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Schatten über München Der Aufstieg Adolf Hitlers

Der Platz vor der Feldherrnhalle in München. Hier scheiterte Hitlers Putschversuch am 9. November 1923. | Bild: Honorarfrei lediglich für Ankündigungen und Veröffentlichungen im Zusammenhang mit obiger BR-Sendung bei Nennung: "Bild: BR". Nutzung im Social Media-Bereich, sowie inhaltlich andere Verwendungen nur nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit dem BR-Bildarchiv, Tel. 089 / 5900 10580, Fax 089 / 5900 10585, Mail Pressestelle.foto@br.de

Dienstag, 28.04.2015
22:45 bis 23:30 Uhr

  • Untertitel

BR Fernsehen
Deutschland 2015

Bereits in den 20er-Jahren zeichnen sich in München jene Strömungen ab, die später zum Dritten Reich und in den Zweiten Weltkrieg führen. Lange bevor Hitler in Berlin die Macht "ergreift", findet er an der Isar den perfekten Nährboden für seine persönliche Weiterentwicklung und auch für seine "Bewegung".

Vor allem in der Zeit nach der Räterepublik und während der Weimarer Republik verändert sich das Klima in München fundamental von einer weltoffenen, liberalen Grundhaltung zu einer immer reaktionärer werdenden, konservativen Gesellschaft, die mehr und mehr nach einer starken, führenden Kraft verlangt.

Reaktionäre Kräfte gewinnen mehr und mehr an Einfluss und Macht, die rechten Schlägertrupps verbreiten Angst und Schrecken. Gleichzeitig werden Hitler und seine Ideen für eine breite Schicht salonfähig.
Zunehmend werden auch jüdische Mitbürger zu Ausgegrenzten und Verfolgten, darunter auch der Nobelpreisträger Richard Willstätter, der Anwalt Max Hirschberg und der Schriftsteller Lion Feuchtwanger, der in seinem Roman "Erfolg" sehr eindrucksvoll schildert, wie die Stimmung im München der 20er-Jahre kippt.

Angelehnt an reale Personen und Ereignisse beschreibt Feuchtwanger die Veränderungen im jüdischen Leben in München in den Jahren vor der "Machtergreifung".

Autor: Barbara Schepanek
Regie: Steffi Illinger
Redaktion: Christian Lappe