Politische Aufarbeitung des Anschlag von Magdeburg beginnt

Berlin: Mehr als eine Woche nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt von Magdeburg mit fünf Toten und mehr als 200 Verletzten beginnt die politische Aufarbeitung im Bundestag. Momentan befasst sich das Parlamentarische Kontrollgremium in geheimer Sitzung mit dem Fall - in zwei Stunden dann will sich Innenausschuss vor allem mit der Frage befassen, warum trotz bekannter Drohungen nicht früher etwas gegen den mutmaßlichen Täter, einen 50-Jährigen aus Saudi-Arabien, unternommen wurde. Unter anderem hatte er im Mai unter einem Posting von Bundesinnenministerin Faeser eine Drohung hinterlassen, er werde wahrscheinlich bald sterben, um Gerechtigkeit zu schaffen. Schon davor war der Mann mehrmals mit Gerichten, Behörden und der Polizei in Konflikt geraten und hatte Straftaten angedroht. Die SPD drängt darauf, die Kompetenzen der Bundespolizei und die biometrische Gesichtserkennung rasch auszuweiten - möglichst noch vor der Bundestagswahl, wie Parteichef Klingbeil heute nochmal betont hat.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 30.12.2024 11:00 Uhr

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