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bergheimat Ganes und ihr Südtirol

Drei "Zaubernixen" aus Südtirol, das sind Ganes. Mit ihrer Musik begeistern sie Fans in ganz Europa. Ihre Wurzeln haben sie in Südtirol, wo die drei aufgewachsen sind: in dem kleinen Dorf La Val im Gadertal.

Stand: 10.06.2014

Circus Krone, es ist der 5. Dezember 2012. Der Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Drei junge Frauen betreten aufgeregt die imposante Bühne. Es ist ihr erstes großes Konzert.

"Ganes" nennen sie sich, ein ladinisches Wort, das so viel wie "Zaubernixen" bedeutet. Ladinisch ist die Muttersprache von Maria Moling, Elisabeth und Marlene Schuen. Sie stammen aus Südtirol, wo heute nur noch 30.000 Menschen diese Sprache verstehen. Trotzdem sind fast alle Songtexte von Ganes ladinisch verfasst, während ihre Musik voller Jazz-, Blues- und Soulmomente ist.

Im Gadertal

Aufgewachsen sind die drei in dem kleinen Dorf La Val im Gadertal. Elisabeth und Marlene Schuen sind Schwestern, Maria Moling ihre Cousine. Alle drei haben klassische Musik studiert und sofort zugesagt, als sie das Angebot bekamen, Hubert von Goisern auf seiner Donau-Tournee als Backgroundsängerinnen zu begleiten. Auf dem Schiff haben sie sich eine Kabine geteilt und begannen dort eigene Songs zu schreiben. Von denen der Manager Hubert von Goiserns, Hage Hein, so begeistert war, dass er ihnen die Chance zu einer eigenen Band-Karriere gab. Ganes war geboren.

Auf den Spuren von Ganes

Der Film von Elisabeth Mayer trifft Ganes in München, wo die drei heute leben und ihre Lieblingsplätze vorstellen. Er begleitet sie zurück in ihre Heimat nach Südtirol, im Naturpark Fanes, auf die Armentara-Wiesen und den Hexenstein. In eine Heimat, die sie verließen, als sie ihnen zu eng geworden war. Und er beobachtet sie Backstage und auf der Bühne bei ihrem ersten großen Auftritt im Circus Krone, den am nächsten Tag die Presse enthusiastisch feiert: "Ganes - drei Zaubernixen - Musikalität in Reinkultur".

Buch und Regie: Elisabeth Mayer / Redaktion: Peter Giesecke


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