Band der Woche // Moop Mama Blasmusik-Anarchos mit Guerilla-Taktik

Moop Mama sind zurück mit ihrem vierten Album. Die Urban Brass-Band ist auf "Ich" persönlicher und emotionaler geworden – steht aber nach wie vor für den mitreißenden Partyabend mit Haltung.

Von: Vanessa Patrick

Stand: 05.09.2018 | Archiv

Moop Mama | Bild: Felix Baab

Ihre neue Platte wird...

… "Ich" heißen. Bei zehn Bandmitgliedern prallen schon mal zehn Meinungen aufeinander – wäre da "Wir" als Albumtitel für Moop Mama nicht konsequenter? Nein, denn am Ende steht eben nur ein Album. Und das sehen Moop Mama als das Ergebnis eines zehnköpfigen Wesens, das als Eins funktioniert.

Das nächste große Ding wird…

… wieder ihre Guerilla-Tour durch Deutschland sein. 2016 schon haben Moop Mama mit ihren selbstgebauten BMX-Rädern die Straße zurückerobert und mit spontanen Guerilla-Gigs ihr Album "M.O.O.P. Topia" promotet. Für ihr aktuelles Album "Ich" gibt’s eine Neuauflage des Konzepts: Moop Mama planen für jeden Albumtrack eine Location, die thematisch zu den Inhalten des jeweiligen Songs passt.

Mögen wir, weil...

… Moop Mama auf "Ich" emotionaler und persönlicher geworden sind. Rapper Keno Langbein erzählt aus der Ich-Perspektive beispielsweise von einem Burnout-Betroffenen, der sich die Kündigung wünscht und von narzisstischer Selbstdarstellung im Internet. Feature-Gäste wie Kryptik Joe, Danger Dan und Fatoni steuern witzige und clevere Parts zur gewohnten Mischung aus Blasmusik, HipHop, Pop und Funk bei.

Was man wissen muss...

Der Urban Brass von Moop Mama funktioniert räumlich und musikalisch einfach überall. Die zehnköpfige Band spielt beim Champions-League-Fußballfinale, auf Jazz-, HipHop-, Reggae- und Rock-Festivals. Oder an Flussufern, in Parks und Shoppingmeilen. Moop Mama können große Hallen genauso wie spontane Guerilla. Wo Moop Mama auftreten, ist aber immer eines garantiert: ein Partyabend mit Haltung.

Sendung: Freundeskreis, 10.09.2018 - ab 10.00 Uhr