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Neue Alpine Architektur in Bayern Vom Bauen in den Bergen

Dienstag, 26.09.2017
22:30 bis 23:15 Uhr

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Deutschland 2016

In Garmisch-Partenkirchen macht die neue Olympia-Sprungschanze Zaha Hadids Bergisel Schanze Konkurrenz und nicht weit entfernt, im Karwendelgebirge, blickt ein überdimensioniertes Fernrohr aus Stahl, Beton und Lärchenholz in die spektakuläre Berglandschaft. Im Allgäu ist es vor allem das Architektenbüro Noichl und Blüml, das sich durch den Bau moderner Bergstationen einen Namen gemacht hat.

Preisgekrönte Alpen-Architektur findet sich am Fuße des Wendelsteins, wo der Münchner Architekt Florian Nagler für das Hotel Tannerhof schlanke Wohntürme aus Holz entworfen hat, die sich am Vorbild der ursprünglichen Gästehütten orientieren und diese zeitgenössisch interpretieren. Das ebenfalls ausgezeichnete Gästehaus „berge“ von Möbeldesigner Nils Holger Moormann in Aschau schlägt genauso eine Brücke zwischen Historie und Moderne. Moormann renovierte ein fast 400 Jahre altes Haus mitten im Ort und baute es so um, dass es heute als rustikales Gästehaus mit urbanem Flair den höchsten Ansprüchen designaffiner Kundschaft genügt und trotzdem urgemütlich wirkt.

Auch das Ferienhaus von Arnhard und Eck Architekten in Oberaudorf schafft den Spagat zwischen urbaner Modernität und dörflicher Bodenständigkeit. Das relativ kleine Satteldachgebäude mit seiner traditionellen Holzverkleidung wirkt auf den ersten Blick recht unscheinbar. Im Innern entpuppt es sich aber als sorgfältig gestaltetes Raumwunder, das auch den Ansprüchen junger Großstädter genügt und neue Feriengäste in den beschaulichen Luftkurort lockt.

Anhand vielfältiger Beispiele wird deutlich, dass qualitätsvolle Architektur für die Alpenregion zukunftsträchtig ist.

Autor: Birgit Eckelt
Redaktion: Sabine Reeh