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Jetzt You Don't Know Loyle Carner feat. Kiko Bun & Rebel Kleff

Info Den Sound von Loyle Carner aus London beschreibt der NME als "gefühlvoll und eloquent". Das finden wir gut. Kate Tempest und Joey Badass wohl auch, denn die beiden durfte Loyle am Anfang seiner Karriere als Vorband begleiten.

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Ruhmeshalle Black Sabbath - Paranoid

Anfang der Siebziger war die Musikwelt noch in Ordnung. Dann kamen Black Sabbath. Und bescherten der Flowerpower-Generation ein neues Genre: den Heavy Metal. Ihr Timing hätte nicht besser sein können.

Von: Bettina Dunkel

Stand: 26.04.2013 | Archiv

Black Sabbath Anfang der 70er mit Ozzy Osbourne | Bild: picture-alliance/dpa

Ich wunder mich ja selbst, aber es ist, wie's ist: Black Sabbath sind auf die selten dämlichste Art in mein Leben getreten – mit der MTV-Sendung "The Osbournes", der Reality Show um Sänger Ozzy Osbourne und seine durchgeknallte Familie. Statt um Musik ging es um den Alltag des alternden Metalstars – der sich für seine Bühnenshow schon mal mit Seifenblasen herumschlagen musste.

Trotzdem habe ich etwas Wichtiges gelernt: Ozzy und Black Sabbath standen schon immer in meinem CD-Regal. Obwohl ich damals keins ihrer Alben besessen habe. Wie das gehen soll? Ganz einfach: Black Sabbath haben den Heavy Metal erfunden.

Monsters of Moshpit

Auch wenn ich nie in Karottenjeans meine langen Loden zu Gniedelgitarren geschüttelt habe: Ohne Black Sabbath gäbe es weder Nirvana noch Queens Of The Stone Age oder Dinosaur Jr. Sie und unzählige andere Bands traten in die Fußstapfen der britischen Metal-Pioniere und entwickelten daraus ihren eigenen Sound. Wofür ihre Abkömmlinge Jahrzehnte später frenetisch gefeiert wurden, mussten Black Sabbath vor allem zu Beginn ihrer Karriere mächtig kämpfen. Denn Anfang der Siebziger rotieren andere Schönheitsideale auf dem Plattenteller.

Black Sabbath - Paranoid (Cover)

Zu einer Zeit, als LSD-umnebelte Hippies händchenhaltend für den Weltfrieden tanzen, ziehen Black Sabbath in den Krieg. Sie filtern das Böse des Blues Rock und semmeln es dem Hörer mit voller Wucht um die Ohren. Ihr selbstbetiteltes Debüt liefert einen ersten Vorgeschmack. Aber mit "Paranoid", dem noch im selben Jahr veröffentlichen Zweitwerk, führen sie ihre martialische Kunst zur Perfektion.

Die Musikpresse ist entsetzt. Der flowerpower-verabscheuende Konsument ist begeistert. Mit heute legendären Krachern wie "Iron Man" und dem Titeltrack "Paranoid" donnert Black Sabbath in die britischen und amerikanischen Charts – obwohl kaum ein Radiosender die Stücke spielt.

Masters of Reality

Ozzy und seine Jungs zersägen klassische Harmonien, sie pfeifen auf beschönigende Worte und vertonen den Alltag so, wie er sich für viele darstellt: Kalt. Hart. Aussichtslos. Black Sabbath kennen diesen Alltag selbst nur zu gut. Sie stammen aus der Industriestadt Birmingham. Das Grau in Grau des kleinen Arbeiters wird auch durch Drogen und Alkohol nicht bunter. Für die Soldaten im Vietnamkrieg und die traumatisierten Heimkehrer gilt das erst recht. Ihre Träume sind begraben.

Aus heutiger Sicht sind die Stücke auf "Paranoid" vergleichsweise harmlos. Metal ist mit den Jahren immer härter, immer nervenzerfetzender geworden. Aber als das Album Ende 1970 erschienen ist, gab es nichts Vergleichbares. Von Black Sabbath lernen hieß, den alltäglichen Horror zu akzeptieren. Und gleichzeitig dagegen zu rebellieren. Mit aller Macht, mit aller Wut.


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