuser, 2005.
  • Architektur, Macht, Erinnerung, hrsg. von Christoph Hölz und Regina Prinz, München u. a.: Prestel, 2004.

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