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Wassertrüdingen: Behinderte zu Unrecht im Bett fixiert? | BR24

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    Wassertrüdingen: Behinderte zu Unrecht im Bett fixiert?

    Wegen des dringenden Verdachts der Freiheitsberaubung ist eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Wassertrüdingen durchsucht worden. Der Geschäftsführer des Pflegeheims wehrt sich gegen die Vorwürfe. Von Tina Wenzel

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    Die Durchsuchung des Pflegeheims fand bereits am Dienstag (05.06.2018) statt. Wie die Polizei heute (07.06.2018) mitteilt, sei die Einrichtung bei einer Kontrolle des Landratsamts Ansbach und der Regierung von Mittelfranken aufgefallen. Mehrere Bewohner sollen zu Unrecht oder ohne die notwendigen Gerichtsbeschlüsse fixiert worden sein.

    Geschäftsführer: "Nichts zuschulden kommen lassen"

    Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks handelt es sich um das private Christa-Maria-Stift. Der Geschäftsführer, Jens Müller, bestätigt, dass seine Einrichtung durchsucht wurde. Müller weist gleichzeitig die Vorwürfe zurück. "Wir haben uns nichts zuschulden kommen lassen", sagte Müller dem Bayerischen Rundfunk.

    Es müsse sich vielmehr um Verfahrensfehler handeln. Jährlich müssen etwa richterliche Beschlüsse erneuert werden, um aggressive Patienten fixieren zu dürfen. Dies könnte um wenige Tage versäumt worden sein, so Müller weiter.

    Staatsanwaltschaft: "Mehrere Personen fixiert"

    Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft Ansbach handelt es sich um mehrere Personen, die wohl unrechtmäßig fixiert wurden. Die Ermittlungen dazu dauern aber noch an. Ergebnisse sind frühestens in zwei Wochen zu erwarten.