BR Fernsehen

natur exclusiv Der Blaue Planet - Unterwasserdschungel

Samstag, 27.11.2021
16:15 bis 17:00 Uhr

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BR Fernsehen
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 2018

Erstmals gelangen dem Filmteam Aufnahmen von einem wahren Verwandlungskünstler: Der Oktopus ist dafür bekannt, dass er sich farblich geschickt seiner Umgebung anpassen kann. Was aber tut er, wenn er sich einem Räuber gegenübersieht, der auf elektrische Felder reagiert, und der sich zudem in fast jede Ritze zwängen kann? Er zieht sich in Windeseile eine Rüstung an – aus Muschelschalen. Zwar verdeckt er damit nicht sein elektrisches Feld – doch ist der Hai so verwirrt von den Muscheln, die plötzlich vor seinem erwartungsvollen Maul auseinanderstieben, dass der Oktopus in dem ganzen Durcheinander fliehen kann.
Betrogen wird auch unter Speer-Fangschreckenkrebsen. Deren Jagdmethode ist einzigartig: Schwimmt ein Fisch vorbei, schnellt das Männchen blitzschnell aus seiner Höhle und bohrt seine zu kleinen Harpunen umgewandelten Vorderbeine in das Opfer. Das aber verzehrt es nicht allein, sondern füttert seine in der Höhle wartende Partnerin.
Eine Seegraswiese nimmt 35 Mal mehr Kohlendoxid auf als eine vergleichbare Fläche Regenwald. Auf den ersten Blick erscheint es da fatal, dass eine einzige Grüne Meeresschildkröte an nur einem Tag über zwei Kilo davon abweidet. Zwar verbreitet sie mit ihrem Kot auch die Seegrassamen. Doch noch andere Tiere sorgen dafür, dass die "marinen Rasenmäher" nicht alles kahlscheren: Tigerhaie.
Jedes Jahr sorgt die Frühjahrsonne in den Meeren der gemäßigten Zonen für immense Algenblüten. Diese grünen Massen sind der Beginn einer langen Nahrungskette. Sie dienen kleinsten Tierchen als Nahrung – und die wiederum locken unzählige Sardellenschwärme an. Delfine, Seelöwen, Seevögel – sie alle sind dann hinter diesen kleinen Fischen her. Die größten Gäste bei diesem vor Kalifornien gedrehten Riesenbankett sind Buckelwale. Bei jedem Auftauchen verschwinden mehrere hundert Kilo Fisch in ihrem Maul.

Autor: Kathryn Jeffs
Redaktion: Christine Peters

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