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Vorgestellt // Edgar Wasser Zwischen Party und Politik

Der Münchner Rapper Edgar Wasser bewegt sich zwar manchmal wie der Elefant im Porzellanladen, seine Raps sind aber feingeistig und voller Ironie.

Stand: 11.07.2011 | Archiv

Er wird berühmt, weil ...

... Edgar Wasser das Kunststück gelungen ist, wie aus dem Nichts auf der Bildfläche der Münchner HipHop-Szene zu erscheinen. Urplötzlich geisterte 2010 sein Mixtape "Stockholm-Syndrom EP" (2010) durch alle relevanten Blogs. Mittlerweile tritt er beim Splash Festival auf und spielt Konzerte mit Doppel D oder den on3-startrampe-Bands Creme Fresh und Demograffics.

Musik für …

... Menschen mit einer Vorliebe für Soul- und Funk-Samples, die zu klassischen HipHop-Beats verarbeitet werden, über die dann intelligent gerappt wird. Deswegen wird Edgar auch seit jeher mit den Kölner Retro-HipHoppern Huss & Hodn verglichen.

Er ist gekommen um …

... anständig zu provozieren! Zwischen all den eleganten Wortspielen und Texten mit Tiefgang blitzen bei dem Amerikaner mit asiatischer Abstammung immer wieder bitterböser Sarkasmus und scharfkantige Ironie durch. Damit macht man sich aber nicht nur Freunde.

Sein Problem ist …

... dass er dabei oft über das Ziel hinaus schießt. Es ist eben ein sehr schmaler Grad zwischen ironisch aufgeladener Provokation und Geschmacklosigkeit. Manche Tabus sind eben zu recht Tabus!

Bester Moment ...

... ist genau dann, wenn Edgar Wasser in all dem Wirrwar von Ideen seine eigene Sprache findet und jenseits von pubertärem Provokations-Gehabe präzise Punchlines landet, die genau ins Schwarze treffen.

Mögen wir, weil …

... Edgar Wasser zwar sicherlich an seinen Ecken und Kanten noch feilen muss, aber schon jetzt wahnsinnig elegant klassische Battle-Rap-Beleidigungen mit intelligenten Texten verschmelzen lässt.


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