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Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur LMU, Präsident des Leo Baeck Instituts Brenner, Michael

Michael Brenner ist Historiker und seit 1997 Professor für Jüdische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sein jüngstes Buch "Israel. Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates. Von Theodor Herzl bis heute" erschien im Januar 2016.

Stand: 11.05.2016 | Archiv

"Minderheiten werden eben manchmal mehr und manchmal weniger geduldet, auf jeden Fall waren sie früher immer vom guten Willen der Mehrheit abhängig. So war es eben auch in der jüdischen Geschichte: Es gab Zeiten wie z. B. gerade unter muslimischer Herrschaft – das muslimische Spanien des 10. oder 11. Jahrhunderts ist ein gutes Beispiel dafür –, in denen es der jüdischen Minderheit recht gut ging. Es gab aber auch Zeiten, in denen sie vertrieben wurden, wie z. B. aus dem christlichen Spanien am Ende des 15. Jahrhunderts. Immer hatte das mit der Minderheitensituation zu tun. Minderheiten müssen freilich nicht immer religiöse Minderheiten sein, denn heutzutage gibt es auch alle möglichen anderen Minderheiten."

Michael Brenner

Zur Person

  • Geboren
  • 4. Januar 1964 in Weiden
  • Schule
  • Abitur
  • Ausbildung
  • Studium an der Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg und an der Universität Heidelberg
  • 1985-1986 und 1987-1988 Studienaufenthalte an der Hebräischen Universität in Jerusalem
  • 1988 Abschluss Magister Artium in Heidelberg
  • 1994 Promotion an der Columbia University in New York
  • Beruf
  • Historiker

Funktionen und Ämter

  • Aktuelle Funktion
  • Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität in München
  • Ämter/berufliche Stationen
  • 1989-1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leo Baeck Institut in New York
  • 1992-1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Historischen Kommission in Berlin
  • 1993-1994 Visiting Assistant Professor für jüdische Geschichte an der Indiana University in Bloomington, USA
  • 1994-1997 Assistant Professor an der Brandeis University in Waltham, Mass., USA
  • Seit 1997 Professor für Jüdische Geschichte und Kultur am Institut für Neuere Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität in München
  • Seit 2013 Präsident des Leo Baeck Instituts

Veröffentlichungen

  • Israel. Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates. Von Theodor Herzl bis heute, München: Beck, 2016.
  • (Hrsg. zusammen mit Sabine Ullmann) Die Juden in Schwaben, München: Oldenbourg, 2013.
  • (Hrsg. zusammen mit Maximilian Strnad) Der Holocaust in der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft. Bilanz und Perspektiven, Göttingen: Wallstein, 2012.
  • (Hrsg. zusammen mit Daniela F. Eisenstein) Die Juden in Franken, München: Oldenbourg, 2012.
  • (Hrsg.) Geschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart. Politik, Kultur und Gesellschaft, München: Beck, 2012.
  • Kleine jüdische Geschichte, München: Beck, 2012.
  • (Hrsg. zusammen mit Renate Höpfinger) Die Juden in der Oberpfalz, München: Oldenbourg, 2009.
  • Geschichte des Zionismus, 3., durchgesehene und aktualisierte Auflage, München: Beck, 2008.
  • (Hrsg. zusammen mit Gideon Reuveni) Emanzipation durch Muskelkraft. Juden und Sport in Europa, Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 2006.
  • Jüdische Kultur in der Weimarer Republik, München: Beck, 2000.

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